Fahnendiebstahl ÜT 2017: Belohnung ausgesetzt...

Auf dem ÜT Allenspach: Bundesfahne aus Jurte gestohlen Almi hat es ja auf der Scouting-Homepage geschrieben: „…zudem gilt in gemeinsamen Lagern in aller Regel der Lagerfrieden, hier ist der Diebstahl also gänzlich untersagt.“ So war es denn ja auch, es galt ein Lagerfrieden, deshalb haben auch viele andere Bünde ihre Fahnen und Wimpel während des gesamten Lagers sichtbar ausgehängt bzw. wehen lassen. Klar, denn es gab ja keine Türschilder, deshalb sind auf solchen Lagern meist die Fahnen auf oder an den Zelten ein Hinweis, wer wo zu finden ist. Unsere Bundesfahne war an einem Wimpelspeer aufgezogen, der an der Jurte festgebunden war, mit dem zusammen sie entwendet wurde. Sie lag oder stand also nicht ‚einfach nur herum‘, wenngleich auch das kein Grund gewesen wäre sie mitzunehmen. Es gab zudem einen von den Teilnehmern gestellten lagerinternen Wachdienst, der ab hereinbrechender Dunkelheit auf dem gesamten Gelände unterwegs sein sollte.Es war also in keinster Weise damit zu rechnen, daß so etwas passiert. Dieser Aussage haben sich auch mehrere ältere Erwachsene aus der Gegend angeschlossen, die sowohl Allenspach 1977 und z.T. auch 2017 mitorganisiert haben und somit die Lageridee, als auch die angrenzenden Ortschaften und viele Anwohner gut kennen. Daß der Diebstahl von ortsansässigen Jugendlichen begangen worden ist, wird von ihnen kategorisch ausgeschlossen. Es ist also davon auszugehen, daß die Fahne von anderen Lagerteilnehmern oder bündischen Kurzbesuchern gestohlen wurde. Da es keine Nachricht oder Forderungen oder ein ‚Bekennerschreiben‘ gibt, gehen wir von einem ’normalen‘ Diebstahl, also einer gewöhnlichen Straftat aus. Einen Moment abzupassen, wenn gerade niemand in der Jurte ist und dann etwas mitzunehmen ist nicht nur menschlich gemein, unpfadfinderisch und völlig unehrenhaft, ein solches Verhalten ist zudem auch gegen die Idee solcher gemeinsamer Großtreffen gerichtet! Solche größeren, überbündischen Lager dienen doch dazu einander kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu...

Fahnendiebstahl beim Überbündischen Treffen...

Inzwischen ist es zumindest aus zweiter Hand und dem Umfeld des Orga-Teams bestätigt worden: Beim Überbündischen Treffen (ÜT 2017) wurde die Bundesfahne eines Wandervogelbundes gestohlen. Bislang soll diese Fahne auch nicht mehr aufgetaucht sein. Es klang zudem danach, als seien weder Bekennerschreiben noch Lösebierforderung beim betroffenen Bund eingegangen. Nun besteht die theoretische Möglichkeit, dass die Fahne von externen Personen entwendet wurde und es sich nicht um einen Bruch des Lagerfriedens handelte. Allerdings könnte es sich auch um eine zielgerichtete Aktion zum Schaden des betroffenen Bundes handeln, was von so manchem Beteiligten als wahrscheinlicher angesehen wird. Die Meinungen hierzu gehen auseinander und reichen von „so etwas macht man nicht“ bis hin zu „das war ich zwar nicht, aber“. Hinsichtlich des rechtlichen Aspektes sei auf folgenden Artikel verwiesen: Fahnendiebstahl. Bild: Eine historische Aufnahme vom Überbündischen Treffen auf dem Allensbacher Hof 1977 (Eröffnung), zur Verfügung gestellt von Klaus. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Fahnendiebstahl: Tradition oder Straftat?...

Das Thema wird regelmäßig in Pfadfinderkreisen diskutiert (in Wandervogelkreisen wohl weniger, da wird stattdessen bekanntlich gesungen), aber aus aktuellem Anlass* hier die rechtlichen Hintergründe zu einem zumeist nächtlichen Besuch mit Traditionshintergrund, kurzum Fahnen- bzw. Bannerdiebstahl. In vielen Gruppen der Pfadfinder- und Jugendbewegung ist es Tradition, andere Gruppen nach Anbruch der Dunkelheit zu überfallen mit dem Ziel, deren Fahne zu erbeuten, welche dann im Tausch gegen zumeist einen Kasten Bier o.ä. wieder zurückgegeben wird. Da solche Aktionen immer das Potential haben, auszuarten, haben sich vielerorten ungeschriebene Regeln ergeben, angefangen von „Kinder sind zu verschonen“ bis hin zu „Böller sind zu vermeiden“. Einen allgemein gültigen Ehrenkodex gibt es jedoch nicht, außer eben, die Fahne wieder zurückzugeben. Zudem gilt in gemeinsamen Lagern in aller Regel der Lagerfrieden, hier ist der Diebstahl also gänzlich untersagt. Erfolgt der Diebstahl mit Duldung der vorübergehend bestohlenen Gruppe, sind diese also mit den Gebräuchen vertraut und grundsätzlich einverstanden und wird beim Überfall keine ungebotmäßige „Härte“ eingesetzt, so handelt es sich um ein spannendes, aber letztlich harmloses Spiel. Wird die Fahne jedoch absichtlich nicht zurückgegeben, handelt es sich um einen Diebstahl, ggf. in Tateinheit mit Hausfriedensbruch. (Auch wenn ein Blog im Netz versucht, darzulegen, es sei kein Diebstahl. Diese Einschätzung ist juristisch höchst fraglich.) Kennt die „überfallene“ Gruppe die Tradition nicht oder heißt sie diese nicht gut, so hat diese das Potential, als Diebstahl aufgefasst zu werden, bei Vorliegen eines „Bekennerschreibens“ mit Tauschforderung (Kasten Bier z.B.) hingegen als Erpressung. Natürlich handelt es sich bei einer Fahne „nur“ um ein Stück Stoff und bei einem Kasten Bier nur um einen Kasten Bier – dass hier eine eventuell eingeschaltete Polizei mit aller Härte gegen die zumeist jugendlichen „Straftäter“ vorgeht, ist kaum zu vermuten, sofern der Überfall selbst keine Verletzten hinterließ und von vorneherein keine Absicht...

Nach Lagerüberfall Strafanzeige erstattet...

Das, was in Pfadfinderkreisen gern als „Überfall mit Traditionshintergrund“ bezeichnet wird, hat nun für eine Gruppe der DPSG rechtliche Konsequenzen. Sie hatten eine Gruppe des eigenen Verbandes aus Urberach während ihres Sommerlagers bei Bad Orb gegen zwei Uhr nachts mit etwa 30 Personen überfallen und dabei auch Feuerwerkskörper und bengalische Feuer eingesetzt. Dabei hätten sie sich jedoch nicht auf das Lagerbanner konzentriert, sondern unter Beschimpfung der „Gegner“ und bei herabreißen der Zelte den Feuerplatz eingenommen, um dort eine Feier abzuhalten. Die „Opfer“ des Überfalls alarmierten die Polizei, welche jedoch beim Eintreffen ziemlich kooperative und kleinlaute Angreifer antrafen. Der Überfall hatte beschädigte Zelte und einen Verletzten, welcher „zielgerichtet“ mit einem Böller beschossen worden war, zur Folge. Quelle: scouting...