Bergwacht: Pfadfinder mit Dauererbrechen geborgen...

Vermutlich wurde ihnen Bachwasser zum Verhängnis. Eine sechsköpfige Pfadfindergruppe aus Bad Segeberg musste um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag von den Affensteinen in der Sächsischen Schweiz per Bergwacht geborgen werden. Ursache war Dauererbrechen, besonders schlimm hatte es den Leiter erwischt. Dieser musste gar mit einer „Schleifkorbanlage“ 30m abgeseilt werden. Wer die Affensteine kennt, kann ahnen, wieso dies notwendig wurde. Man erreicht sie über steile Leitern. Selbst im gesunden Zustand kann dies schon abenteuerlich sein… Der Leiter litt neben dem Dauererbrechen unter so starken Leibschmerzen, dass er nicht mehr gehen konnte. Die übrigen Pfadfinder im Alter von 12 bis 25 Jahren konnten in Begleitung der Bergwacht selbständig den Rettungswagen erreichen. Insgesamt vier Mitglieder der Gruppe wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen, zwei konnten hingegen nach Hause entlassen werden. Ein zweistünder Einsatz der sächsischen Bergwacht mit fünf Rettern, einem Notarzt und einem Rettungswagen schlägt nach persönlicher Erfahrung mit einem mittleren dreistelligen Betrag ins Kontor. Bei Rettung einer Person. Die normale Krankenkasse übernimmt diese Kosten i.d.R. nicht, da es sich oft um eine sogenannte „Bergung“ handelt, die durch unwegsames Gelände verursacht ist und nicht um eine „Rettung“ aufgrund des Gesundheitszustandes. (Siehe hierzu: „Das finanzielle Risiko einer Bergrettung“). Deshalb ist es empfehlenswert, vor „Aufenthalten“ in der „Wildnis“ den Versicherungsumfang des Bundes zu überprüfen und den Eltern vorab mitzuteilen, was und was nicht versichert ist – ggf. mit der Empfehlung, eine private Zusatzversicherungen abzuschließen, welche eine eventuelle Versicherungslücke schließen könnte. Vorschaubild: Archiv. Rettungseinsatz der Bergwacht Sächsische Schweiz. Beitragsbild: Archiv. So geht es zu den Affensteinen hoch. Und mit Erbrechen schlecht wieder runter. Quelle: Tag 24, 18.10.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

„Internistischer Notfall Burgruine Küssaberg“...

Wenn Rettungskräfte sich miteinander verständigen, muss man als Außenstehender nicht unbedingt schlau daraus werden. Was diese als „internistischen Notfall“ bezeichneten, war ein gehäuftes Auftreten von Übelkeit, Magendarmbeschwerden und Erbrechen unter den Teilnehmern eines Pfadfinderpfingstlagers in Süddeutschland bei Waldshut. Um drei Uhr morgens erfolgte der Notruf der verantwortlichen Lagerleitung bei den Einsatzkräften. Diese rückten sogleich mit schwerem Geschütz an: 24 Sanitäter und zwei Notärzte mit elf Fahrzeugen fuhren vor. Von den insgesamt 60 Teilnehmern des Lagers, darunter Pfadfinder des  Stammes Yanktonai (BdP) aus dem naheliegenden Tiengen sowie aus Freiburg und Untergruppenbach bei Heilbronn, ging es besonders neunen nicht gut, sechs Kinder wurden dann auch sicherheitshalber in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die Polizei war vor Ort und nahm den Vorfall auf, zudem wurden Essensproben genommen, die nun analysiert werden sollen. Schuld muss aber nicht das Essen oder mangelnde Hygiene sein. Oft werden solche Massenerkrankungen auch dadurch ausgelöst, dass einer der Teilnehmer noch unbemerkt bereits erkrankt ist, wenn er ins Zeltlager fährt. Über die Toilette, per Händedruck oder Niesen verteilt er die Erreger dann großzügig an alle übrigen. Gegen den Rotavirus beispielsweise sind selbst Desinfektionsmittel oft wirkungslos, dafür ist er extrem ansteckend, bricht innerhalb von ein bis drei Tagen aus und legt dann zuverlässig ganze Lager flach. Quelle: Badische Zeitung 11.06.2014 Bildnachweis:...