Sumpfige Moore, hohe Berge und klare Seen...

Bei dieser Überschrift drängen sich direkt Großfahrten-Assoziationen auf. Doch die Rede ist nicht etwa von Norwegen, Irland, Finnland, Schweden oder Polen, sondern von der Eifel und dem Hohen Venn. 28 PfadfinderInnen des Stammes „Jörg von Schauenburg“ (Pfadfinderschaft Süddeutschland) aus Renchtal verbrachten dort ihre Sommerferien. Im Rahmen von Haiks der einzelnen Sippen erkundeten sie das Hohe Venn, die Moorlandschaft im Deutsch-Belgischem Grenzgebiet, den Nationalpark Eifel oder den Eifelsteig. Bildnachweis: Stamm Jörg von Schauenburg Quelle: Baden online...

So richtig nass geworden

Wenn der Ex-Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes in seiner Eifeler Mundart jemanden als „sickenass“ bezeichnet, dann bedeutet dies, dass demjenigen das Glück eines ausdauernden Regenschauers beschehrt wurde, der ihn bis auf die Haut durchnässte. In diesem Fall traf es junge Pfadfinder von der DPSG aus Berlin, die auf Hajk in der Eifel in mehreren Kleingruppen unterwegs waren. Gemeinsamer Treffpunkt wäre an diesem Tag Wolfgarten gewesen, doch die Truppe, die beim DRK vorstellig wurde, war eben so „sickenass“, dass die DRKler, die gerade mit Renovierungsarbeiten an ihrem Transit befasst waren, diese nicht nur trocken unterbrachten, sondern zudem auch die beiden übrigen Gruppen einsammelten – mit ihrem geländegängigen Quad. Die eine trafen sie am vorab vereinbarten Treffpunkt an, die andere Gruppe hatte sich etwas verlaufen (bis zur Urftstaumauer), wurde dann aber auch noch gefunden. Die drei Jungpfadfindergruppen aus Berlin hatten im Anschluss an das Verbandstreffen in Westernohe noch einige Tage angehängt, um in Sippengröße die Eifel zu erkunden. Die Übernachtungen erfolgten jeweils gemeinsam. Für die Wanderungen hingegen bekam jede der drei Gruppen dann eine Karte und einen Kompass in die Hand und hatte sich selbst zu orientieren. Ein Notfallhandy war selbstverständlich in einem versiegelten Umschlag griffbereit. Nachdem sie sich mit Hilfe des DRK tüchtig zum Trocknen „auf die Leine gehängt“ hatten, führte sie ihr Weg am folgenden Tag weiter nach Heimbach und von dort zurück mit günstigen Regionalzügen in die Heimat zurück. Witzig: Google Maps für Fußgänger besagt, dass die Tagesstrecke der Pfadfinder zwischen Gemünd und Wolfgarten ganze drei Kilometer lang ist und in 33 Minuten zu bewältigen. Junge, das muss ja wie aus Eimern geschüttet haben. Quelle: Kölnische Rundschau 15.08.2014 Bildnachweis: wikipedia...

Ottenstein: Totgegesagte leben länger...

Totgesagte leben länger? Nachdem die Zugvögel vor drei Jahren aufgrund von gewissen „Abnutzungserscheinungen“ seitens der Organisatoren (wohlbemerkt nicht des Publikums) beschlossen hatten, ihr traditionelles Sängerfest in Ottenstein einzustellen, fand es dieses Jahr an gewohnter Stelle und zum gewohnten Termin doch wieder statt. Lauschiger soll es gewesen sein und weniger überlaufen, so waren die Einladungen, wenn auch an alle, so doch sehr spät, ausgegeben worden. Das vorläufige Ergebnis der internen Diskussion des Zugvogels besagt, dass das Sängerfest kommendes Jahr auf einer Wiese in der Eifel wiederaufleben wird. Hinsichtlich des Ortes ist man zwar nicht ungeteilter Meinung (wegen der Infrastruktur und des mangelnden Schutzes bei  Schlechtwetter), aber vermutlich wird man es einfach einmal probieren und danach eine endgültige Entscheidung treffen, ob Ottenstein nicht doch wieder regulär dort stattfinden wird „wo er hingehört“ oder ob aus dem Ottenstein ein Eifelfest wird. Quelle: scouting...