Pfadfinder wussten sich selbst zu helfen...

Ein glückliches Ende fand die „Strandung“ der DPSG-Pfadfinder aus Hamburg, welchen aufgrund eines überfüllten Zuges durch die Deutsche Bahn die Weiterfahrt untersagt worden war. Der vierzigköpfige Gruppe war auf dem Weg nach Fehmarn im Lübecker Hauptbahnhof trotz vorhandener und gebuchter Zugtickets die Nutzung des Regionalzuges nach Puttgarden untersagt worden. Engpässe sind auf dieser Strecke zu Ferienzeiten häufig. Leider konnte die Deutsche Bahn den Pfadfindern auch keine Hotelübernachtung organisieren, denn es war im Umkreis alles ausgebucht. Doch sie wussten sich selbst zu helfen. Schnell war über persönliche Kontakte Verbindung aufgenommen zu der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Kücknitz. Diese konnte den Pfadis zur Übernachtung eine Halle zu Verfügung stellen. Der Leiter der Pfadfinder rechnet aufgrund der benötigten Umbuchungen für Anschlusszüge und Bustransfers mit Mehrkosten in Höhe von 2000 €, geht aber davon aus, das Geld von der Bahn ersetzt zu bekommen. Am Folgetag konnte die Gruppe die Reise dann erfolgreich fortsetzen. Quelle: Lübecker Nachrichten...

„Internistischer Notfall Burgruine Küssaberg“...

Wenn Rettungskräfte sich miteinander verständigen, muss man als Außenstehender nicht unbedingt schlau daraus werden. Was diese als „internistischen Notfall“ bezeichneten, war ein gehäuftes Auftreten von Übelkeit, Magendarmbeschwerden und Erbrechen unter den Teilnehmern eines Pfadfinderpfingstlagers in Süddeutschland bei Waldshut. Um drei Uhr morgens erfolgte der Notruf der verantwortlichen Lagerleitung bei den Einsatzkräften. Diese rückten sogleich mit schwerem Geschütz an: 24 Sanitäter und zwei Notärzte mit elf Fahrzeugen fuhren vor. Von den insgesamt 60 Teilnehmern des Lagers, darunter Pfadfinder des  Stammes Yanktonai (BdP) aus dem naheliegenden Tiengen sowie aus Freiburg und Untergruppenbach bei Heilbronn, ging es besonders neunen nicht gut, sechs Kinder wurden dann auch sicherheitshalber in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die Polizei war vor Ort und nahm den Vorfall auf, zudem wurden Essensproben genommen, die nun analysiert werden sollen. Schuld muss aber nicht das Essen oder mangelnde Hygiene sein. Oft werden solche Massenerkrankungen auch dadurch ausgelöst, dass einer der Teilnehmer noch unbemerkt bereits erkrankt ist, wenn er ins Zeltlager fährt. Über die Toilette, per Händedruck oder Niesen verteilt er die Erreger dann großzügig an alle übrigen. Gegen den Rotavirus beispielsweise sind selbst Desinfektionsmittel oft wirkungslos, dafür ist er extrem ansteckend, bricht innerhalb von ein bis drei Tagen aus und legt dann zuverlässig ganze Lager flach. Quelle: Badische Zeitung 11.06.2014 Bildnachweis:...

Weltenbummler betreiben bisheriges DRK-Heim...

Das Deutsche Rote Kreuz Aue-Schwarzenberg hatte sein sächsisches Schullandheim im Juli 2010 geschlossen, nachdem die Belegungszahlen in den vergangenen Jahren immer weiter zurück gingen. Die Wiedereröffnung ist nun durch einen Kooperationsvertrag mit dem Pfadfinderbund Weltenbummler ermöglicht worden. „Wir wollten es einfach versuchen, haben ein paar gute Ideen“, so Mario Berthold, Vorsitzender des Fördervereins sächsischer Pfadfinder. Mit Pauschalangeboten für Schulen, die Projekte wie Sinneserfahrungen im Wald, Waldläuferschule und Gesteinsbestimmung umfassen, möchte man die Einrichtung wieder rentabel werden lassen und auf Dauer übernehmen. Die sächsischen Pfadfinder vom Pfadfinderbund Weltenbummler hatten vom DRK bereits Ende 2005 ein Schullandheim in Oberjugel und die benachbarte Finnhütte übernommen und auf den Weg des Erfolges zurück geführt. Der Zustand des Schullandheims Aue-Schwarzenberg gilt als sehr gut, in den letzten fünf Jahren hatte das DRK 367.000 Euro in seine Sanierung investiert. Quelle: scouting...

Besuch der Telefonzentrale

Nach dem WHO-Report von 2004 leben in Deutschland 164.000 (0,2 %) blinde und 1.066.000 (1,3 %) sehbehinderte Menschen. Wie sich deren Leben gestaltet oder wie sie gar einem Erwerb nachgehen können, ist für Nichtbehinderte oft nur schwer vorstellbar. Die „Seeschwalben“ vom BdP aus Kaufbeuren veränderten dies und besuchten die Telefonzentrale des Deutschen Roten Kreuzes. Dort arbeitet eine blinde Telefonistin, die im Alter von 22 Jahren bei einem schweren Autounfall ins Koma fiel und nach Erwachen ihre Sehfähigkeit verloren hatte. Sie schilderte den Pfadfindern, dass sie den Umgang mit ihrer Behinderung erst hätte erlernen müssen, ebenso, wie die Blindenschrift, die ihr heute jedoch ein fast normales Berufsleben ermöglicht. Quelle: scouting...

Viel Wind um nichts oder heftiges Unwetter mit Starkregen?...

Großeinsatz von DRK und Feuerwehr beim Lager der Baptistischen Pfadfinder Jeder kennt wohl den alten Witz von dem alten Mütterchen, das gegen ihren Willen von dem Pfadfinder über die Straße geführt wird. So ähnlich werden sich wohl die Pfadfinder der BPS gefühlt haben, als ein Großaufgebot von DRK und Feuerwehr versuchte, ihr Bundeslager auf dem CVJM-Zeltplatz in Herbstein aus Sicherheitsgründen zu evakuieren. Starker Regen hatte den Untergrund aufgeweicht, die ersten Häringe lockerten sich, der Wind drohte die Zelte abzureißen. Eine ganz normale Situation für Pfadfinder. Die Lagerleitung erkundigte sich telefonisch bei der Leitstelle Vogelsberg, ob technische Hilfe möglich wäre, um die Häringe sicherer im Boden zu verankern. Daraufhin rückten Feuerwehr und DRK sogleich mit Blaulicht und insgesamt 55 Einsatzkräften an und sondierten die Lage. Eine Zeitung berichtete anschließend, die 550 Kinder und Jugendlichen hätten wegen des heftigen Unwetters und des unzumutbaren Zustandes des Platzes in sichere Unterkünfte evakuiert werden müssen, auch seien 200 Wolldecken zum Einsatz gekommen. Sondereinsatztruppen, Bereitschaften und Gefahrenabwehrzentrale seien alarmiert worden. Die Eltern der Wölflinge und Pfadfinder aus ganz Deutschland waren aufgeschreckt, riefen in Herbstein an und befürchteten, ihre Sprößlinge seien durch die Wetterkapriolen in irgendeiner Gefahr. Die Lagerleitung vor Ort dementierte den unzutreffenden Zeitungsbericht entschieden. Eine Evakuierung sei nicht notwendig gewesen und zudem nicht erfolgt. „Eigentlich suchte die Lagerleitung nur einen fachlichen Ratschlag – niemand hat die vielen ehrenamtlichen Rettungskräfte an einem Sonntag herausklingeln wollen“, sagte der Leiter des CVJM-Feriendorfes, Jörg Podlinski. Über die 200 Wolldecken freuten sich die zum Teil arg durchweichten Pfadfinder dennoch – ebenso wie über trockenes Holz von hilfsbereiten Bauern der Umgebung, dessen Zustellung die Hilfskräfte koordinierten. Nach einer Dreiviertelstunde hatten die Rettungskräfte wieder abrücken können. Quelle: scouting...