DPSG-Stamm Herz-Jesu protestiert gegen KPE-Neugründung in Bocholt...

Bislang hatte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg in Bocholt unter den katholischen Pfadfindern ein klares Heimspiel. Es gab vier Stämme, die alle der DPSG angehörten. Doch die Neugründung eines Stammes der Katholischen Pfadfinderschaft Europas sorgte nun für Wirbel. Sie wurden pikanterweise an der katholischen Pfarrei Liebfrauen tätig, ebenso wie der DPSG-Stamm Herz-Jesu. Die DPSG-Pfadfinder sahen sich genötigt, sich durch entsprechende Pressearbeit deutlich von der neuen KPE Gruppe zu distanzieren. In die Diskussion mischte sich dann auch die CDU-Politikerin Gräfin Johanna von Westphalen ein, die nachdrücklich für die KPE Partei ergriff, in deren Verwaltungsrat sie tätig ist. „Die können es wohl nicht ertragen, dass die KPE-Mitglieder noch moralisch sind“, so ihr Seitenhieb gegen die Bocholter DPSG, die ihrerseits der KPE Traditionalismus, Fundamentalismus, Sektismus und latenten Rechtsradikalismus vorwirft. Die DPSG Bundesleitung verzichtete auf einen Kommentar, verwies stattdessen auf die Diözesanleitung Münster, welche sich jedoch noch kein endgültiges Bild gemacht habe, wie sie sagte. Die Pfarrei-Gemeindeleitung hat nun die Verantwortlichen zu einem Gespräch eingeladen, um eine „Verständigung zu ermöglichen“ und betont, dass sie bei den KPE-Gründern vor Ort außer einer konservativen Spiritualität keine der Anschuldigungen habe feststellen können. Quelle: scouting...

Treffpunkt Westernohe „100 Jahre Pfadfinderbewegung“...

Bei „durchwachsenem“ Wetter begangen rund 500 ehemalige und aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder – überwiegend aus der DPSG – diesen Tag, der von den Freunden und Förderern der DPSG, Bundesverband, ausgerichtet wurde. Die komplette Bundesleitung war anwesend, was die Bedeutung des Treffens unterstrich. Die Moderation hatte Stephan Jentgens, selbst ehemaliger Bundesvorsitzender, übernommen. Zahlreiche Redner würdigten die Verdienste der Pfadfinder in ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gesellschaft und die Kirche. Unter den Festrednern waren Karl – Peter Bruch, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident von Rheinland – Pfalz,  Tony Markmiller, der Vorsitzender der Freunde und Förderer in der DPSG, sowie Dr. Baldur Hermans, Generalsekretär der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (IKKP), früher CICS.Dr. Baldur Hermans führte aus: „Die katholische Kirche hatte schon früh ein großes Interesse an der Gründung dieser neuen katholischen Jugendbewegung, ja überhaupt an der Jugendbewegung. Es ist ja bekannt, daß die Päpste sich seit den 20er Jahren öffentlich äußern zu den Pfadfindern und ihnen sagen, was sie an Wertschätzung haben, was sie an Wertvollem in der Erziehung sehen, aber natürlich in der Hoffnung, daß das auch eine Bewegung ist, die Kirche lebendig macht und die junge Menschen zu christlichen Menschen erzieht.“  Aber in Hinblick auf die Entwicklung der DPSG merkte er auch an:„Wo vor 30, 40 Jahren ein Leben im Verband war, sieht es heute recht dürftig aus. Es hat keinen Zweck, bei einem Jubiläum nur die schönen Seiten zu zeigen, sondern man muß auch das nennen, weil sich daraus auch die Perspektiven einer künftigen Arbeit ergeben, und es auch so ist, daß wir als nationaler Verband DPSG eine Mission haben gegenüber anderen, wenn wir den Aspekt, neben Pfadfinder sein auch Kirche sein, ernst nehmen.“ Musikalisch unterstützt wurde der Treffpunkt durch die aus dem Diözesanverband Essen stammende Band „Blue Brotherhood“ unter der Leitung von Meinrad Rupieper....