Boy Scouts of America: Richtungswechsel bei Frage der sexuellen Orientierung...

Wie angekündigt, stimmten am 23. Mai die Vertreter der Boy Scouts of America in ihrem Nationalrat darüber ab, ob sie ihre Organisation nun doch für Mitglieder mit homosexueller Orientierung öffnen wollen. Ihr bisheriger Kurs hatte zum Verlust von Sponsoren geführt und den Vorwurf der Diskriminierung eingebracht. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. 61 Prozent der 1400 Delegierten stimmten für die Resolution, welche die Aufnahme jugendlicher Homosexueller befürwortet: „Keinem Jugendlichen darf die Mitgliedschaft alleine aufgrund der sexuellen Orientierung verwehrt werden“ heißt es nun mit Gültigkeit ab dem 1. Januar 2014. Erwachsenen mit homosexueller Orientierung bleibt die Mitgliedschaft jedoch weiterhin verwehrt. Diese Entscheidung geht vielen Kritikern des bisherigen Kurses immer noch nicht weit genug. Andererseits stehen die Boy Scouts of America nun womöglich in einer innerverbandlichen Auseinandersetzung mit den Vertretern jener Gruppen (39%), welche gegen die getroffene Entscheidung stimmten. Viele von diesen stehen Kirchen nahe, die sich deutlich gegen eine Öffnung ausgesprochen hatten. Auch diese sind zum Teil Sponsoren der BSA. Noch. Quelle: Tagesschau 24.05.2013  ...

U.S. Gericht lehnt erneute Zulassung der Boy Scouts-Klage ab...

Über 70 Jahren nutzte die Gruppe „Berkeley Sea Scouts“ im Rahmen ihrer Arbeit eine städtische Anlegestelle für Boote. Dann untersagte die Stadt Berkeley den Pfadfindern die Benutzung. Ihre Begründung: Da die Boy Scouts schwulen und atheistischen Jugendlichen die Aufnahme in die Gruppe verweigern, verstoßen sie gegen die 1997 eingeführte Regelung der Stadt, daß Leistungen der Stadt nur noch an Gruppen gehen, die niemanden diskriminieren.Daraufhin klagte die Gruppe der Sea Scouts und ging bis zum obersten Gerichtshof des Bundesstaates. Dieser hatte im vergangenen März die Entscheidung der Stadt bestätigt. Wir stimmen mit der Stadt Berkeley und dem Berufungsgericht überein, daß eine Behörde grundsätzlich vom Empfänger von Fördermitteln verlangen kann, daß er schriftlich und unmißverständlich zusichert, daß er nach den allgemeinen Antidiskriminierungsrichtlinien handelt.“, so Richterin Kathryn Mickle Werdegar vom obersten Gerichtshof Kaliforniens. Sie bekräftigte damit die vorausgegangene Entscheidung und lehnte die erneute Zulassung der Klage ab. Quelle: scouting...