Friedenslicht: Keine öffentliche Aussendung vor dem 24. Dezember...

Der Österreichischen Rundfunk (ORF) als Initiator und Urheber des Weihnachtsbrauches „Friedenslicht“ hat die Vorgabe verhängt, dass das Friedenslicht keinesfalles vor dem 24. Dezember öffentlich verteilt werden darf. Da die ehrenamtlichen HelferInnen, dies sind in Deutschland in erster Linie PfadfinderInnen, dies am Heiligen Abend selbst aber nicht leisten können, findet mit diesem Jahr „keine Aussendung über die Bahnen“ statt. In Thüringen beispielsweise wurde dies die vergangenen Jahre wohl so gemacht. Aber wann ist eine Weitergabe eine „öffentlicher Verteilung“ im Sinne des ORF? Fangen wir ganz vorn an: Die Aktion Friedenslicht geht auf die Initiative „Licht ins Dunkel“ des Österreichischen Rundfunks ORF aus dem Jahre 1986 zurück. Das war eigentlich als einmalige Aktion geplant, fand aber regen Anklang. Seit diesem Jahr also entzündet ein Kind aus Österreich in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem das Friedenslicht, dann wird es nach Wien transportiert und dort traditionell am Samstag vor dem 3.Advent in einer ökumenischen Aussendungsfeier an viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder weitergegeben. Diese tragen das Licht von dort aus weiter – nach Europa und darüber hinaus in viele Länder der Welt. Das Friedenslicht ist ein Zeichen für Hoffnung, Freundschaft, Gemeinschaft und Verständigung aller Menschen. Seit 1993 bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht auch nach Deutschland. Viele Pfadfinderverbände arbeiten in dieser Aktion zusammen. Was hat der ORF nun am Ablauf geändert? Im wesentlichen: Nichts. Das Licht wurde (in diesem Jahr von der neunjährigen Ihab Msleh, die aus einer arabisch-christlichen Familie stammt) bereits in der vergangenen Woche in Bethlehem entzündet und wird seit Donnerstag von dem zehnjährigen Niklas Dumhart aus St. Georgen an der Gusen bereits weiterverteilt. Der Volksschüler ist wegen seines außerordentlichen sozialen Engagements ausgewählt worden. Er wird das Licht auch an Papst Franziskus überbringen – Florian Silberweisen und Helene Fischer haben es bereits beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ erhalten. Normalerweise...

Friedenslicht aus Betlehem 2014

Das Friedenslicht ist ursprünglich eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) und besteht seit 1986. Es wird Ende November am ewigen Licht der Geburtsgrotte in Betlehem von einem Kind entzündet und von da aus über Wien, wo es in einem feierlichen zentralen ökumenischen Aussendungsgottesdienst „in Empfang“ genommen wird, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bahnhof zu Bahnhof über alle Gemeinden weiterverteilt. Von dort kann es dann zum dritten, vierten Advent oder beim Weihnachtsgottesdienst von den Gläubigen in das eigene Heim getragen werden. In Deutschland wird das Licht seit 21 Jahren von Pfadfindern transportiert und verteilt – inzwischen als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG). Bei der Verteilung auf die einzelnen Gemeinden wirken aber auch zahlreiche Vertreter weiterer Pfadfinderbünde aktiv mit. Der neunjährige Tizian Ronacher aus Linz entzündete am Montag, dem 24. November 2014 im Beisein von mehr als 100 Pilgern in der Geburtsgrotte in Bethlehem das diesjährige ORF-Friedenslicht. Dies war eine Auszeichnung für ihn und eine Anerkennung für seine Schule, die aktiv Friedensarbeit durch völkerverbindende Bemühungen leistet. Gerade in diesem Jahr hoffen die beteiligten Pfadfinderinnen und Pfadfinder wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt auf Frieden und stellen die Aktion Friedenslicht aus Betlehem in diesem Jahr unter das Motto „Friede sei mit dir – Shalom – Salam“. Unterstützt werden die PfadfinderInnen von der Deutschen Bahn, welche diesen in ganz bestimmten Züge für den Transport des Lichtes freie Fahrt gewährt. Schwieriger scheint die Situation derzeit noch in München, wo die Verkehrsbetriebe den Transport von brennenden Lichtern grundsätzlich untersagt haben. Löschaktionen von Schaffnern und Sicherheitsleuten gab es auch schon in den vergangenen Jahren. Frustrierend, wenn das Licht heil von Betlehem bis...

Pfadfinder wussten sich selbst zu helfen...

Ein glückliches Ende fand die „Strandung“ der DPSG-Pfadfinder aus Hamburg, welchen aufgrund eines überfüllten Zuges durch die Deutsche Bahn die Weiterfahrt untersagt worden war. Der vierzigköpfige Gruppe war auf dem Weg nach Fehmarn im Lübecker Hauptbahnhof trotz vorhandener und gebuchter Zugtickets die Nutzung des Regionalzuges nach Puttgarden untersagt worden. Engpässe sind auf dieser Strecke zu Ferienzeiten häufig. Leider konnte die Deutsche Bahn den Pfadfindern auch keine Hotelübernachtung organisieren, denn es war im Umkreis alles ausgebucht. Doch sie wussten sich selbst zu helfen. Schnell war über persönliche Kontakte Verbindung aufgenommen zu der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Kücknitz. Diese konnte den Pfadis zur Übernachtung eine Halle zu Verfügung stellen. Der Leiter der Pfadfinder rechnet aufgrund der benötigten Umbuchungen für Anschlusszüge und Bustransfers mit Mehrkosten in Höhe von 2000 €, geht aber davon aus, das Geld von der Bahn ersetzt zu bekommen. Am Folgetag konnte die Gruppe die Reise dann erfolgreich fortsetzen. Quelle: Lübecker Nachrichten...

Friedenslicht machte es möglich: Kostenlos reisen mit der Deutschen Bahn...

Ach, wäre doch nur das ganze Jahr dritter Advent! Für die fleißigen Verteiler des Friedenslichtes aus Bethlehem hieß es am 15. Dezember „Freie Fahrt“ in allen roten Regionalzügen der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen. Einzige Bedingung war das Reisen in Pfadfinderkluft. Damit unterstützte die DB Regio NRW  in diesem Jahr erstmals die Aktion Friedenslicht aus Betlehem. Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986, sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Von dort aus macht das Licht sich dann als Symbol des Friedens auf die Reise in die ganze Welt, zumeist per Zug und in Obhut von Pfadfindern. Diese nehmen es dann auch an den Bahnhöfen in Empfang und verteilen es in der Adventszeit in ihren Kirchengemeinden weiter. Das diesjährige Motto der Aktion heißt in Deutschland “Recht auf Frieden“. Weitere Informationen zur Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“ gibt es im Internet unter www.friedenslicht.de. Quelle: Gütersloh TV...

Zugbegleiterin: Friedenslicht gelöscht...

Das Licht von Bethlehem – Symbol des Friedens. Jedoch: in der Kirche von Wallenhorst scheint nicht das Licht von Bethlehem, sondern das aus dem Feuerzeug eines Pfadfinders. Schuld daran ist eine übereifrige Mitarbeiterin der Deutschen Bahn. Es geschah in Lingen. Die vier das Licht begleitenden Wallenhorster Pfadfinder, die ihre Kerze in einem verschlossenen Windlicht mitführten, wollten ihren Ohren nicht trauen, als die Zugbegleiterin das Löschen des Lichtes verlangte. „Dabei saßen wir schon direkt neben einem Feuerlöscher.“ Eine Bahnsprecherin erklärte, Ausnahmen von den Brandbestimmungen habe es nur für ganz bestimmte Regionalzüge gegeben, die Pfadfinder hätten sozusagen im falschen Zug gesessen. Der Protest der Pfadfinder blieb ungehört. Quelle: scouting...