Gedenkstein wurde von Pfadfindern gestaltet...

Der am 9. November vor dem Rathaus Nonnenweier errichtete Gedenkstein zur Erinnerung an die deportierten jüdischen Mitbürger blickt auf eine interessante Entstehungsgeschichte zurück. Der von einem Steinmetz gemeißelte Stein war vor seiner Bearbeitung halbiert worden. Die erste Hälfte war im vergangenen Jahr in der zentralen Gedenkstätte im Nordbadischen Neckarzimmern errichtet worden. Die zweite Hälfte ging dann an die VCP-Pfadfinder des Stammes Regenbogen in Nonnenweier, welche gemeinsam mit ihren Eltern bunte Mosaiksteinchen in Form eines Regenbogens anbrachten. In einer kleinen, von den Pfadfindern mitgestalteten Feierstunde wurde diese zweite Hälfte des Steines nun vor ihrem heimischen Rathaus aufgestellt. Quelle: scouting...

VCP beteiligt sich am Zug der Erinnerung...

Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), Bezirk Hannover, hat sich als einer von wenigen Jugendverbänden an der Vorbereitung und Durchführung des Besuches des „Zuges der Erinnerung“ in Hannover beteiligt und zog eine positive Bilanz.Der Zug der Erinnerung besteht neben der historischen Lok aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird.  Etliche Gruppen des VCP aus verschiedenen Altersstufen besuchten den Zug und werden an dem Thema weiterarbeiten . Geplant sind Gespräche mit Zeitzeugen und Sichtung von Materialien in Archiven. Das Stadtarchiv in Hannover und das Hauptstaatsarchiv haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Bezirkskonferenz des Pfadfinderverbandes hat das Thema „Aufarbeitung der Geschichte“ zu einem Schwerpunkt der Arbeit des Jahres 2008 gemacht. Die Aktivitäten der Gruppen und Projekte sollen in eine Veranstaltung aus Anlaß der 70. Wiederkehr des Datums der Reichspogromnacht am 9. November 2008 münden. Der Zug der Erinnerung hat Hannover am 12. Januar verlassen. Die Resonanz war überwältigend. Bis zu 3.000 Besucher pro Tag besuchten die Ausstellung über die Deportationen von Kindern und Jugendlichen und die Rolle der Reichsbahn. Die Hälfte der Besuchenden waren Jugendliche. Allerdings wurde Kritik darüber geäußert, daß die Deutsche Bahn nicht bereit ist, den Zug der Erinnerung finanziell zu unterstützen, sondern sich im Stundentakt bezahlen läßt. Gegen dieses Verhalten der Bahn AG haben die Ministerpräsidenten von Thüringen, des Saarlandes und von Sachsen deutlich Stellung bezogen. Die nächsten Städte auf der Route des Zuges sind Bremen (31. März bis 3. April) und Kiel (7. – 9. April). Anschließend geht es nach Berlin. http://www.zug-der-erinnerung.eu/ Quelle: scouting...

Zeitzeuge zu Besuch

Bei einer Fahrt des Bundes Deutscher PfadfinderInnen (BDP) zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz vor zwei Jahren lernten die Teilnehmer Stanislav Hantz kennen, der die Inhaftierung in dem Konzentrations- und Vernichtungslager überlebte. Jetzt war der 84-jährige Zeitzeuge zu Gast in Bingen und im Hunsrück. Dabei berichtete er Schülern in Bad Kreuznach und Simmern und den BDP-Mitgliedern beim Infoabend vom täglichen Überlebenskampf im Todeslager Auschwitz. Seit 1985 fährt Hantz regelmäßig nach Deutschland, um vor allem in Schulen von der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie zu berichten. Quelle: scouting...