Komolze II – Der Nachschlag...

Mit dem Fahrtenkochbuch „Der kleine Komolze“ begann der Siegeszug von Pato und Momo und ihrem Zauberwaldverlag. Inzwischen ist eine ganze Generation von Kochkünstlern unter ihrer Federführung herangewachsen, deren Fähigkeiten mit jedem in ihrem Komolzen archivierten Fleck hinzugewann. Sie verlangten nach einem Nachschlag – und hier ist er nun, die Fortsetzung. Der größte Unterschied dürfte sein, dass sich im Komolzen Teil 1 nur fahrtentaugliche Rezepte befanden (sofern man denn über zwei Töpfe verfügt), wohingehend „Der Nachschlag“ auch einzelne Rezepte enthält, für die eine ausgestattete Küche mit Ofen u.ä. notwendig ist. Für den Fall, dass da draußen tatsächlich noch Personen existieren, die den Komolzen nicht kennen: Das Fahrtenkochbuch „Der kleine Komolze“ revolutionierte aufgrund seiner Tauglichkeit für Fahrtengruppen und seiner leckeren Rezepte das Niveau der Gruppenverpflegung auf Fahrt um ganze Dimensionen.  Es ist auch das einzige bekannte Kochbuch, aus dem erfolgreich vorgelesen werden kann, da es zu fast jedem Rezept eine liebevolle, phantasievolle und lustige Geschichte aus dem Zauberwald und seiner Geschöpfe gibt. Anders als Affen, Lederhosen und Felle ist der Komolze mehr als nur Kult, nämlich wirklich praktisch. Selbst Kochanfängern unter widrigen Fahrtenbedingungen ist es mit dem Komolzen möglich geworden, ihre Freude an der gemeinsamen Mahlzeitenzubereitung zu entdecken. Vor dem Erscheinen des kleinen Komolzen konnte man auf Fahrt schon zufrieden sein, wenn es überhaupt etwas warmes zu essen gab. Nach dem Erscheinen des kleinen Komolzen musste man den Müttern bei Rückkehr von der Großfahrt hingegen auf drängeln ihrer mitgefahrenen Kindern die verwendeten Rezepte abschreiben oder direkt für jeden ein Exemplar des Komolzen besorgen. So war das damals. Der Nachschlag nun orientiert sich von der Art der Aufmachung her deutlich an seiner berühmten Vorlage. Es gibt die bekannten Rubriken (nur die Klassiker sind abgefrühstückt und neu hinzugekommen die Rubrik Grünzeug) und viele neue Geschichten aus dem Zauberwald,...

„Manuskript – Nur zum internen Gebrauch“...

  Wer einen Liedtext oder eine Melodie (oder einen Satz oder eine Bearbeitung) schreibt, hat das Urheberrecht an diesem. Wer einen Liedtext oder eine Melodie (eines anderen Urhebers) verwendet, hat das Urheberrecht zu beachten. Unproblematisch ist es, wenn ihr für euch selbst ein handgeschriebenes Liederbuch verfasst. Und sinnvoll durch das haptische Lernerlebnis ebenso. Sobald jedoch Liedtexte nicht nur für den privaten Gebrauch kopiert, vervielfältigt oder sogar öffentlich zugänglich gemacht werden (Internet, öffentlicher Verkauf), kommen wir in einen Bereich, in dem der Urheber des Liedes, also die Verfasser des Textes und der Melodie, ein Recht, also ggf.  einen  Anspruch auf Vergütung haben. Das Fotokopieren und das Scannen von Noten ist sogar grundsätzlich untersagt. “Die Vervielfältigung […] graphischer Aufzeichnungen von Werken der Musik […] ist, soweit sie nicht durch Abschreiben vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig[…].” Viele kennen den Hinweis aus käuflich erwerblichen Liederbüchern „Manuskript zur zum internen Gebrauch“. Diese Aussage ist Unsinn. Ebensolcher Unsinn ist es, einfach Liedtexte zu veröffentlichen und dann darunter zu schreiben, dass man um Hinweis bittet, sollte man damit das Urheberrecht verletzt haben. Denn nicht der Rechteinhaber muss aktiv die Nutzung seines Werkes kontrollieren, sondern alle anderen müssen sich die benötigten Nutzungsrechte explizit einräumen lassen, bevor sie zum Beispiel einen Liedtext im Internet zum Abruf bereitstellen dürfen. Ist trotz nachweislicher Bemühungen der Rechteinhaber nicht zu ermitteln gewesen, bringt das aber zumindest mildernde Umstände (§ 100 UrhG). Erstellt man also ein Liederbuch und möchte dies, egal ob käuflich oder kostenfrei, über den Kreis der eigenen Gruppe hinaus vertreiben, ist bei jedem einzelnen Lied zu prüfen, wer a) die Rechte am Text hat (der Verfasser oder hat er seine Verwertungsrechte z.B. an einen Verlag, an die VG Wort oder VG Musikedition abgetreten) und b) wer die Rechte an der Melodie...

Codex Patomomomensis

Nach über acht Jahren Arbeit ist das Liederbuch „Codex Patomomomensis“ endlich gedruckt worden. Erstellt wurde es vom Erfolgsduo Pato und Momo vom PB Nordlicht, welche sich in der Vergangenheit bereits durch das beliebteste Kochbuch der Bewegung „Der kleine Komolze“ einen Namen gemacht haben. Der Codex ist ein Liederbuch der etwas anderen Art. Er soll kein Fahrtenliederbuch sein, sondern vielmehr eine Quelle für Informationen. Denn oft ist der Liedtext nur eine Oberfläche, ein Vorhang, hinter dem sich die Geschichte erst richtig auszufalten beginnt. Mit dem Codex wollen die Autoren ein wenig Licht ins Dunkel werfen und die Lust zur Forschung wecken. Denn jedes Lied wirft Fragen auf: Was ist eigentlich ein Sarafan? Und wie hieß Jalava mit Vornamen, und wer ist dieser Jolly Roger-Typ? Was um alles in der Welt bedeutet „Lerman“? Von wem waren die drei Tropfen Blut im weißen Schnee (Gewußt? Denkste!)? Was haben Elvis und Olav Tryggvason gemeinsam? Und schließlich: Ist das Leben denn nun ein Spiel, oder nicht? Der Codex ist in dem für die Autoren typischen, sehr unterhaltsamen Stil geschrieben. So erfährt man unter anderem auch, daß wer als Allergiker gegen Muscheln reagiert, auch keine Kakerlaken essen sollte. Bereits einen Monat nach Erscheinen ist der Codex vergriffen gewesen, er wird aber ab Ende Mai wieder ausgeliefert. Der Codex hat das Format DIN A5 hochkant und ist in Taschenbuchqualität. Das umfangreiche Inhaltsverzeichnis ermöglicht die Suche nach diversen Titeln eines Liedes. Die Lieder sind nach Rubriken sortiert. Grifftabellen gibt es neben Gitarre und Mandoline ebenfalls für Mandola, Bouzouki (irisch und griechisch) und für die Ukulele. Bestellt werden kann der Codex im Internet, dort ist auch das vollständige Inhaltsverzeichnis aufgeführt. Übrigens ist soeben auch die 7. Auflage des „Kleinen Komolzen“ erschienen, dieser kostet jetzt 10 €. Becker, Tim Oliver (Pato) Rode, Paul (Momo)...