VCP widerruft Zeichnung der Steimker Grundsätze und verlässt den Dialog der Bünde...

Wenn längere Zeit nichts wesentliches in der Szene geschieht, hat man fast Sorge um die Spannung in der Berichterstattung. Dem hat der Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) nun aber mit einem Überraschungs-Coup erfolgreich abgeholfen. Wie der Bundesrat des VCP mitteilt, wird die erfolgte Unterzeichnung der Steimker Grundsätze widerrufen und die Teilnahme am Dialogprozess nicht fortführen. Der Bundesrat bildet innerhalb des VCP die Schnittstelle zwischen der Bundesleitung und den Ländern und trägt die Verantwortung für die inhaltliche Ausrichtung des Verbandes.  Ende Januar war er auf Burg Rieneck zusammengekommen und dabei, wie jetzt allgemein bekannt wurde, folgendes beschlossen: „Leider konnten die Personen aus dem VCP, die bis jetzt am „Dialog der Bünde“ teilgenommen haben, nicht am BR teilnehmen und ihre Sicht schildern. Der BR beschloss nach kurzer Diskussion, dass der VCP nicht an einem kommenden Mediationsprozess im Rahmen des „Dialogs der Bünde“ teilnehmen wird. Auch wurden die Bundesvorsitzenden vom BR beauftragt, dafür zu sorgen, dass der VCP als Verband nicht mehr als Unterzeichner der Steimker Grundsätze erscheint.“ Hoppla, was ist denn da passiert? Erinnern wir uns. Nach Vorwürfen hinsichtlich der „Rechtslastigkeit des Publikumsverkehrs“ auf der Jugendburg Ludwigstein waren die Bünde ab dem 03. November 2013 für ein Jahr von dieser ausgeschlossen worden, um die Zwischenzeit effektiv für eine eigene Verständigung darüber zu nutzen, was eigentlich geeignete Maßstäbe sind, um bestimmte Gruppierungen auf der Burg zuzulassen oder eben nicht. Dieser Prozess wurde vom „Dialog der Bünde“ geführt. Zu diesem waren mit jeweils zwei Vertreter aller Bünde und Verbände eingeladen, welche Arbeitsstunden auf Burg Ludwigstein geleistet hatten, eine Raumpatenschaft innehielten oder Mitgliedsbund in der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein sind. Die beiden Plätze wurden über die jeweiligen Bundesführungen vergeben. Da könnte man ja eigentlich annehmen, dass mit diesem Vorgehen sichergestellt sei, dass diese offiziell entsendeten Vertreter dann auch das...