Falsche Pfadfinder festgenommen

Wie mehrere Schweizer Zeitungen berichteten, wurde vergangene Woche zunächst ein Jugendlicher festgenommen, dem zur Last gelegt wurde, bereits seit längerer Zeit unter der falschen Behauptung, er sammle für einen Fußballverein, illegal Spenden gesammelt zu haben. Aufgeflogen war dies, nachdem einige Personen beim angeblich nutznießenden Fußballverein nachgefragt hatten und dieser von diesem Sammlungen jedoch nichts wusste. Der Verein hatte daraufhin Anzeige erstattet, die Polizei ermittelte wegen Betrugs, Bettelns und Widerhandlung gegen das Markenschutzgesetz und konnte den Jugendlichen auch rasch identifizieren. Bei ihren Ermittlungen erhielt die Polizei dann auch Hinweise auf zwei weitere Jugendliche, die im vergangenen Jahr im Bezirk Meilen und Hinwil im angeblichen Namen der Pfadi Geld gesammelt hatten. Auch diese beiden jungen Männer wurden zur Anzeige gebracht. Die Schweizer Polizei empfiehlt allen Bürgern,  in solchen Fällen mit ein paar Fragen genaueres zum Verein und der Spendenaktion zu erfahren. Zudem könnten die Personalien des Sammlers erbeten werden und auf der Website oder telefonisch Informationen beim Verein eingeholt werden. Bildnachweis: Eine Original-Spendendose (Archivbild) Quelle: u.a. züriost 12.10.2017 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Stamm Neuburg will klagen

Der ehemalige Geschäftsführer des Kreisjugendringes Neuburg-Schrobenhausen, Alois T., war vor kurzem zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Zu Last gelegt wurden dem 67-Jährigen Untreue in vier Fällen mit einer Gesamtsumme von 45 000 Euro. Alle weiteren Vorwürfe gegen ihn wurden eingestellt, eine Selbstbereicherung nicht festgestellt. Die DPSG-Pfadfinder vom Stamm Neuburg erklärten jedoch, dass ihnen ein Schaden im guten fünfstelligen Bereich entstanden sei und sie deshalb nun zivilrechtlich vorgehen wollen. Zum Hintergrund: Alois T. hatte den Posten des Geschäftsführers des KJR in Personalunion mit seinem Job als Kreisjugendpfleger ausgeführt. 44 Jahre lang. 2013 ging der 65-Jährige als Jugendpfleger in seinen Ruhestand und wurde, für ihn überraschend, im Anschluss auch von seinem Posten als Geschäftsführer des KJR entbunden. Als Begründung wurden „Probleme mit dem Tarifrecht bei der Beschäftigung eines Rentners“ genannt.  Tatsächlich waren dem Bayerischen Jugendring jedoch schon zu diesem Zeitpunkt „Auffälligkeiten“ in den Finanzen offenbar geworden und man hatte begonnen, diesen nachzugehen. Als unselbständige Gliederung wäre der KJR beispielsweise dazu verpflichtet gewesen, Arbeits- und Mietverträge dem BJR-Landesvorstand zur Genehmigung vorzulegen, was jedoch unterblieben war. So erfolgte 2014 also eine große Innenrevision durch den Bayerische Jugendring – die letzte soll Mitte der 90er stattgefunden haben. Seinen Prüfbericht legte er dann im November 2014 vor. Demnach wurden gravierende Mängel in der Buch- und Haushaltsführung des Kreisjugendrings (KJR) Neuburg-Schrobenhausen durch den langjährigen Pfadfinder-Nikolaus Alois T. festgestellt. Diese beinhalteten Verstöße gegen die Satzung, Unregelmäßigkeiten bei der Verbuchung von Einnahmen und Ausgaben sowie Verletzungen ordnungsgemäßer Aufzeichnungspflichten. Honorare für Ehrenamtliche wurden nicht versteuert. Die Buchführung war teilweise unvollständig. Es wurden Ausgaben ohne Absprachen getätigt, Zahlungen nicht quittiert sowie Stundenzettel ehrenamtlicher Betreuer nach der Auszahlung fingiert. Tankkarten sollen großzügig verteilt worden sein, zudem soll beim Getränkeverkauf getrickst worden sein und bevorzugte Mitarbeiter sollen überdurchschnittlich gut bezahlt worden sein. Die Staatsanwaltschaft hatte...

Jahresabschluss mit Fragezeichen

Es gibt klassische Fragen, bei denen der Mensch ganz allgemein eher dazu neigt, die Antwort künstlich nach unten zu korrigieren. Ein gewisser Bayern-Manager hat das getan. Bei manchen Fragen hingegen trägt man bei der Antwort bewusst dicker auf. Das trifft offenbar auf die Mitgliederzahlen mancher Bünde zu. Stellt man diese in Kontext mit der Anzahl an tatsächlich existierenden Stämmen oder mit den erwirtschafteten Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, so ist man versucht, sich die Augen zu reiben. Da hat jeder Stamm dann offenbar durchschnittlich 300 Mitglieder, von denen jedes einzelne aber nur wenig mehr als den Sozialtarif des Bundesbeitrages erbringt. Pikant wird es, stellt man die Frage nach der Motivation zur Schönung. Möglicherweise geht es um die Höhe an Zuschüssen, die dem Verband je nach Anzahl seiner Mitglieder zufließen? Ist dies, da der Wert unserer Arbeit sich sowieso schlecht in Mitgliederzahlen ausdrücken lässt, ein verständliches und notwendiges Mittel zum Ziel oder doch schlicht und ergreifend Betrug? Was würde geschehen, wenn die Förderung auf die tatsächliche Mitgliederzahl reduziert würde? Jedoch auch jetzt entsteht ein Schaden, nur eben an anderer Stelle. Und ob nur die PfadfinderInnen sich großzügig an dem Sozialstaat bedienen, darf getrost bezweifelt...

DPSG warnt vor Spendenabzocke

Unter dem Vorwand, für die örtlichen Pfadfinder Geld zu sammeln, war in den Sommermonaten ein Unbekannter in Bergisch-Gladbach unterwegs. Als die ansässigen DPSGer davon erfuhren, sahen sie sich zu einer Warnung an die Bevölkerung gezwungen, denn das Geld sei niemals bei ihnen angekommen, von daher sei von einem Betrugsdelikt auszugehen. Außerdem schalteten sie die Polizei ein. Die echten Pfadfinder seien an ihrer Kluft zu erkennen, hieß es in ihrer Warnung. Quelle: scouting...