Britische Pfadfinder als Verkehrspolizisten im Einsatz...

Die Freude an Probenarbeit und damit verbundenen Abzeichen ist bei den Pfadfindern im angloamerikanischen Raum bekanntlich weit verbreitet. Das „Community Challenge“-Abzeichen soll die Pfadfinder dazu anleiten, ein Bewusstsein für ihre Umwelt zu entwickeln und an ihrer Gestaltung mitzuwirken, indem sie z.B. für ein Haustier sorgen, sich über fremde Religionen informieren oder für einen guten Zweck sammeln. Möglich ist es aber auch, sich bei der Polizei, der Feuerwehr oder den Rettungsschwimmern über deren Arbeit zu informieren und in Erfahrung zu bringen, wie diesen ihre Arbeit erleichtert werden kann. Die Pfadfinder der 1st Shipston Scouts entschieden sich für letzteres und nahmen die Arbeitsaufforderung ganz wörtlich. An zwei Kontrollpunkten in Warwickshire, ihrem Heimatort, unterstützten mehrere 10-14 jährigen Pfadfinder zwei Stunden lang drei Verkehrspolizisten bei ihrem Einsatz. Nach einer mehrstündigen Einweisung in die Bedienung von Laserpistolen zur Geschwindigkeitsmessung und den Strafkatalog verteilten sie mündliche Verwarnungen, offizielle Bußgelder (a £60) und auch „Punkte“. Der Sprecher der britischen Autofahrervereinigung war über dieses Vorgehen erboßt, es sei ein Unding, die Pfadfinder auf diese Weise zu missbrauchen und sie einer eventuellen Gefährdung auszusetzen. Die Polizisten und auch die Pfadfinder wiesen die Vorwürfe zurück. Quelle: scouting...

Pfadfinder-Erziehung gegen Raubkopien...

Wie zuletzt berichtet, stieß die Maßnahme der Regierung von Hong Kong, Pfadfinder zu Wächtern über das Urheberrecht zu machen, auf großes Interesse in Amerika. Jetzt ist es soweit: Die US-Filmindustrie (Motion Picture Association of America – MPAA) hat ein Aktivitätsabzeichen finanziert, das die Pfadfinder in der Region von Los Angeles erhalten, wenn sie sich über das Urheberrecht aufklären lassen.Die meisten Medien hierzulande sehen das ausgesprochen kritisch: Die Pfadfinderei lasse sich vor den Karren der Filmlobby spannen. Das Aktivitätsabzeichen zeigt eine Filmrolle, eine CD sowie das Copyright-Symbol. Der Lehrplan der Aufklärungskampagne zum Urheberrecht wurde zwar unter Mitwirkung von Pfadfindern, jedoch maßgeblich von der Filmindustrie selbst ausgearbeitet. Neben Grundlagen des Urheberrechts bekommen die Pfadfinder auch vermittelt, woran man geschütztes Material erkennen kann und wie illegale Filmkopierer vorgehen. Außerdem besuchen die Pfadfinder ein Filmstudio, um zu sehen, wie viele Existenzen am legalen Verkauf hängen. Zudem werden die Pfadfinder aufgefordert, zu Botschaftern zu werden und das Gelernte an ihre Umgebung weiterzugeben. Vorerst wird das Programm für rund 52.000 Pfadfinder im Alter zwischen sechs und 21 Jahren angeboten, im nächsten Jahr soll das Projekt gegebenenfalls auf ganz Kalifornien ausgeweitet werden. Im Gegensatz zu einem Verdienstabzeichen wird ein Aktivitätsabzeichen nicht verlangt, um in der Pfadfinderrangordnung aufzusteigen. Nach Aussagen des „Institute for Policy Innovation“ verursachte die Filmpiraterie allein in der USA und im Jahr 2005 einen Schaden von 26837 Millionen (!) US-Dollar und 141.030 verlorenen Arbeitsplätzen. Quelle: scouting...