Beweggründe weiterhin eher unklar...

Die Gründe, welche den Bundesrat des VCP dazu brachten, überraschend seinen Rückzug aus dem Dialog der Bünde (DdB) zu beschließen und seine Zeichnung der Steimker Grundsätze rückgängig zu machen, sind weiterhin eher unklar, auch nach der Veröffentlichung einer Stellungnahme. Allerdings hat sich inzwischen ein Vertreter des VCP im Dialog der Bünde zu Wort gemeldet und um Klarstellung der Scouting-Berichterstattung gebeten. Sie (Magges und Daniela) hätten keinesfalls „auf eigene Faust“ ein „Dokument mit Tragweite“ (=Steimker Grundsätze) „einfach so mal kurz“ für den VCP unterschrieben. Auch habe der VCP, „besser gesagt die Leitungsebene“, die Zeichnung der Steimker Grundsätze ihrem Verständnis nach nicht „widerrufen“. Vielmehr möchte die Leitungsebene „im Zuge des Ausscheidens des Verbandes aus dem DdB-prozess […] nun auch nicht mehr offiziell unter Veröffentlichungen des DdB erschein[en]“, denn „man hat nach dem Ausscheiden nichts mehr mit diesem Projekt zu tun, eine Nennung ist somit nicht mehr angebracht.“ Das sei ein wesentlicher Unterschied und die falsche Berichterstattung in der Scouting trage zu prägender und ggf. langanhaltender Mythenbildung bei. Nun kann man nach meinem Verständnis durchaus beschließen, aus einem Prozess auszuscheiden und fortan auf künftigen Veröffentlichungen nicht mehr genannt werden wollen. Aber in meinen Augen entspricht das Auslöschen eines Namens, der bereits genannt war, sehr wohl einem Widerruf, denn es verändert die Vergangenheit, nicht nur die Zukunft. Fassen wir also zusammen: Die Vertreter des VCP waren nach ihrer eigenen Aussage offiziell sowohl durch die Bundesleitung, als auch den Bundesrat des VCP ernannt und entsendet. Die Steimker Grundsätze waren der Bundesleitung durch die Vertreter des VCP im DdB unmittelbar zugänglich gemacht worden – und zwar vor der Unterzeichnung. Die Vertreter gehen davon aus, dass die entsprechenden Informationen zeitnah an den Bundesrat weitergeleitet worden sind, also bereits im Sommer 2014.  Es erfolgte keine Reaktion des Bundesrates dergestalt, dass man diese...