Gedenktag: Michael (Walther Jansen)...

Heute vor 57 Jahren, am 05. November 1959, verstarb Michael (Walther Jansen) nach kurzer Krankheit im Alter von 62 Jahren in Hamburg. Michael war war einer der bedeutendsten Führer der Deutschen Pfadfinderbewegung bereits vor dem zweiten Weltkrieg, nach diesem Mitbegründer und Bundesvogt des heutigen Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) und Stifter des Ordens Sankt Georg als weiteren Bundesteil des DPB.Michael wurde am 27. Oktober 1897 in Breslau geboren. Um 1908 kam er erstmals mit einer bündischen Gruppierung in Kontakt. Im ersten Weltkrieg täuschte er, wie viele andere seiner Generation auch, ein höheres Alter vor, um sich freiwillig für den Kriegsdienst zu melden. Nach eigener Aussage war er einer der Überlebenden der Schlacht von Langemarck, die als Mythos und glorifiziert ihren Weg in die bündische Geschichtsschreibung fand. Die Militärdienstbescheinigung von Michael gibt seinen Einsatzort zum Zeitpunkt der Schlacht jedoch abweichend mit „westlich der Argonnen“ an. Dies ist die erste, aber nicht letzte Frage, die sein Lebenslauf aufwirft. 1922 war Michael an der Gründung des Neudeutschen Pfadfinderbundes beteiligt und nahm hier entscheidenden geistigen Einfluss. Im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Illegalität in den Jahren nach der nationalsozialistischen Machtübernahme entstand unter Beteiligung von Michael 1932 die Reichsschaft Deutscher Pfadfinder, die sich 1933 mit anderen zum Großdeutschen Bund zusammenschloss, den sie aber bereits wenig später wieder verließ, um der drohenden Zwangsauflösung durch das Regime zu entgegen, was allerdings nur kurzfristig gelang. Verstrickungen des Einzelnen mit dem Regime sind ein Signum des Lebens in totalitären Staaten. Davon blieb auch Michael nicht verschont. Und während seine Tätigkeit als Agent der Gestapo sehr gut belegt ist, gibt es für die ihn „entlastetenden“ Tätigkeiten, wie der Beihilfe zur Flucht von politisch Verfolgten über die deutsch-niederländische Grenze, keine unmittelbaren Zeugen. Nach dem Krieg verschwieg Michael seine Mitgliedschaft in der NSDAP (in der er aber tatsächlich durch...

Fünfzehnjähriger Pfadfinder vereitelt Attentat auf Präsidenten...

Die Malediven feiern einen 15-jährigen Pfadfinder, dessen beherztes Eingreifen gegen einen Attentäter dem Präsidenten vermutlich das Leben gerettet hat. Der junge Mohammed Jaisham Ibrahim fing mit seiner Hand das Messer ab, das der Attentäter dem Präsidenten Mohammed Abdul Gayoom in den Bauch rammen wollte. Dabei zerriß das Hemd des Präsidenten, der Pfadfinder selbst wurde an der Hand verletzt. Der Attentäter hatte in einer Menschenmenge auf die Ankunft des Staatschefs gewartet und derweil das Messer in einer maledivischen Flagge versteckt. Nach dem fehlgeschlagenen Angriff konnte er überwältigt werden. Der Präsident hielt anschließend eine Rede, in der er dem Jugendlichen dankte und die Bevölkerung zur Ruhe aufrief. Vermutlich hatte die Tat politische Motive. In den letzten Jahren nahm der Widerstand gegen die nun schon dreißigjährige Herrschaft des 70-jährigen Gayoom zu. Quelle: scouting...