Buchvorstellung „Quellen zur Geschichte der Jugendbwegung“...

Unter dem Titel „100 Jahre Hoher Meißner (1913 – 2013)“ haben Prof. Dr. Barbara Stambolis und Prof. Dr. Jürgen Reulecke einen Sammelband mit „Quellen zur Geschichte der Jugendbewegung“ herausgegeben. In einer Fleißarbeit von knapp über 500 Seiten werden die unterschiedlichsten Quellen zu dem Jahrhundertereignis des 1. Freideutschen Jugendtages auf dem Hohen Meißner zitiert und kommentiert. Das Ereignis von 1913 hatte für eine ganze Reihe von jugendbewegten Generationen eine kaum zu unterschätzende Bedeutung. Nicht zuletzt die dort entstandene „Meißnerformel“ wurde in und mit ihren Formulierungen immer wieder neu gedeutet und ausgelegt. Das Buch ist  für harte Geschichtsfreaks geeignet, andererseits eine sehr saubere Sammlung der wesentlichen Äußerungen und Artikel, die zum Thema erschienen sind. Nicht jeder verfügt schließlich über die original historischen Quellen. Im ersten Teil werden die Texte durch Bildmaterial dokumentiert, was die Leseleistung eindeutig steigert. Die Problematik neugesetzter Texte zeigt sich am Abdruck der Originaleinladung zum Meißnertreffen. Es ist eben etwas anderes das Original zu betrachten und den Zeitgeist mitzunehmen – aber dieses Gefühl können wohl nur Originale hervorrufen. Für Historiker insgesamt eine umfangreiche und interessante Zusammenstellung. Das Buch ist als Band 18 in der Schriftenreihe „Jugendbewegung und Jugendkulturen“ erschienen, die Fortsetzung der früheren Reihe „Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung“. Den Preis von 70 Euro (exakt 69,99) werde ich nicht kommentieren. Rückentext: Die Herausgeber Prof. Dr. Barbara Stambolis lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Paderborn. Prof. Dr. Jürgen Reulecke ist emeritierter Professor für Zeitgeschichte an der Universität Gießen. 2013 jährte sich der erste Freideutsche Jugendtag auf dem Meißner zum hundertsten Mal. Das Ereignis von 1913 hatte für eine ganze Reihe von jugendbewegten Erlebnisgenerationen eine kaum zu unterschätzende Bedeutung. Nicht zuletzt die dort entstandene >Meißnerformel< mit ihren Fahnenwörtern >eigene Bestimmung<, >eigene Verantwortung< und >innere Wahrhaftigkeit< wurde immer wieder neu gedeutet. Die in dieser...

Meißner 2013 ist beendet

Nach einer Woche voll gemeinsamen Schaffen, Diskutieren und Singen setzte der Abschlusskreis dem Meißner 2013 an diesem Sonntag um 11 Uhr ein „plötzliches“ Ende. Auch wir von der Redaktion wollen hiermit unseren herzlichen Dank an die Organisatoren und alle 3500 Teilnehmer aussprechen. Selbstverständlich werden wir in aller Ausführlichkeit in unserem Jahrbuch über das Meißnerlager, die Meißnerfahrt, die Meißnerausstellung in Nürnberg berichten, schaut einfach rein. Der große Bericht des Fernsehsenders Phoenix soll aller Voraussicht nach an diesem Wochenende ausgestrahlt werden, ist in der Programmübersicht jedoch noch nicht zu finden. Wer jetzt schon einen Film (wenn auch einen kurzen) sehen möchte, sei auf die ARD...

100 Jahre Pfadfinderinnen in Karlsruhe – Die Burg Karlsruhe (BdP) feiert am Pfingstsonntag 2013 Jubiläum...

Der BdP-Stamm ‚Burg Karlsruhe‘ blickt auf eine 100-jährige Tradition zurück, die sie am Pfingstsonntag 2013 mit Freunden, Ehemaligen und Interessierten feiern! Angefangen hat alles 1913 als eine der ersten Pfadfinderinnengruppen in Deutschland. In einem Jahrbuch für Mädchen für das Jahr 1914 wird von einer Fahrt dieser Gruppe in die Schweiz berichtet. Von da an sind die Karlsruher Pfadfinderinnen kontinuierlich bis zur Auflösung des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen 1933 im Adressbuch der Stadt zu finden. Außerdem waren die  „Maiden“ der Burg, wie sich die Pfadfinderinnen in den 20er Jahren nannten, aktiv bei der Gestaltung ihrer Bundeszeitschrift „Die Pfadfinderin“ beteiligt, weswegen u.a. ein Winterfahrtenbericht und die Schilderung einer Versprechensfeier überliefert sind und Einblicke in das konkrete Gruppenleben geben. Nach der Auflösung im Nationalsozialismus entstand die Gruppe unter dem Vorkriegsnamen nach dem Zweiten Weltkrieg im Bund Deutscher Pfadfinderinnen wieder. Erst in den 1970er Jahren kamen auch Jungs dazu. Der bis dahin weibliche Bund Deutscher Pfadfinderinnen fusionierte mit dem Bund der Pfadfinder zum heutigen Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP). Die Burg Karlsruhe behielt ihren traditionsreichen Namen, weswegen heute oft die eigentlich nicht wirklich sinnvolle Dopplung „Stamm Burg Karlsruhe“ verwendet wird. Das Jubiläum begehen die aktiven Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Burg am Pfingstsonntag mit einem großen Fest im Jugendheim Anne Frank. Eine große Ausstellung illustriert die Geschichte der Burg, der Singekreis „Silberburg“ und der Karlsruher „Chor der Wandervögel und Pfadfinder“ umrahmen die Feierstunde am Nachmittag. Abends dann schließen ein Konzert des „Bündchen“ und ein Jurtenabend den Tag (die Nacht?) ab. Wer mitfeiern will ist herzlich eingeladen. (jubilaeum@burg-karlsruhe.de) Autor:...