Gedenktag: tusk – Eberhard Koebel...

Heute vor 62 Jahren, am 31. August 1955 verstarb tusk – Eberhard Koebel in Berlin. tusk („der Deutsche“) war Gründer der dj.1.11. und formte einen Stil, der weit über die deutsche jungenschaft selbst und bis heute nachwirkt. So entwickelte er die Kohte und die Jungenschaftsjacke, die insbesondere von „bündisch“ geprägten Jugendgruppen bis heute verwendet werden. Auch die Kleinschreibung brachte er in die Bewegung ein. Seine Werke, wie der „gespannte bogen“ oder seinen „fahrtenbericht 29“ zu Lappland gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen seines umfangreichen Schaffens. Den ausführlichen Wikipediaeintrag zu tusk findet ihr hier. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Falado

Heute vor vier Jahren, am 09. August 2013, sank die Brigantine „Falado von Rhodos“ vor der Küste Islands. Bei dem Unglück wurde niemand verletzt, das Schiff selbst allerdings verblieb auf See. Sie war ein (sehr schönes) Segelschiff für Gruppen der bündischen Jugend. Gebaut worden war die Falado 1968 in Griechenland im Auftrag des Altphilologen Herbert Hörhager. Dieser nutze zunächst das Schiff, um griechische Seeschlachten für seine Studenten erlebbar zu machen. Doch schon bald wurde die Idee Realität, das Schiff für Hochseefahrten der bündischen Jugend zur Verfügung zu stellen. Nach dem Tod des Eigners ging die Falado in die Hände des gleichnamigen Vereines über. Der nach dem Versinken der Falado veröffentlichte Untersuchungsbericht der BSU unterstellte neben grundsätzlicher Konstruktionsschwächen und darauf unangepasster Motorisierung der Falado auch einen unzureichenden Gesamtzustand des doch in die Jahre gekommenen Schiffes. Die Falado sei zum Zeitpunkt des Unglücks, trotz der dauerhaften Instandhaltungsbemühungen, nicht mehr in seetauglicher Form gewesen. Die Entscheidung des Vereines, sie dennoch mit Jugendlichen an Bord nach Island zu schicken, sei unverantwortlich gewesen. Der Verein wies und weist diese Vorwürfe von sich und begründet dies auch mit sachlichen Fehlern im Untersuchungsbericht. Mit großer finanzieller Unterstützung zahlreicher Spender konnte der Verein die „Whydah“ als Ersatz für die versunkene Falado erwerben. Damit kann der Traum von Segeln auch auf hoher See fortgesetzt werden. Ein echt schönes Video (Grüße auch an Shorty und Tigger!) von einem Törn auf der Falado in 2011 findet ihr hier. Und ein schönes Doku-Bild wurde zufälligerweise von einem google-Streetview-Wagen kurz vor der Versenkung gemacht. „Unser Schiff – Eine Chronik der Brigantine Falado von Rhodos“ Wikipediaeintrag über die Falado Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Herbert Westenburger (Berry)...

Heute vor zwei Jahren, am 08. August 2015, verstarb der Autor Herbert „Berry“ Westenburger in seinem 95. Lebensjahr. Berry wurde am 5. Januar 1920 in Frankfurt geboren. In seinem Werk „Wir pfeifen auf den ganzten Schwindel“ schildert Berry die Geschichte eines 12jährigen Knaben mit jüdischen Vorfahren, der versucht, in einer Freundesrunde die Ideale der inzwischen verbotenen freien Jugendbewegung, der „bündischen Jugend“, trotz Ausgrenzung, Haft und Gestapoterror aufrechtzuerhalten. Als Heranwachsende werden die Freunde Soldaten für Hitlers Angriffskrieg. Obwohl Soldat, zuletzt bis zur Niederlage im Afrika-Korps, hinderte dies die Rassenfanatiker nicht daran, seine Mutter als „Halbjüdin“ nach Auschwitz zu deportieren, wo sie 1943 emordet wurde. Es ist die persönliche Lebensgeschichte von Berry. Seine bündische „Karriere“ beginnt dort mit einem bundesunmittelbaren Fähnlein im Nerother Wandervogel, welches bis zur Auflösung 1932 beisammen bleibt und dessen „harter Kern“ dann in zu einer illegalen Jungenschaft findet und trotz Endeckung und Gestapohaft den Kontakt zueinander nicht verliert. Nach dem Krieg wurde Berry einer der Neubegründer der Jungenschaft in Hessen. Allein zwischen 2008 und 2010 hielt Berry 75 Lesungen (!) vor Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um seine persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen an diese weiter zu geben und wider das Vergessen der Gräuel anzugehen. 1992 erhielt Berry die Johanna-Kirchner-Medaille für seinen Widerstand während des Nationalsozialistischen Regime, im Jahr 2010 das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Jugendbildung und Friedensarbeit. Siehe hierzu ausführlich Berrys Homepage. Die Beerdigung fand am 9. September 2015 statt, an einem der letzten sonnigen und warmen Sommertage des Jahres. Hier das Video von der Beerdigung. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Agnes Baden-Powell

Heute vor 72 Jahren, am 02. Juni 1945, verstarb im Alter von 86 Jahren Agnes Baden-Powell (Azzie). Sie war die Schwester von Bi-Pi und die erste Weltführerin der Pfadfinderinnenbewegung nach deren Gründung im Jahre 1910. Aus ihrer Feder stammt das „Handbook of the Girl Guides“. Ihre wesentliche Rolle bei der Gründung der weltweiten Pfadfinderinnenbewegung wurde hierzulande viele Jahre gänzlich unterschätzt – galt doch ihre Nachfolgerin ab 1917, Olave Baden-Powell, die Ehefrau des Gründers, als diejenige, der sämtliche Verdienste zustanden und welcher beim „Founders Day“ jährlich am 22.02. gedacht wird. Agnes blieb jedoch stellvertretende Vorsitzende der Girl Guides bis zu ihrem Tode. Ihr oblag es, in den schwierigen Anfangsjahren der Pfadfinderinnenbewegung, Vorurteile aus dem Wege zu räumen, dass es sich bei den Pfadfinderinnen um eine Art Amazonenzusammenschluss handle und aus der jungen, rasch wachsenden Bewegung eine Organisation zu formen. Mehr zu Agnes Baden-Powell insbesondere auf den englischen Wikipediaseiten. Und für die Spanischkenner (oder was auch immer, mir kommt das jedenfalls Spanisch vor) hier ein Dokumentationsvideo über Agnes. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Olave Baden-Powell

Heute vor 40 Jahren, am 25. Juni 1977, verstarb im Alter von 88 Jahren Olave Baden-Powell in England. Sie war die Ehefrau des Gründers der Pfadfinderbewegung und wurde in Nachfolge von Azzie Baden-Powell ab 1917 Chefin der noch jungen Pfadfinderinnenbewegung. Olave traf ihren späteren Ehemann BiPi erstmals im Jahr 1912 auf einer Atlantiküberquerung nach New York. Trotz des großen Altersunterschiedes von 32 Jahren heirateten sie zehn Monate später. Zwei Jahre später bot Olave der Pfadfinderinnenorganisation ihre Mitarbeit an, wurde von deren Chefin Azzie jedoch zunächst zurückgewiesen. Doch bereits 1916 wurde Olave zur obersten Führerin (Chief Commissioner) gewählt, entfaltete trotz ihrer noch jungen Kinder eine rege Reisetätigkeit im Dienste der Pfadfinderei und baute neue Gruppen auf. Im Jahr 1930 wurde sie zur Weltführerin der Pfadfinderinnen gewählt. 1939 siedelte sie mit ihrem Ehemann nach Kenia über, wo er knapp anderthalb Jahre später im Alter von 83 Jahren verstarb. Im Folgejahr kehrte sie nach England zurück und war, solange es ihre Gesundheit erlaubte, weiterhin sehr rege für die Pfadfinderinnen tätig. Hier ein Video zu ihrem Leben. Wikipediatext über Olave Baden-Powell Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Gerhard Neudorf

Heute vor drei Jahren, am 06. Juni 2014, ist Gerhard Neudorf friedlich im Kreise seiner Familie entschlafen. Er wurde 75 Jahre alt. Seine bündische Heimat hatte Gerhard im Wandervogel Deutscher Bund (WVDB), dessen Gruppe in Langen er vor über vierzig Jahren gegründet hatte. Daneben war er Mitbegründer der „Kulturinitiative lebendig leben“, welche 1988 während des damals 75-jährigen Meissnerlagers entstand. Aus dem Geiste der idealistischen deutschen Jugendbewegung und ihrem eigenen lebendigen Leben und Denken heraus wollte (und will) die Kulurinitiative an heutigen Aufgaben arbeiten. Dieses Anliegen war nicht nur eng mit der Person von Gerhard verknüpft – er verkörperte sie auch in seinem eigenen Leben. Mit musischen, pädagogischen und wirtschaftspolitischen Seminaren, Tanzwochen, durch ihre Zeitschrift ‚Idee und Bewegung‘ und besonders mit ihren Festen u.a. auf Burg Ludwigstein hat die Kulturinitiative einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Ohne Gerhard, sein unermüdliches Engagement, seine Begeisterungsfähigkeit und Lebensfreude, seinen Idealismus und Schwung, sein Menschenbild und seine Bildungsauffassung und sein vielfältiges und offenes Wesen wäre all dies kaum möglich gewesen. Gerhard war auch langjähriger Herausgeber der Zeitschrift der Kulturinititiative ‚Idee und Bewegung‘. Bildnachweis: www.vdh-ki.de Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...