Wir trauern um Hein Kröher *17.09.1927 +14.02.2016...

Eine Nachricht des Mindener Kreises: „Hein“, Heiner Kröher, das „Nerother Urgestein“ jugendbewegten Gesanges, ist gestern, am 14. Februar, aus einer Operation, die ihm Heilung bringen sollte, leider nicht mehr erwacht. Mit seinem Zwillings- und Sangesbruder Oss hat er nicht nur den Mitgliedern der Jugendbewegung am Lagerfeuer sondern als stimmgewaltiges Mitglied von „Hein und Oss“ auf den Bühnen der Welt auch vielen, vielen anderen Menschen sowohl das deutsche Lied als auch die von ihnen intonierten Lieder vieler Länder und Völker nahegebracht und seine  Zuhörer erfreut. Die Erlebnisse des Duos „Hein und Oss“ sind  in dem jüngst erschienenen Erlebnisbericht „Fahrende Sänger“ seines Bruders Oskar Kröher lebensnah und eindrucksvoll geschildert. Unsere Anteilnahme gilt den Mitgliedern von Heiners Familie sowie seinem Bruder Oss, dessen Frau Gretel und seinen Söhnen. Wir trauern mit ihnen um einen großartigen  Sänger, der seine vielen Zuhörer insbesondere für die bündischen Lieder begeistert hat. In einem 1990 von Oss geschriebenen Lied heißt es zum Lobpreis der Elemente  „…singen wir Feuer, Wasser, Luft, bis uns die Erde ruft“. Nun hat ihr Ruf Hein erreicht – möge er in ihr in Frieden ruhen. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Zum Tode von defense Dez05

Zum Tode von defense

Am vergangenen Freitagabend ist defense, der frühere Bundesvogt des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) friedlich im Beisein eines Bundesbruders entschlafen. Er wünschte keinen Nachruf. Wer ihn kannte, wird ihn nicht vergessen.

Nachruf auf Herbert „berry“ Westenburger ( 05.01.1920 – 08.08.2015) Sep14

Nachruf auf Herbert „berry“ Westenburger ( 05.01.1920 – 08.08.2015)...

Hier der Nachruf auf Berry von Eckard Holler: „Mit dem Tod von „berry“, wie Herbert Westenburger genannt wurde, verliert die Bündische Jugend eine herausragende und öffentlich bekannte Persönlichkeit. Er war einer der letzten Vertreter des bündischen Jugendwiderstandes gegen den Nationalsozialismus und wurde für sein beispielhaftes Widerstandsverhalten während der NS-Diktatur 1992 mit der Johanna-Kirchner-Medaille und 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am Beispiel seines Bündischen Freundeskreises zeigte er bei unzähligen Lesungen, dass relevante Teile der Bündischen Jugend sich dem Nationalsozialismus verweigerten. Ihre Gruppen bestanden trotz des behördlichen Verbots als Freundeskreise weiter und besaßen aufgrund ihres spezifischen bündischen Stils die nötige Resistenz, um sich gegen den Verfolgungsdruck zu behaupten. Ohne es zunächst zu beabsichtigen, wurden sie zu Orten eines passiven Widerstandes, der den Totalitätsanspruch der HJ in Frage stellte. Die Formen des Eigenlebens, an dem sich der Freundeskreis von berry orientierte, war zum einen vom Nerother Wandervogel, von dem berry 1932 im Alter von zwölf Jahren gekeilt worden war, und zum andern von der dj.1.11 entwickelt worden, zu deren Resten berry 1936 in Frankfurt Kontakt bekam. Von dem von tusk gegründeten Jungenbund „dj.1.11“ war berry derart fasziniert, dass für ihn Familie und Berufsausbildung an Bedeutung verloren und der Bau der „märchenhaften Welt der dj.1.11″ sein Lebensziel wurde. Das Risiko, entdeckt zu werden, wurde in jugendbewegter Unbekümmertheit als unbedeutend eingestuft. Das ging zwei Jahre gut. Berrys Gruppe wuchs schnell auf 20 Teilnehmer an. In der Gleimstraße richtete sie eine rotgraue Garnison nach tusks Berliner Vorbild ein, frönte einem Kosakenkult mit den Liedern des Chors von Serge Jaroff, trug selbstgeschneiderte Rubaschkas, Stiefel und Pelzmützen und trank den Tee aus einem russischen Samowar. Im Taunus bei Wüstems baute sie eine Hütte als Treffpunkt aus. Zur Absicherung des Fahrtenbetriebs wurde der „Bündische Selbstschutz“ als ein Netzwerk aus sicheren Übernachtungsmöglichkeiten bei Freunden,...

Herbert „Berry“ Westenburger wurde in Frankfurt beerdigt Sep11

Herbert „Berry“ Westenburger wurde in Frankfurt beerdigt...

Die Weite, die grenzenlose Weite … Am Mittwoch, den 9. September wurde unter großer bündischer Anteilnahme Herbert „Berry“ Westenburger (geboren am 5.01.1920, gestorben am 08.08.2015) auf dem Friedhof Bonames in Frankfurt zu Grabe getragen. Die Feier begann mit dem Lied „Die Weite, die grenzenlos in sich das Leben verschließt…)“. Die Trauerrede hielt Prof. Dr. Jürgen Reulecke. Rund 250 Freunde und Gefährten aus diesem langen Leben waren zusammengekommen um Abschied zu nehmen. Die Urne wurde getragen von Oss Kröher. Berry wurde an der Seite seiner Frau, die schon vor einigen Jahren verstorben war, beerdigt. Für Berry erklang das Lied „Auf vielen Straßen dieser Welt“. Oss Kröher senkte die Urne, unter muskalischer Begleitung von Jürgen Messmacher, ab. (scouting Redation) weitere Videos demnächste Woche auf dem Youtubekanal von...

Herbert „Berry“ Westenburger verstorben Aug08

Herbert „Berry“ Westenburger verstorben...

Heute ist Herbert Berry Westenburger im Alter von 95 Jahren verstorben. Eine große Persönlichkeit der Bündischen Bewegung ist damit von uns gegangen. Unsere Gedanken sind bei seinen Freunden und seiner Familie. (scouting Redaktion)

Nachruf auf Reiner Rolff Dez20

Nachruf auf Reiner Rolff

Reiner Rolff, ehemals Mitglied der BdP- Bundesleitung aus dem BdP Berlin, ist am 10. Dezember in Dingle, Co. Kerry/ Irland gestorben. Vielen war er schlicht als „der deutsche Pfadfinder, der in Irland lebt“, bekannt. Ich traf ihn irgendwann in den neunziger Jahren in Dingle am Pier, umringt von einer ganzen Horde junger BdP-Pfadfinder, die wild auf ihn einredeten. Wohl jeder, der eine Reise nach Irland plante, bekam gesagt: Kommst du an die Westküste, fahre nach Dingle, fahre zu Reiner. In seinem weißen Haus „Tigh an Atha Gharbhan“, welches man am besten finden konnte, wenn man im örtlichen Pub nach dem Weg fragte, gingen in den Sommermonaten zahlreiche Gruppen ein und aus, fanden Herberge im Garten oder der Steinjurte und zahlreiche Tipps und Ratschläge, auch zum wahren Erfassen von Irland: „Erst das sozusagen lautlose Anschmiegen an das Fahrtengebiet und das sensible Erfahren und Erkennen seiner „inneren“ Verfassung wird zum wesentlichen Unterschied gegenüber einem grobschlächtigen Tourismus.“ Reiner Rolff war bereits in den siebziger Jahren nach Irland übergesiedelt, hatte eine halb zerfallene Kate mit Grund erworben und lebte dort mit seiner Frau seinen ganz persönlichen Traum. Aber er hielt auch über 1000Km Entfernung  weiterhin Kontakt zu seinem BdP.  Von seiner neuen Heimat aus unterstützte er auch organisatorisch die Bundesfahrt des BdP im Jahr 1984 nach Irland. Eckhard Ladne schrieb 1992 über Reiner und dessen Menschenbild: „Klassische Jugendbewegung“ ist in seinen [Reiners] Worten „ein Netzwerk zwischenmenschlicher Beziehungen; menschenbildnerisch wirksam; ganzheitlich im Denken, Fühlen und Wollen; gegründet auf verbindlichen, kleinen Gruppen, bezeichnet durch Dezentralisierung; offen für Sinnfragen und Wesenserkenntnis; bereit zur Entfaltung aller Sinne des Menschen; verpflichtet eher dem Sein als dem Haben; ein Weg, ein Prozeß eher als eine Organisation; zukunftsweisend in einer gestrigen Gesellschaft; die Bewegung eines Anfangs; Teil eines weltweiten Paradigmata-Wechsels . . Womit letztendlich ein umfassendes...