Nachruf auf „Hexe“ – Erika Hermes Jan27

Nachruf auf „Hexe“ – Erika Hermes...

Am 10. Januar entschlief „Hexe“ (Erika Hermes) friedlich im Alter von 90 Jahren. Die Urnenbestattung erfolgt am 11. Februar ab 13 Uhr im Friedwald Reinhardswald /nahe Sababurg. Die Stiftung Pfadfinden des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) veröffentlichte folgenden Nachruf: „Hexe war ihr ganzes Leben lang eine engagierte Pfadfinderin, eine große Persönlichkeit im Bund Deutscher Pfadfinderinnen und im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Als Bundesmeisterin des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen wohnte sie in Immenhausen und prägte von dort aus den Bund. Hexe engagierte sich in der Fusion mit dem Bund der Pfadfinder. Sie wurde erste Generalsekretärin im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. 1988 erhielt Hexe für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz. Hexe hat die Grundlagen der Stiftung Pfadfinden gelegt. Zusammen mit Herbert Berheide (Klopfer), Roland Fiedler, Tom Levine, Björn Seelbach und Karin Dittrich-Brauner hat sie Stiftungsgründung vorbereitet. Über zwei Jahre von 1996 bis 1998 traf sich das Team regelmäßig um Konzepte zu entwickeln, Unterlagen zu erstellen, mögliche Stifter anzuschreiben, rechtliche Grundlagen zu klären und vieles mehr. Häufig fanden die Treffen bei Hexe zuhause in Lich statt, unterstützt durch leckeren Schokokuchen oder andere kulinarische Highlights. Hexe übernahm in dieser Vorbereitungsphase die Korrespondenz und nutzte ihre vielfältigen Erfahrungen und Kontakte, um die Stiftung auf den richtigen Weg zu bringen. Hexe gehörte mit der Stifternummer 27 auch zu den Gründungsstifter*innen. Sie verfolgte die Aktivitäten der Stiftung in den kommenden Jahren mit großem Interesse, wollte aber sich aber auf Grund ihres Alters nicht mehr in Vorstand oder Kuratorium engagieren. Nun hat Hexe im Alter von 90 Jahren ihren Lebensweg vollendet.“ Mögen Ihre Taten fortbestehen und sie selbst unvergessen sein. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Zum Tod von „Jacky“ Jürgen Jacobi-van Beek Mai23

Zum Tod von „Jacky“ Jürgen Jacobi-van Beek...

Der im Alter von 73 Jahren verstorbene „Jacky“ Jürgen Jacobi-van Beek war seit 2005 künstlerischer Leiter und Motor des Pfingstfestivals der Liedermacher auf der Waldeck. Sein Tod in der Woche vor Pfingsten überschattete das diesjährige Festival, denn seine Nachfolge ist noch ungeklärt, doch alle sind sich einig: Das Festival darf nicht sterben. Jacky wurde 1942 in Düsseldorf geboren und wuchs in Neuss auf, wo er auch seine Ausbilung zum Grafiker machte. Mit seiner Neusser Musikgruppe, später den Pontocs verschlug es ihn 1959 musikalisch auf die Waldeck. Auch seine Frau Babusch lernte er bei einem Liederfest auf der Waldeck kennen. Nach dem Brand des Säulenhauses war er 1976 Mitglied des Trägervereines geworden. Als Freund Griechenlands hatte er persönlich eine Vorliebe für den Musikstil Rembetiko, spielte Gitarre und sang, erlernte im höheren Alter dann noch Tuba, war dann Mitglied im sinfonischen Schulorchester und bei der Böhler Werkskapelle, Düsseldorf (nach seiner Eigenaussage dem besten Amateurorchester am Niederrhein, jedenfalls im Bereich sinfonischer Blasmusik). Auch war er Mitglied der deutschen Bellman-Gesellschaft. In 2004 waren die Pfingsttreffen auf der Waldeck nach einigen Jahren Pause wiederbelebt worden, bereits im Jahr danach hatte Jacky die künstlerische Leitung übernommen „weil plötzlich kein anderer mehr Zeit hatte“ und dem Festival zu neuem Ruhm verholfen, zu einer dritten Blütezeit nach 1964-69 und um die Neunziger herum. Als Festivalchef ging es ihm weniger darum, „nur“ die bündische Liedtraditionen zu bewahren, als dem deutschsprachigem Liedermachernachwuchs Förderung zu geben. Der Tod von Jacky reißt eine weitere Lücke, der schwer zu füllen sein wird. Bildnachweis: foldies.de / Jacky Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Trauerfeier für Liedermacher und Sänger Heiner Kröher...

Am 19. März 2016 traf sich eine große Trauergemeinde (rund 400 Gäste) zur Trauerfeier für den verstorbenen Liedermacher Heiner Kröher, in jugendbewegten Kreisen eigentlich nur bekannt unter dem Namen des Duos Hein & Oss Kröher. Heinrich Kröher (Hein) war am 14.02.2016 im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Pirmasens verstorben. Gemeinsam mit Oss Kröher stand er Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne. Das Repertoire umfasste Arbeiterlieder, Freiheitslieder, Partisanenlieder, 1848-Lieder und Seemannslieder bis hin zum deutschen Volkslied und  den Fahrtenliedern der bündischen Jugend. Als Mitbegründer „Chansons, Folklore International auf Burg Waldeck“ hat er sich für immer einen Namen gemacht. Bild: Begrüßung durch Oss Kröher. Der Begrüßung durch Oss Kröher folgte ein gemeinsames Lied „Über meiner Heimat Frühling“ – die Schwäne hatten von jeher eine tiefe Bedeutung für das Schaffen des Duos Kröher. Die Laudatio auf Hein hielten der Pirmasenser Oberbürgermeister, Dr. Bernhard Mattheis, und Walter Schuhmacher, Staatsekretär im Kultusministerium von Rheinland-Pfalz, sowie Roland Kiemle vom Maulbronner Kreis, der über unterschiedlichste und abenteuerlichste Erlebnisse mit Hein zu berichten wußte. Bild: Der OB von Pirmasens hält eine der Trauerreden. Unter den zahlreichen Ehrengästen weilte auch Joachim Mertes, Landtagspräsident von Rheinland-Pfalz. Oberbürgermeister Mattheis bezeichnete Hein als großen Sohn der Stadt Pirmasens, der durch „seine Weltläufigkeit die Werte seiner Heimat, seiner Region um so mehr schätzenlernte“. Staatssekretär Schumacher würdigte die vielfältigen Interessen des Volksängers Hein Kröher: „Durch seine Kunst hat er das Ansehen Deutschlands im Ausland gesteigert.“ Bild: Hannes Wader trägt ein Lied zu Ehren von Hein vor. Eine besondere Ehre waren die Liedbeiträge zu Ehren von Hein durch Sohn Johannes Kröher, von Freunden aus der Künstlerszene wie Thomas Bollinger, Johanna und Carsten Langner und Bömmes. Den Schluss bildete das Chanson von Hannes Wader: „Dass wir solange leben dürfen!“ Eine würdige und stillvolle Feier für einen Freund, der unvergessen...

Wir trauern um Hein Kröher *17.09.1927 +14.02.2016...

Eine Nachricht des Mindener Kreises: „Hein“, Heiner Kröher, das „Nerother Urgestein“ jugendbewegten Gesanges, ist gestern, am 14. Februar, aus einer Operation, die ihm Heilung bringen sollte, leider nicht mehr erwacht. Mit seinem Zwillings- und Sangesbruder Oss hat er nicht nur den Mitgliedern der Jugendbewegung am Lagerfeuer sondern als stimmgewaltiges Mitglied von „Hein und Oss“ auf den Bühnen der Welt auch vielen, vielen anderen Menschen sowohl das deutsche Lied als auch die von ihnen intonierten Lieder vieler Länder und Völker nahegebracht und seine  Zuhörer erfreut. Die Erlebnisse des Duos „Hein und Oss“ sind  in dem jüngst erschienenen Erlebnisbericht „Fahrende Sänger“ seines Bruders Oskar Kröher lebensnah und eindrucksvoll geschildert. Unsere Anteilnahme gilt den Mitgliedern von Heiners Familie sowie seinem Bruder Oss, dessen Frau Gretel und seinen Söhnen. Wir trauern mit ihnen um einen großartigen  Sänger, der seine vielen Zuhörer insbesondere für die bündischen Lieder begeistert hat. In einem 1990 von Oss geschriebenen Lied heißt es zum Lobpreis der Elemente  „…singen wir Feuer, Wasser, Luft, bis uns die Erde ruft“. Nun hat ihr Ruf Hein erreicht – möge er in ihr in Frieden ruhen. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Zum Tode von defense Dez05

Zum Tode von defense

Am vergangenen Freitagabend ist defense, der frühere Bundesvogt des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) friedlich im Beisein eines Bundesbruders entschlafen. Er wünschte keinen Nachruf. Wer ihn kannte, wird ihn nicht vergessen.

Nachruf auf Herbert „berry“ Westenburger ( 05.01.1920 – 08.08.2015) Sep14

Nachruf auf Herbert „berry“ Westenburger ( 05.01.1920 – 08.08.2015)...

Hier der Nachruf auf Berry von Eckard Holler: „Mit dem Tod von „berry“, wie Herbert Westenburger genannt wurde, verliert die Bündische Jugend eine herausragende und öffentlich bekannte Persönlichkeit. Er war einer der letzten Vertreter des bündischen Jugendwiderstandes gegen den Nationalsozialismus und wurde für sein beispielhaftes Widerstandsverhalten während der NS-Diktatur 1992 mit der Johanna-Kirchner-Medaille und 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am Beispiel seines Bündischen Freundeskreises zeigte er bei unzähligen Lesungen, dass relevante Teile der Bündischen Jugend sich dem Nationalsozialismus verweigerten. Ihre Gruppen bestanden trotz des behördlichen Verbots als Freundeskreise weiter und besaßen aufgrund ihres spezifischen bündischen Stils die nötige Resistenz, um sich gegen den Verfolgungsdruck zu behaupten. Ohne es zunächst zu beabsichtigen, wurden sie zu Orten eines passiven Widerstandes, der den Totalitätsanspruch der HJ in Frage stellte. Die Formen des Eigenlebens, an dem sich der Freundeskreis von berry orientierte, war zum einen vom Nerother Wandervogel, von dem berry 1932 im Alter von zwölf Jahren gekeilt worden war, und zum andern von der dj.1.11 entwickelt worden, zu deren Resten berry 1936 in Frankfurt Kontakt bekam. Von dem von tusk gegründeten Jungenbund „dj.1.11“ war berry derart fasziniert, dass für ihn Familie und Berufsausbildung an Bedeutung verloren und der Bau der „märchenhaften Welt der dj.1.11″ sein Lebensziel wurde. Das Risiko, entdeckt zu werden, wurde in jugendbewegter Unbekümmertheit als unbedeutend eingestuft. Das ging zwei Jahre gut. Berrys Gruppe wuchs schnell auf 20 Teilnehmer an. In der Gleimstraße richtete sie eine rotgraue Garnison nach tusks Berliner Vorbild ein, frönte einem Kosakenkult mit den Liedern des Chors von Serge Jaroff, trug selbstgeschneiderte Rubaschkas, Stiefel und Pelzmützen und trank den Tee aus einem russischen Samowar. Im Taunus bei Wüstems baute sie eine Hütte als Treffpunkt aus. Zur Absicherung des Fahrtenbetriebs wurde der „Bündische Selbstschutz“ als ein Netzwerk aus sicheren Übernachtungsmöglichkeiten bei Freunden,...