Vermischung tut der Gruppenkasse nicht gut...

Da half einer wohl auch sich selbst: Der 31-jährige Vorsitzende von zwei Berliner Pfadfindervereinen soll insgesamt 67.000 Euro aus den Kassen der Vereine abgezogen und auf sein Privatkonto transferiert beziehungsweise für private Ausgaben benutzt haben. Geschehen sein soll dies zwischen März 2011 und Juni 2016 in 540 Einzeltaten. Zudem war er unerlaubt in Besitz von Pyrotechnik (Verstoß gegen das Waffengesetz). Der Angeklagte Volker L. räumte ein, es sei bei den Ausgaben zu „Vermischungen“ gekommen und räumte Mängel bei der Buchführung ein. Auch sein privater Wohnsitz  befand sich auf dem Gelände eines Pfadfindervereins, so waren die Überschneidungen erheblich. So sei gemäß seiner Darstellung wirklich ein Großteil des Geldes für die Pfadfinder aufgewendet worden. Darunter auch ein Schwangerschaftstest und die Kosten für eine Katze. *Hüstel* Es ist in Vereinen nie und nirgendwo die Frage, dass Unterschlagung geschieht, sondern nur wann und durch wen und wie schnell man es bemerkt. Einfacher Erfahrungswert: Es verschwindet immer so viel Geld, wie da ist. Deshalb gibt es so schöne Dinge wie separate Kassenführer, welche die Ausgaben des Vorstandes zu kontrollieren haben, Vorstände, welche die Kassenführer zu kontrollieren haben und jährliche Kassenprüfungen. Wenn also im Laufe von fünf Jahren dem Vorsitzenden freie Hand gelassen wurde, dann… war das Vertrauen groß. Und im Strafverfahren müssen die Ankläger beweisen, dass das Geld nicht für die Gruppe verwendet wurde. Das gelingt aber oft nur für einen Bruchteil der verschwundenen Summe. So auch hier. Der Anzug bei C&A war augenscheinlich nicht für die Gruppe, die Schuhe auch nicht. Aber der Rest? Und nun will natürlich jeder wissen, dass es nicht der eigene Bund war, den es diesmal „erwischt“ hat. Ich hab gegoogelt und kam zu einem Ergebnis. Wenn es stimmen sollte, war der nun Angeklagte kein kleines Licht, sondern auch im betreffenden Zeitraum in seiner...

Infektion durch Baden in Gewässern...

Wie „Grenzecho“ meldete, musste zum zweiten Mal innerhalb einer Woche im Our-the-Tal in der Provinz Luxemburg ein Jugendlager abgebrochen worden, weil junge Pfadfinder erkrankt waren. 15 der 50 Mitglieder einer Gruppe aus Sint-Truiden klagten am vergangenen Wochenende über Darm- und Magenbeschwerden. Die Verantworten wie auch der Bürgermeister des Ortes gehen von einer Infektion durch das Wasser des Flusses Ourthe aus. Durch Trockenheit und Hitze verstärke sich das Risiko von Bakterienwachstum. Der Bürgermeister ruft die Jugendbewegungen auf, nicht mehr in den Flüssen der Gegend zu baden. Ähnliche Krankheitsfälle wurden gemäß dem Bericht auch in einem Jugendlager in Brasschaat bei Antwerpen gemeldet. Quelle: grenzecho 23.07.2017 Bildnachweis: „Joni und der Blick ins Flussdelta bei Skardu“, Pakistanfahrt. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen.Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Schaulager Stamm Cherusker / PBS

Eine zugesendete Nachricht von Jörg Klasser: „Die Gartenschau in Bad Herrenalb war dieses Jahr der Anlaß für den Stamm Cherusker im Pfadfinderbund Süd, an einem Maiwochenende die größte Freifläche des Gartenschaugeländes zu einer kleinen Zeltstadt auszubauen. In Kothen, Jurten und anderen Zelten warteten unterschiedlichste Ausstellungen, Bastel- oder Malstationen sowie viele Spielstationen auf die Kinder und Eltern – und auf viele Altpfadfinder, die sich gerne zu erkennen gaben und von ihrer früheren Pfadfinderzeit erzählten. „Wir sind stolz auf unsere Pfadfinder“, war auch das Lob des Bürgermeister Norbert Mai vor Ort, der mit dieser Anerkennung das vielfältige Engagement des Pfadfinderbundes bei der Gartenschau würdigte: Unter anderem sind noch einige Bastelcamps im Laufe der Gartenschau geplant; denn die Alb, die das Gartenschaugelände durchzieht, lädt förmlich ein, Boote zu basteln und fahren zu lassen! Die Intention des Schaulagers war es, den Besuchern den Gedanken und die Inhalte der Pfadfinderarbeit näherzubringen und bei Kindern Interesse für ein gemeinsames Erleben auf Fahrt und Lager zu wecken. Dieser rote Faden zog sich durch das gesamte Lagerprogramm; in der Lagerolympiade musste unter anderem ein Riesen-Bäumememory, ein Hindernislauf und eine Seilbrücke bewältigt werden; im Malzelt wurden mit Fleiß und Eifer Pfadfindermotive ausgemalt, und rege Geselligkeit herrschte im Schnitzzelt und beim Stockbrotbraten. Eine Ausstellung, ergänzt durch verschiedene Diavorträge, zeigte die Höhepunkte der letzten Jahre von Wölflingsspielidee bis zu den Großfahrten der Älteren.“ Bildnachweis: PBS Stamm Cherusker Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Vermisster Pfadfinder im Büttgenbacher See ertrunken...

Am Samstagnachmittag war ein 15-jähriger belgischer Pfadfinder aus Westflandern, der mit seiner Gruppe am Bütgenbacher See nahe der belgischen Grenze den Tag verbracht hatte, verschwunden. Seine Gruppe aus der Einheit Sint Joris aus Izegem, die in Mürringen ihr Sommerlager verbrachte, hatte das Wasser bereits verlassen, als das Verschwinden des an Autismus leidenden Jungen auffiel. Einsatzkräfte suchten das Gelände bis gegen Mitternacht auch per Hubschrauber ab, die Suche wurde am Sonntag fortgesetzt. Gegen Mittag wurde er leider tot aus dem See geborgen. Ortskundige haben in den Kommentarbereichen der Zeitungsseiten wiederholt darauf hingewiesen, dass an dieser Stelle absolutes Badeverbot herrsche und auch entsprechende Warnschilder aufgestellt seien und fordern, da es sich um den zweiten entsprechenden Unfall in den letzten Jahren handelt, den Bürgermeister auf, die 24 Km Seestrecke engmaschiger durch die Polizei zu kontrollieren und empfindliche Bußgelder für Zuwiderhandlungen zu verhängen. Eine Fahrlässigkeit der Betreuer wird nicht ausgeschlossen. Quelle: u.a. ostbelgiendirect.de 23.07.2017 Bild: Masurische Seenplatte, EPSG Sommerfahrt 2015 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Trumpbesuch: Tickets verlieren Gültigkeit...

Vom 19. bis 28. Juli (also gerade jetzt) findet das 19. National Scout Jamboree der Boy Scouts of America (BSA) statt. Auf dem „Summit Bechtel Reserve“ in West Virginia hat sich für heute (Montag) der amerikanische Präsident Donald Trump zum Besuch angesagt. In Folge, so teilt der Ausrichter mit, können keine Eintrittskarten mehr erworben werden und bereits gelöste verlieren ihre Gültigkeit zwei Stunden vor Ankunft des Präsidenten. Grund ist die veränderte Sicherheitslage. Aber nicht, weil man denkt, er könnte dort an ein Messer gelangen. Bereits zu Besuch war am 21. Juli übrigens der amerikanische Außenminister (und Pfadfinder) Rex Wayne Tillerson. Dessen Aufenthalt scheint gemäß Bildlage sehr entspannt abgelaufen zu sein. Donald Trump hatte sich beim Wahlkampf schon einiges an Sympathien bei den amerikanischen Pfadfindern erworben, indem er die sagenhafte Summe von 7 Dollar gespendet hatte. Der Besuch der amerikanischen Präsidenten bei den Jamborees ist durchaus üblich, die meisten von ihnen waren oder sind ja selbst Pfadfinder. Bildnachweis: Rex Wayne Tillerson, National Jamboree, Summit Bechtel Reserve Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Mit Plakaten gegen den Mitgliederschwund...

670 Mitglieder haben die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Liechtensteins (PPL). Das Land ist zugegebenermaßen auch nicht allzu groß. In 2015 zählte man dort insgesamt nur 37.531 Köpfe. Um die 2% von denen sind also Pfadfinder, klingt zunächst nicht schlecht. Doch deren Zahl sinkt, von wenigen Ausreißern abgesehen, kontinuierlich. Mit einer Plakataktion (ich möchte fast unken: vermutlich an der einen Hauptkreuzung des Zwergenstaates), einer neuen Webseite und einem Schnuppertag macht sich der Traditionsverband nun auf Mitgliedersuche. „Als Ursache für den Negativtrend haben die Pfadi insbesondere das ständig breiter werdende Vereins- und Freizeitangebot ausgemacht, das Jugendliche aus einer Vielzahl an Aktivitäten wählen lässt„, schreibt die Zeitschrift Liechtensteiner Vaterland. Das ist allerdings, ein Effekt, den man hierzulande gleichfalls kennt. Bei uns früher auf dem Dorf gab es schlicht nur die Feuerwehrjugend und die Pfadfinder. Erstere standen im Ruf, ständig Bier zu trinken, blieben also die Pfadfinder. Kommt noch hinzu, dass Kinder und Jugendliche heutzutage sowieso gar nicht mehr vor die Tür gehen müssen, um ihre Freizeit totzuschlagen. Ich merke, ich werde alt und fange an zu jammern. Aber wenn die nicht mehr vor die Tür gehen, wie sollen sie dann das Plakat überhaupt zur Kenntnis nehmen? Bildnachweis: Michael Zanghellini, Plakatmotiv der PPL Quelle: Liechtensteiner Vaterland 17.07.2017 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...