Pfadfinder für ein Europa der Solidarität und Mitverantwortung

Pfadfinder aus verschiedenen Organisationen und Ländern haben am vergangenen Samstag am Brenner, in Bozen und Lampedusa mit Treffen und Kundgebungen für ein Europa der Solidarität und Mitverantwortung eingesetzt. Sie riefen dazu auf, Brücken zu bauen. Beim Treffen am Brenner von Tiroler und Italienischen Pfadfindern sowie Caritas-Mitarbeitern wurde ein aus Flüchtlingsbooten gebautes Holzkreuz an die TirolerInnen übergebengegen. Sie verlasen eine Botschaft des Erzbischofs von Agrigento und Lampedusa, Kardinal Francesco Montenegro. Darin hieß es unter anderem: „Die Grenzen, die für Feindschaft und für Gleichgültigkeit stehen, müssen überwunden werden.“

Wie die PPÖ mitteilte, gab es am Brenner, in Bozen und in Lampedusa keine Kundgebung „GEGEN“ etwas, sondern ein Treffen der Vertreter von verschiedenen Pfadfinderorganisationen „FÜR“ ein Europa der Solidarität und der Mitverantwortung. Die ORF hatte berichtet (was z.B. von der Augsburger Allgemeinen aufgegriffen worden war), dass am Brenner mit lampedusischen Holzkreuzen gewappnete Pfadfinder aus Österreich und Italien gezielt gegen die Grenzsperren protestiert hätten. Dies hatte als unzulässiges politisches Engagement bei einigen Kommentatoren für Unmut gesorgt.