Pfadfinderleiter zeigte sich nach Monaten selbst an

Dass manche Mühlen langsam mahlen, zeigte sich zuletzt bei einem Missbrauchsskandal in Vilsen. Ein Gruppenleiter des Stammes „Siegfried von Xanten“ aus der CPD hatte bereits im Sommer einer Mutter seinen Übergriff auf ein Kind gebeichtet. Anschließend drängte ihn eben diese Mutter zu einer Selbstanzeige bei der Polizei. Sein Stamm enthob ihn, nachdem er informiert worden war, aller Ämter, er wurde jedoch nicht aus dem Bund ausgeschlossen. Dies erfolgte erst, als sich fast ein halbes Jahr später herausstellte, dass sein Übergriff kein Einzelfall gewesen war, sondern es womöglich bereits seit vier Jahren immer wieder zu solchen Taten gekommen war. Dann wurde auch die Kirchengemeinde informiert, welche sofort die Polizei und alle Eltern des Stammes informierte. Und die lang geforderte Selbstanzeige erfolgte dann schließlich auch. Hierdurch bleibt den mutmaßlichen Opfern möglicherweise eine Aussage vor Gericht erspart.

Quelle: scouting 02-11