Pfadfinder beleben alte Bräuche

Wer weiß denn heutzutage schon noch, was es mit einem „Scheibenfeuer“ auf sich hat? Nein, es handelt sich mitnichten um eine Konkurrenz zu gängigen Feueraufbauarten wie dem Pyramidenfeuer. Die DPSG Pfadfinder aus Krumbach haben den alten Brauch des Scheibenfeuers, bei dem ein Feuerrad „mit den besten Grüßen für die Heimat“ von einem Hügel oder Berg auf die eigene Stadt zugerollt wird, bereits vor einigen Jahren erfolgreich zum Leben erweckt. Wie sie mitteilen, gehen die Wurzeln dieses Brauches bis zur Germanenzeit zurück. Das Feuer soll zum einen die Freude über den nahen Frühling ausdrücken, zum anderen handelt es sich auch um ein Osterfeuer, das die Götter versöhnen soll. Das Feuerrad stellt dabei ein Sinnbild der Sonne dar, die im Frühling die Erde zu neuem Leben erweckt. Um ganz sicher zu gehen, dass es mit dem Frühling auch wirklich klappt, werden die Pfadfinder zusätzlich auch glühende Scheiben in die Nacht hinaus schießen. („Scheiben stehen zur Verfügung, Stecken sollten selber mitgebracht werden“). Am 21. Februar, also morgen, ist es wieder soweit. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Gasthof Munding. Dann geht es in einem Fackelzug hinauf zum Demeterberg. Die Rover sorgen für warme Getränke und die Pfadfinder freuen sich über zahlreiche Besucher. Wer nun auch gern einen alten Brauch erwecken möchte, findet übrigens bei brauchwiki.de schöne Anregungen.

Bildnachweis: DPSG Krumbach
Quelle: Augsburger Allgemeine 19.02.2015

 

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