Nachruf Ernst Tipke

* 11. Juni 1939 † 8. November 2010

Ernst Tipke hat seine Aufgabe erfüllt

Ernst Tipke hat seine Aufgabe erfüllt

Ernst Tipke verstarb im Alter von 71 Jahren. Sein Leben war von dem Anliegen getragen, sich für seine Mitmenschen aktiv einzusetzen. Geboren in Zeven, war er von seinem zehnten bis zwanzigstem Lebensjahr im Bund Deutscher Pfadfinder „Stamm Herzog Widukind“ Selsingen aktiv, anschließend Vorsitzender des Kreisjugendringes, dann dessen Ehrenvorsitzender. 1972 wurde er stellvertretender Bürgermeister in Barendorf. Ab 1976 war er Leiter der Heimvolkshochschule Barendorf in der Zweigstelle Schloss Bleckede. Dort war er auch verantwortlich für die ‚Heimathalle’ und der Informationsstätte für den ‚Grenzinformationsdienst’. 1977 wurde er ‚Kulturwart’ des Kultur- und Heimatkreises Bleckede, ab 1978 war er Vorsitzender des Museumsbeirates, ab 1981 dann Vorstand des  Kultur- und Heimatkreis Bleckede. Von 1985 bis 1993 übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzender des Landesverbandes der Kulturvereinigung in Niedersachsen e.V. Er wurde Mitglied im Beirat ‚Heimatkunde’ des Nds. Heimatbundes e.V. und im Ausschuss Kultur und Partnerschaft der Stadt Bleckede.

Eine Vielzahl von DDR-Fahrten, die Organisation von Auslands-, Sommer- und Studienfahrten fanden unter seiner Leitung statt. In diesem Zusammenhang kam es zur Überwachung und Bespitzlung seiner Person durch die Staatssicherheit der DDR (seine Akten fassten 1200 Seiten). Er war Vorsitzender der Draisinenfreunde, in der Altpfadfindergilde tätig, hielt Führungen und Vorträge im Heimatverein und bei den Literaturfreunden, war zudem als Senior-Mentor aktiv. Ernst Tipke war Träger der Ehrenmedaille der Stadt Bleckede. Im Rahmen seines ausgeprägten kirchlichen Engagements war er Mitträger der örtlichen Rumänien-Initiative und erst im April wieder bepackt mit Lebensmitteln und Medikamenten im rumänischen Kinderheim „Casa don Bosco“ gewesen. Obgleich er schon länger krank war, bemühte er sich, dieses nicht in den Vordergrund zu stellen. All jenen, die ihn kannten, wird er als fröhlicher und optimistischer, dem Leben zugewandter, treuer Freund und als menschliches Vorbild in Erinnerung bleiben. Bei seiner Trauerfeier waren zahlreiche Weggefährten zugegen, um Abschied zu nehmen. Eine Abordnung der Pfadfinder trug zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes bei.

Quelle: scouting 04-10

 

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