Nach vierzig Jahren Umzug in ein neues Heim

Eine Wildkatze im Einsatz. Foto: David Miron

Eine Wildkatze im Einsatz. Foto: David Miron

Fast ein halbes Jahrhundert waren die drei Brühler Pfadfinderstämme „Wildkatzen“, „Sperber“ und „Condor“ des Deutschen Pfadfinderbundes Mosaik in der repräsentativen Villa Kaufmann ansässig. Als die Stadt deren Verkauf ankündigte, begann eine lange Suche nach Alternativen. Zunächst erwog die Stadt Brühl die Zusammenlegung der 300 Pfadfinder mit der offenen Jugendarbeit. Die entsetzten drei Pfadfinderstämme gründeten daraufhin den „Arbeitskreis Pfadfinderheim“, der Anforderungen und Interessen der Pfadfinder gegenüber der Stadt vertreten sollte. In konstruktiver Zusammenarbeit konnte mit der „Alten Schule“ als neues Pfadfinderheim der drei Stämme eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden werden. Probleme bereitet noch ein wenig die Finanzierung, denn den Großteil der Umbau- und Renovierungsmaßnahmen in Höhe von 35000€ (nicht gerechnet die Kosten für neues Mobiliar) werden die Pfadfinder selbst übernehmen müssen. Der städtische Jugendhilfeausschuss gewährte immerhin 7000€, weitere Sponsoren wurden durch Aufrufe an die Bevölkerung und ansässige Unternehmen gesucht. Dann der Glückstreffer: Mitarbeiter und Pensionäre der Kölner Ford-Werke erklärten sich bereit, bei der Renovierung der Räume kräftig mit Hand anzulegen. Dabei half die soziale Orientierung ihres Arbeitgebers: Ford-Beschäftigte werde bis zu 16 Arbeitsstunden oder bis zu zwei bezahlten Arbeitstagen freigestellt, wenn sie in dieser Zeit ehrenamtlich ihre Arbeitskraft für soziale Zwecke zur Verfügung stellen und auch die Initiative „Fordler Aktiv Im Ruhestand – FAIR“ verfolgt das Ziel, dass selbst noch die Ford-Pensionäre ihr Fachwissen und ihre freie Zeit weitergeben und sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren. Mitte November konnten die Pfadfinder bei kräftiger Unterstützung der Ford-Mitarbeiter und –Pensionäre mit den Renovierungsmaßnahmen beginnen: Gruppenräume, Flure, Treppenhäuser sowie Sanitäranlagen sind vollständig zu renovieren, Trennwände werden abgerissen oder versetzt, es werden Wände gestrichen, Böden abgeschliffen, gefliest, verputzt und Leitungen verlegt. Die Umbaumaßnahmen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein, dann erfolgt der Umzug.

www.pfadfinder-bruehl.de

Quelle: scouting 04-09

Spurbuchverlag - Pfadfinder und Jugendbewegung