Gutachter verwarf Behauptung des Schlafwandels

Im Gerichtverfahren des Pfadfinderleiters einer freikirchlichen Pfadfindergruppe aus Sinsheim, dem vorgeworfen worden war, mehrere Jungen seiner Gruppe zwischen 2006 und 2007 sexuell bedrängt zu haben, hat das Landgericht Heidelberg gestern sein Urteil gefällt. Er wurde in acht Fällen schuldig gesprochen und erhielt anderthalb Jahre auf Bewährung unter Auflage von Entschädigungszahlungen an die Opfer. Das milde Urteil wurde dadurch begründet, dass er bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war. Der Täter selbst hatte seine Taten nicht bestritten, jedoch behauptet, sich an nichts erinnern zu können, da die Übergriffe im Zustand des Schlafwandelns erfolgt seien. Der eingeschaltete Gutachter hatte nach einer Untersuchung im Schlaflabor diese Möglichkeit jedoch ausgeschlossen, zudem ließen die Schilderungen der Zeugen diese Möglichkeit als sehr unwahrscheinlich erscheinen.

Quelle: Morgenweb 28.11.2014

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