Griff in die Kasse: 80.000 € futsch

Sein Verdienst als Teilzeit-Geschäftsführer des VCP Hamburg reichte ihm offenbar nicht aus. Um seine Auto-Leasing-Raten, seine Hochzeit und Einkäufe finanzieren zu können, verschob Lars H. im Laufe von nur drei Jahren bis 2013 insgesamt 80.000 € auf sein Privatkonto. Dabei war er so geschickt vorgegangen, dass auch die regelmäßigen Kassenprüfungen keine Auffälligkeiten ergaben. Gestellt hatte sich der 41jährige schließlich selbst, nachdem sein Versuch, das Geld zurückzuerstatten, ohne dass es jemand bemerkt, gescheitert war. Das Gericht verurteilte ihn nun zu zwei Jahren auf Bewährung. Mit Hilfe eines Rückzahlungsplanes möchte Lars H. das Geld nun in den nächsten Jahren an den VCP zurückerstatten, 20.000 € seien bereits getilgt.

Für solche Fälle bedarf es nur zweier Dinge: Vorhandenes Vermögen und Gelegenheit.
Im Gegensatz zur Intelligenz ist Geld nämlich etwas, von dem jeder meint, nicht genug zu haben.
Eine „Und“- statt eines sogenannten „Oder“-Kontos bei der Bank, bei dem zu jeder Überweisung die Kontrolle von mindestens vier Augen notwendig zur Freigabe ist, kann helfen. Aber diese Vorsichtsmaßnahme wird aus reiner Bequemlichkeit immer erst dann ergriffen, wenn es zu spät ist, vorher wird gerne von Vertrauen gesprochen, ohne dass tatsächlich ein so enges persönliches Verhältnis zum Kassenwart gepflegt wird, dass es auffallen würde, wenn dieser sich plötzlich Dinge leisten kann, die sein Gehalt nicht hergibt.

Quelle: Hamburger Abendblatt 15.05.2014

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