Frische Farbe für Kreuze

In den frühen 60er Jahren fand sich aus den Reihen der Pfadfinder des Stammes St. Bernhard aus Wehr eine Gruppe von begeisterten Alpinisten zusammen. Bei einer der Fahrten im hochalpinen Gelände stürzte jedoch ein Teilnehmer in eine tiefe Gletscherspalte. Aus Dankbarkeit über den glücklicherweise glimpflich verlaufenen Unfall errichtete die Gruppe 1968 ein Stahlkreuz daheim am Wildenstein in der Wehraschlucht, wo sie stets für ihre Wanderungen trainiert hatten. Bereits ein paar Jahre zuvor war auf der nördlichen Seite des Wildenstein ein Holzkreuz von Soldaten errichtet worden, die den Zweiten Weltkrieg überlebt hatten. Nach der Errichtung des Stahlkreuzes übernahmen die Georgspfadfinder auch die Patenschaft für das zuvor errichtete Holzkreuz und kümmerten sich fortan um die Pflege und Instandhaltung. Mitte der neunziger Jahre wurde das alte Stahlkreuz von der Leiterrunde des Wehrer Pfadfinderstammes durch ein neues Holzkreuz ersetzt. Seither nehmen die Pfadfinder jedes Jahr den Weg zum Wildenstein auf sich, um beide Kreuze zu säubern, ihre Standfestigkeit zu überprüfen und mit neuer Schutzfarbe zu versehen. Auch das diesjährige schlechte Wetter hielt die Pfadfinder nicht von ihrer Arbeit ab: Die jährlichen Pflegearbeiten der Pfadfinder sind ein wesentlicher Garant dafür, dass die Kreuze auch in den kommenden Jahrzehnten an ihrem Platz stehen.

Quelle: Badische Zeitung

Spurbuchverlag - Pfadfinder und Jugendbewegung