DPSG-Stamm Herz-Jesu protestiert gegen KPE-Neugründung in Bocholt

Bislang hatte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg in Bocholt unter den katholischen Pfadfindern ein klares Heimspiel. Es gab vier Stämme, die alle der DPSG angehörten. Doch die Neugründung eines Stammes der Katholischen Pfadfinderschaft Europas sorgte nun für Wirbel. Sie wurden pikanterweise an der katholischen Pfarrei Liebfrauen tätig, ebenso wie der DPSG-Stamm Herz-Jesu. Die DPSG-Pfadfinder sahen sich genötigt, sich durch entsprechende Pressearbeit deutlich von der neuen KPE Gruppe zu distanzieren. In die Diskussion mischte sich dann auch die CDU-Politikerin Gräfin Johanna von Westphalen ein, die nachdrücklich für die KPE Partei ergriff, in deren Verwaltungsrat sie tätig ist. „Die können es wohl nicht ertragen, dass die KPE-Mitglieder noch moralisch sind“, so ihr Seitenhieb gegen die Bocholter DPSG, die ihrerseits der KPE Traditionalismus, Fundamentalismus, Sektismus und latenten Rechtsradikalismus vorwirft. Die DPSG Bundesleitung verzichtete auf einen Kommentar, verwies stattdessen auf die Diözesanleitung Münster, welche sich jedoch noch kein endgültiges Bild gemacht habe, wie sie sagte. Die Pfarrei-Gemeindeleitung hat nun die Verantwortlichen zu einem Gespräch eingeladen, um eine „Verständigung zu ermöglichen“ und betont, dass sie bei den KPE-Gründern vor Ort außer einer konservativen Spiritualität keine der Anschuldigungen habe feststellen können.

Quelle: scouting 01-11

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