Das Ende der Tropfsteinhöhle

Mit der Feuchtigkeit im Bonner Pfadfinderheim des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) wird es bald ein Ende haben. Kommende Woche rollen die Bagger an und der denkmalgeschützte Mühlenstumpf (die untere Hälfte einer früheren Turmwindmühle) wird vorübergehend vollständig freigelegt und mit einer Drainage sowie einer Abdichtung auf Tonbasis versehen. Die ansässigen Pfadfindergruppen hatten das Gebäude vor etwas über zehn Jahren erhalten. Die Herrichtungsarbeiten zogen sich allerdings aufgrund diverser Schwierigkeiten ungewollt in die Länge. Bei der jetzt anstehenden Drainage, die aus Geldern der NRW Stiftung, Eigenmitteln und eventuell einem städtischen Zuschuss bestritten werden wird, handelt es sich um den bislang teuersten Bauabschnitt.

Die Trockenlegung ist von erheblicher Relevanz. Wie eine Langzeit-Feuchtigkeitsmessung ergeben hatte, liegt die relative Luftfeuchtigkeit im unteren Raum nahezu dauerhaft bei über 90 Prozent, was die Nutzung erheblich einschränkt. Zeltmaterial kann dort beispielsweise nicht gelagert werden. Im Rahmen der Ausschachtungsarbeiten werden auch die Anschlüsse an Ver- und Entsorgung soweit vorbereitet, dass man dann mit viel Glück im kommenden Jahr endlich über Strom, Trinkwasser, ggf. Gas und Kanalanschluss verfügt. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Nach Abschluss der Baggerarbeiten wird das Außengelände neu gestaltet. Eine Zuwendung der Aktion Mensch wird dazu verwendet, den Zufahrt künftig auch für Rollstuhlfahrer zu ermöglichen.

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