Britische Pfadfinder als Verkehrspolizisten im Einsatz

Das "Community"-Badge

Das „Community“-Badge

Die Freude an Probenarbeit und damit verbundenen Abzeichen ist bei den Pfadfindern im angloamerikanischen Raum bekanntlich weit verbreitet. Das „Community Challenge“-Abzeichen soll die Pfadfinder dazu anleiten, ein Bewusstsein für ihre Umwelt zu entwickeln und an ihrer Gestaltung mitzuwirken, indem sie z.B. für ein Haustier sorgen, sich über fremde Religionen informieren oder für einen guten Zweck sammeln. Möglich ist es aber auch, sich bei der Polizei, der Feuerwehr oder den Rettungsschwimmern über deren Arbeit zu informieren und in Erfahrung zu bringen, wie diesen ihre Arbeit erleichtert werden kann. Die Pfadfinder der 1st Shipston Scouts entschieden sich für letzteres und nahmen die Arbeitsaufforderung ganz wörtlich. An zwei Kontrollpunkten in Warwickshire, ihrem Heimatort, unterstützten mehrere 10-14 jährigen Pfadfinder zwei Stunden lang drei Verkehrspolizisten bei ihrem Einsatz. Nach einer mehrstündigen Einweisung in die Bedienung von Laserpistolen zur Geschwindigkeitsmessung und den Strafkatalog verteilten sie mündliche Verwarnungen, offizielle Bußgelder (a £60) und auch „Punkte“. Der Sprecher der britischen Autofahrervereinigung war über dieses Vorgehen erboßt, es sei ein Unding, die Pfadfinder auf diese Weise zu missbrauchen und sie einer eventuellen Gefährdung auszusetzen. Die Polizisten und auch die Pfadfinder wiesen die Vorwürfe zurück.

Quelle: scouting 01-11

Spurbuchverlag - Pfadfinder und Jugendbewegung