Als Pfadfinder zum Karneval

Im vergangenen Jahr hatten wir darüber berichtet, als was sich Pfadfinder verkleiden, wenn sie zum Karneval beziehungsweise Fasching gehen.
Halten wir fest: Sie verkleiden sich jedenfalls nicht als Pfadfinder. Auf Irritation stieß insofern die Anfrage einer Frau im „Pfadfinderflohmarkt“ von Facebook, die für ihre Nichte zwecks Kostümierung an Karneval ein Original-Fahrtenhemd erstehen wollte. Als die Reaktionen eindeutig ausfielen („Eine Pfadfinderkluft ist kein Faschingskostüm.“ „Ich bin mittlerweile beim THW und laufe in der „Uniform “ auch nicht so at Jux und Dollerei rum.“ „sorry, aber ein absolutes no go!“ „Ist definitiv KEIN kostüm. Eine Pfadfinderkluft ist mit verantwortung etc verbunden. Manche kinder müssen für die aufnahmeprüfung viel tun. Und dann läuft man nicht damit zu Karneval eonfach so rum als wäre es eine „verkleidung““) reagierte die Dame mit Unverständnis und leicht patzig. Offenbar wollte sie nicht belehrt werden, sondern schlicht etwas kaufen. Es fand sich dann wider der ersten Erwartung auch ein hilfreicher Pfadfinder, der darauf hinwies, diese Dinge wären doch frei verkäuflich und ihr auch eine DPSG-Leiterlilie aus privatem Fundus anbot. Genaugenommen ging es ja bloß darum, dass man auch, wenn man als Polizist oder Feuerwehrmann zum Karneval geht, wohl mitnichten eine Originaldienstbekleidung dieser Berufgruppen anziehen würde, hier aber nach Originalausstattung gefragt worden war. Einige Kommentatoren gaben dann auch zu bedenken, dass genau diese sich-selbst-abgrenzende Haltung schädlich für das Bild der Pfadfinder in der Öffentlichkeit sei. Die Pfadfinderkluft sei doch cool.  Würden mehr Leute an Fasching als Pfadfinder gehen, sei das doch eine gute Sache, ein Zeichen der Akzeptanz.

Bildnachweis: Stamm Rote Corsaren, DPBM mit „echten“ Polizisten beim Karneval.