Buchvorstellung: Bündische Akademie Lüdersburg Dokumentation 1996...

In der Geschichte der Jugendbewegung findet sich hie und da der Versuch, geglückte Lebensformen über eine bestimmte Altersstufe hinauszuführen, auf einer höheren Ebene zu reflektieren und aktiv gestaltend in der Gesellschaft tätig zu wirken. Aus solchen Überlegungen ist der Gedanke einer „Bündischen Akademie“ als geistiger Kristallisationskern für heutige Bünde entstanden und in Lüdersburg verwirklicht worden. Die Bündische Akademie bildet nicht, wie der Name nahelegen könnte, einen elitär-intellektuellen Zirkel, vielmehr gründen ihre Fundamente in der Fülle des Lebensganzen: Handwerkliches Arbeiten, Entfaltung der Sinne, Wege zur Natur, Handeln in der Gesellschaft, Auseinandersetzung mit Geist und Ungeist der Zeit, religiöse Besinnung, musisch-ästhetisches Gestalten, Spielen und Genießen sowie ein Leben in bündischer Umgebung verbinden sich zu einer vielfältigen Einheit. Die Reihe „Dokumentation der Jahrestagungen“ soll Idee und Gestalt der Bündischen Akademie spiegeln und zugleich den Gruppen und Bünden der Jugendbewegung Einsichten und Impulse vermitteln, um gegenüber den Herausforderungen der Zeit besser bestehen zu können. Mit dem Thema „Herausforderungen an die Jugendbewegung“ trat die Jahrestagung zum ersten Mal an eine größere Öffentlichkeit. Die Dokumentation enthält Beiträge u.a. von A. Klönne, H. von Hentig, W. Huber und A. Vollmer. Bündische Akademie Lüdersburg Dokumentation der Jahrestagung 1996: „Herausforderungen an die Jugendbewegung“ 152 Seiten | Hardcover | 16,5 x 24 cm 14,80 € | A: 15,20 € ISBN 978-3-88778-207-8 Hier geht es zur Bestellung. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Blockhütte der DPSG bei Weiden

Die Pfadfinder-Blockhütte ist das neue Zuhause des Fördervereins Pfadfinder & Haus e.V. und des DPSG Stammes Thomas Morus. Im Selbstversorgerhaus bei 92637 Weiden stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung: 7 Schlafräume mit 37 Betten und eigenem Waschbecken: 3 Räume mit 7 Betten 1 Raum mit 6 Betten 1 Raum mit 5 Betten 1 Raum mit 3 Betten Leiter-Schlafraum (mit Waschbereich und Dusche) 1 Raum mit 2 Betten Leiter-Schlafraum (mit Waschbereich und Dusche) • Bad mit WC und einer Dusche • WC Erdgeschoss • Großer Aufenthaltsraum für ca. 100 Personen • Kleiner Aufenthaltsraum für ca. 15 Personen • Vorraum mit Sitzmöglichkeiten für ca. 12 Personen • Küche mit einem 6-Platten Elektroherd, separater Backofen, Dunstabzug, zwei Kühlschranke (einer davon mit 3 Gefrierschüben), Industriespülmaschine Keller • Damen und Herren-Toiletten • Werk-/Bastelraum • Kicker Wenn ihr Fragen zur Ausstattung oder zur Pfadfinder-Blockhütte habt, dann wendet euch gerne an uns. Wir sind per Email erreichbar über pfadfinder-haus@arcor.de Mitzubringen sind: – Spannbettuch (kann bei Vergessen gegen eine Gebühr ausgeliehen werden) – Schlafsack – Hausschuhe – Geschirrtücher – Spülmittel – Toilettenpapier Die Preise betragen ab 6.50 € pro Person (Selbstverpflegung), Getränkeservice ist möglich. Hier geht es zur Homepage der Blockhütte. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Robert Oelbermann

Heute vor 77 Jahren, am 29. März 1941, verstarb Robert Oelbermann im Alter von 44 Jahren im KZ Dachau. Robert Oelbermann war, zusammen mit seinem Zwillingsbruder Karl, Gründer des Nerother Wandervogels und dessen Bundesführer bis zu seinem Tod. Die Zwilligsbrüder wurden am 24. April 1896 in Bonn geboren. In der Silvesternacht 1919 gründeten sie zusammen mit ausgewählten Freunden auf dem Nerother Kopf bei Neroth/Eifel den Geheimbund / die Ritterschaft der Nerommen innerhalb des Altwandervogels. Dessen Bundesführung war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und in Folge dessen entstand ein eigener Bund, der Nerother Wandervogel, der sich am 27. März 1921 offiziell gründete. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die durch diese erzwungene Selbstauflösung führten viele Nerother Wandervögel ihr Gruppenleben in der Illegalität fort, ein Umstand, welcher der Reichsjugendführung nicht verborgen blieb. Sie ging entschlossen gegen diese „bündischen Umtriebe“ vor, so wurde auch Robert Oelbermann in Untersuchungshaft genommen und mit Hilfe eines erpressten Geständnisses hinsichtlich homosexueller Orientierung in Haft genommen.  Dieser schloss sich eine Schutzhaft und 1937 die Überführung, zunächst ins KZ  Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, an. Dort verstarb er an den Folgen der Haftbedingungen, welche eine Entzündung und Blutvergiftung an einer alten Kriegsverwundung hervorgerufen hatten. Wesentliche, bis heute erhaltene Formen des Nerother Wandervogel sind der reine Jungenbund, die Weltfahrten, der Ausbau der Burg Waldeck als Jugendburg, die organische Struktur in Form von überregionalen Orden mit individueller Prägung, ein Bundesführer auf Lebenszeit und nicht zuletzt ihr reges musikalisches Schaffen. Den ausführlichen Scout-O-Wiki-Eintrag zu Robert (und Karl) Oelbermann findet ihr hier. Zudem gibt es ein Video von der Verlegung des Stolpersteines für Robert Oelbermann im Jahr 2009 auf der Waldeck. Im Original ist er kurz ab Minute 4:08 im Waldeck-Film-Trailer zu sehen. Bildausschnitt aus “Die letzten Wandervögel”, Deutscher Spurbuchverlag   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter...

Wieder falsche Pfadfinder unterwegs...

Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtete, war in Emmerke wieder ein Betrüger mit Pfadfindermasche unterwegs. Der Jugendliche klingelte an Haustüren, gab sich als Pfadfinder aus und behauptete, Geld für ein neues Zelt zu sammeln. Da er weder äußerlich als Pfadfinder zu erkennen war, noch sich als ein solcher ausweisen konnte, wurden einzelne Hausbewohner skeptisch und fragten beim ansässigen Pfadfinderstamm hinsichtlich der angeblichen Spendenaktion nach. Die echten Pfadfinder aus Emmerke haben angekündigt, Strafanzeige zu stellen. Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 22. März 2018 Bildnachweis: Pb Weltenbummler, Bundeslager 2017 (Archivbild) Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Rettungseinsatz im Pfadfinderlager: Es war kein Kohlenmonoxid...

Entgegen der von der Bild-Zeitung verbreiteten Behauptung, dass die Kohlenmonoxid-Warngeräte in einer genutzten Jurte „sofort Alarm“ gegeben hätten, handelte es sich beim Notarzteinsatz beim Pfadfinderlager in Sage um eine reine Sicherheitsmaßnahme. Ein Kind hätte Symptome gezeigt, welche (so die Stellungnahme der Gruppe) die Teamer dazu veranlasst hätte, sicherheitshalber einen Notarzt einzuschalten. Die Ärztin hätte dazu angehalten, weitere Kinder nach ihrer Befindlichkeit zu befragen. Auf Nachfrage klagten einige über Kopfschmerzen, Schwindel und Angst (vielleicht auch aufgrund des Einsatzes des Notarztes mit Krankenwagen). Zur Vorsicht hätte die Ärztin vor Ort dann Verstärkung angefordert, der automatisch mit dem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen verbunden war. Die sechs Kinder, welche in der Nacht über Unwohlsein geklagt hatten, wurden vorsorglich im Krankenhaus behandelt und ohne Befund zeitnah auch wieder entlassen. Die Eltern wurden sofort informiert, die Kinder begleitet und die Teamer vor Ort hatten die Lage jederzeit vollständig unter Kontrolle. Der Verdacht, dass die Kinder durch ein Lagerfeuer in der Jurte eine Rauchgasvergiftung erlitten haben könnten, hat sich gemäß des NDR nicht bestätigt. Allein die Äußerung, dass ein Lagerfeuer existierte, habe zu der Vermutung der Rettungskräfte geführt, dass es sich ja um eine Kohlenmonoxidvergiftung handeln könnte. Die Feuerwehr, teilweise mit Rauchgas-Vollschutzbekleidung versehen, kontrollierte dann die Zelte und stellte in einer Jurte (so der Fernsehbericht) auch einen erhöhten Kohlenmonoxidwert fest. Allerdings war diese Jurte bereits seit Stunden nicht genutzt gewesen, womit Kohlenmonoxid als Ursache des Unwohlseins der Kinder ausscheidet. Die große Lüftungsöffnung der Jurte und der Umstand, dass diese Zelte ja explizit für die Benutzung mit offener Feuerstelle ausgelegt sind, ließen es zusätzlich als unwahrscheinlich erscheinen, sich darin eine Vergiftung zuzuziehen. (Das geht natürlich schon, aber nur in dem Sonderfall, dass z.B. Schnee die Ritzen verschließt und keine ausreichende Frischluftzufuhr erfolgt – das war hier nicht der Fall). Kostenfrei...