Auch deutsche Pfadfinder können Fackeln halten – wenn der Zweck stimmt...

Anlässlich der Gedenkfeiern des Überfalls auf Polen, welcher den Start des zweiten Weltkrieges darstellte, war festzustellen, dass der Aufmarsch der polnischen Pfadfinder in voller Montur Seite an Seite mit Soldaten in Deutschland wohl eher weniger denkbar wäre. Doch wer dachte, dass deutsche Pfadfinder grundsätzlich ein geschlossenes Auftreten bei öffentlichen Anlässen und dies zudem mit Fackeln in den Händen, grundsätzlich vermeiden würden, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Es kommt halt auf den Anlass an. Anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz waren es die Pfadfinder, welche bei der örtlichen Kranzniederlegung in Niederorschel „befackelt“ den stimmigen Rahmen abgaben. In Ausschwitz selbst entzündeten Pfadfinder aus Polen, Kanada und den USA eine Kerze zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren und eröffneten damit den Tag des Gedenkens. Beachtlich: Trotz Schneelage ohne Jacken. Die teilweise kurzärmeligen Klufthemden kamen voll zur Geltung. Bei der Gedenkfeier in Stuttgart beteiligte sich eine Gruppe der Royal Rangers. Und bei der DPSG lautet das Jahresmotto für 2015, passend in diesen Tagen,  Gastfreundschaft und ganz in diesem Sinne nahm dann auch ein Stamm, nämlich der aus Gmünd, vor einigen Tagen an der städtischen Demo für Toleranz teil. Sie, die deutschen Pfadfinder, können es also doch, nicht für staatliche Belange, aber für jene der Menschlichkeit. Bildnachweis: www.auschwitz.org | Auschwitz-Birkenau State Museum, Jarosław Praszkiewicz Thüringer Allgemeine...

Preisgeld hilft beim Umbau

Redlich verdient haben sich die Pfadfinder vom Stamm von Acken aus Nortorf (VCP) ihr Preisgeld in Höhe von 3500 Euro. Ausgezeichnet worden waren sie im Rahmen der Aktion „Das Ehrenamt macht keine Ferien“ von R.SH und den Schleswig-Holsteinischen Sparkassen. Doch statt anschließend die (zugegeben niederigen) Zinsen für sich arbeiten zu lassen, krempelten sie die Arme hoch und machten sich mit Elan an die Neugestaltung ihres Außengeländes. Hierfür kommt ihnen die Finanzspritze gerade recht. Zu Pfingsten soll alles fertig sein und das fast seit 50 Jahren existierende Gelände wieder in neuem Glanz erstrahlen. Eine ganze Menge Arbeit haben sie seit September bereits hinter sich gebracht. Neben Bäumen, die Stürme bereits umgeknickt hatten, wurde auch der Zaun ausgetauscht und die Feuerstelle neu gestaltet. Selbstverständlich in Eigenregie, auch wenn das bei Baumwurzeln zugegebenermaßen eine Heidenanstrengung ist. Quelle: Kieler Nachrichten,...

Feuerwehr zeigt Pfadfindern, wie gefährlich Feuer sein kann...

Brandschutzerziehung ist eine ganz wesentliche Sache, nicht zuletzt, wenn man wie die Pfadfinder, ganz regelmäßig mit offenem Feuer zu tun hat. Entsprechend waren die Pfadfinder aus Wolbeck jetzt bei der Feuerwehr zu Gast. Das hatte einen leider ernsten Hintergrund, denn vor einigen Monaten war es zu einem entsprechenden Unfall bei einem Pfadfinderlager gekommen. Einem Leiter war brennender Spiritus über das Bein geflossen. Das Foto hat übrigens überhaupt nichts mit dem Inhalt dieses Beitrages zu tun. Ja, schon klar, Spiritus, das kann ja nur dann passieren, wenn man nicht gelernt hat, ordentlich Feuer ohne Brandbeschleuniger zu machen. Oder wenn man Feuerspucken will. Geschenkt. Wie man ordentlich Feuer macht, hat die Feuerwehr den Pfadfindern zwar nicht vermittelt, aber zumindest darüber informiert, wie wahnsinnig gefährlich es ist, wenn beispielsweie Fett anfängt zu brennen und man dummerweise versucht, mit Wasser zu löschen. Das gibt selbst bei kleinen Mengen bereits Explosionen inklusive Feuerwalze, die Leute mehrere Meter durch die Luft fliegen lässt und von der Jurte ist anschließend natürlich auch nichts mehr übrig. Also, wenn die Pfanne brennt: Deckel drauf, weg vom Feuer, Löschdecke drüberwerfen. Auch Spraydosen sollte man lieber nicht erhitzen, logisch. Quelle: Westfälische Nachrichten...

Herzlichen Glückwunsch, Berry Westenburger: 95 Jahre alt...

Am 5. Januar 2015 feierte unser Berry Westenburger seinen 95. Geburtstag. Für sein überzeugtes Engagement für die bündische Jugend hatte der 1920 in Frankfurt geborene Berry Westenburger einen hohen Preis zu zahlen. Als Mitglied des „Nerother Wandervogels“ widersetzte er sich 1934 dem Versuch der NSDAP, die gesamte Jugendbewegung in HJ bzw. BDM „gleichzuschalten“ und trat in die verbotene „Deutsche Autonome Jungenschaft“ ein. Das und die Tatsache, dass seine Großmutter Halbjüdin war, waren die Gründe dafür, dass er das Gymnasium verlassen und eine Konditorlehre antreten musste. Wegen „bündischer Umtriebe“ wurde er 1938 vor einem Sondergericht in Berlin angeklagt, dann aber amnestiert und sofort zum Wehrdienst einberufen. Er kämpfte zunächst an der Westfront, anschließend bis zur Niederlage Rommels in Afrika. Nach britischer und amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 nach Frankfurt zurück und betrieb den Wiederaufbau der Jugendbewegung. Für seine Verdienste und für sein standhaftes Verteidigen der bündischen Ideale in der NS-Zeit wurde er mit der Johannes-Kirchner-Medaille geehrt und erhielt 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Hessische Justizminister, Jörg-Uwe Hahn, überreichte das Verdienstkreuz und würdigte das unermüdliche Engagement des Geehrten seit dem Kriegsende bis heute in der freien Jugendarbeit: „Seit vielen Jahren berichten Sie als Zeitzeuge vor Schulklassen und Studierenden in fesselnden Vorträgen über Ihre Auseinandersetzungen mit dem NS-Staat und geben Ihre damit verbundenen Erinnerungen als Mahnung weiter. Ich freue mich sehr, dass ich Sie heute für Ihr herausragendes Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen darf“, betonte Justizminister Jörg-Uwe Hahn. Seit vielen Jahren berichtet Herbert (Berry) Westenburger in Frankfurt und Umgebung von seinen Erlebnissen während der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Mutter wurde als „Halbjüdin“ in Auschwitz umgebracht. Der heute über 90jährige schildert in seinen Jugenderinnerungen „Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel“, wie eine Gruppe von Freunden während der NS-Zeit trotz Haft und Gestapoterror in der Wanderbewegung der „Bündischen...

Sternsinger – eine pfadfinderische Tradition in Baunach...

Seit sechzig Jahren führen die Baunacher Pfadfinder jedes Jahr am 5. und 6. Januar das traditionelle Sternsingen durch. Zum Hauptgottesdienst am Dienstag versammelten sich alle Gruppen in der Pfarrkirche und wurden zum Sternsingergruß in die einzelnen Häuser verabschiedet. Das Bild zeigt alle Gruppen rund um den Altar versammelt. Der Erlös der Spenden geht seit dieser Zeit an hilfsbedürftigte persönlich bekannte Gruppen und Aktionen beispielsweise Bruder Paul Oden in Chile, in rumänische Kinderheime, nach Afrika und vieles mehr. An Spenden dürften in dieser Zeit über 200.000 Euro zusammen gekommen...