Leserbriefe der Ausgabe 04-12

Zur scouting 03/12, Seite 16 Lieber Pauli, danke für den überaus gelungenen (in Wort und Grafik) Beitrag im neuen scouting zum Thema Pfadfinder in der Wissenschaft. (…).Jörg Krautmacher Pfadfinder Hilfsfond e.V. Zur scouting 02/10, Seite 16 „Unternehmt etwas!“ Es gab vor einiger Zeit einen Bericht in der scouting über die Fachtagung „Einhundert Jahre Pfadfinder in Deutschland“. Ich hatte mir Gedanken darüber gemacht, die bisher aber noch nicht veröffentlicht wurden. Ich bin seit 1946 Pfadfinder und habe viele Höhen und Tiefen der Pfadfinderei erlebt. Viel Kluges und weniger Kluges wurde geschrieben, diskutiert, verändert und angemahnt. Das Ergebnis war und ist immer dasselbe: Theorie gut, Praxis verbesserungswürdig. Also, wie schaffen wir es, dass in Deutschland (auch weltweit) mehr jugendliche Pfadfinder werden und bleiben? Hätten wir dann nicht eine bessere Gesellschaft, oder? Vorerst müssen möglichst alle aktiven Gruppen, die sich Pfadfinder nennen, unter einen Hut gebracht werden. Ihre Pfadfinderarbeit müsste grundlegend gleichgesinnt sein, danach bleibt ein Teil für individuelle Gestaltung. Die Pfadfinderei miisste wie ein Unternehmen geführt werden. Dazu sind erfahrene Manager nötig. Das können auf diesem Gebiet erfahrene Rentner gemeinsam mit Aktiven sein. Die Voraussetzungen sind gut, es gibt Experten genug, wir müssen sie durch eine Marketingaktion über die Medien auch unter den Ehemaligen wachrütteln. In der Senioren Experten-Service; der hilft und unterstützt. Wer ist bereit, in einer übergreifenden Institution die Pfadfinderei so zu führen und zu organisieren? Wir brauchen die Typen, die im VDAPG, in den Freundeskreisen Ehemaliger, in den verschiedenen Stiftungen Pfadfinden, im Netzwerk Pfadfinden des BdP und vor allem diejenigen, die in unserer Gesellschaft Erfolg und Rang und Namen haben, und vielfach in der Pfadfinderei oft die Grundlage ihres Erfolges begründen. Es wird Zeit, dass sich diese outen. Wenn die Idee richtig verkauft wird, kann und wird es an Sponsorenunterstützung ideell und materiell...

Musikalische Beiträge bei YouTube...

In einem wegweisenden Urteil beim Prozess der Gema gegen YouTube hat das Landgericht Hamburg vor einigen Jahren gegen das Videoportal entschieden. In einer beeindruckenden „Wutrede“ meldete sich dann auch der „Elements of Crime“-Sänger Sven Regener als betroffener Künstler zu Wort. Die Thematik ist aufmerksamen Lesern nicht neu, wir hatten sie in den Printausgaben 4/2011 und 1/2012 bereits angeschnitten. Im konkreten Fall hatte YouTube trotz entsprechenden Hinweises durch die GEMA (welche die Urheberrechte der ihr angeschlossenen Künstler vertritt) strittige Musiktitel nicht vom Netz genommen. YouTube begründete dies damit, die Inhalte ja nicht selbst hochgeladen zu haben. Das Gericht jedoch befand, dass die Google-Tochterfirma YouTube eine sogenannte Störer-Haftung habe, also für das Verhalten ihrer Nutzer mitverantwortlich gemacht werden könne. YouTube müsse künftig darauf achten, welche Videos eingestellt werden und sei im Fall von Beschwerden verantwortlich, befand das Landgericht weiter. Die „Kostenlos-Mentalität“ ist ein Zeichen von Gedankenlosigkeit. Künstler erschaffen Inhalte, welche dann durch die Gema für diese geschützt werden und ihnen ihre wirtschaftliche Grundlage sichern. Nimmt man den Künstlern ihre Einkommensquelle, so bricht ihre wirtschaftliche Grundlage zusammen. Dies ist ein Grund, warum kleinere Plattenfirmen Insolvenz anmelden, junge Künstler ihre Laufbahn frühzeitig beenden: Menschen wie du und ich, die milliardenfach „kostenlose“ Musik im Internet konsumieren, herunterladen, weiterverbreiten oder selbst hochladen. Das gerade durch klare Worte zum Nachdenken anregende Interview von Sven Regener ist –pikanterweise- selbstverständlich bei YouTube abrufbar. Verantwortungsbewusste Pfadfinder, welche das Portal für das Hochladen von Filmen oder Musikbeiträgen nutzen, sollten vor Veröffentlichung die verwendete Musik / die verwendeten Texte urheberrechtlich prüfen und auch das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten bzw. dargestellten Personen beachten. Ein grundsätzliches Umdenken, nämlich den Wert einer Ware angemessen zu entlohnen, für Dinge, die einem wichtig sind, auch zu finanzieller Unterstützung bereit zu sein, täte dringend Not. Quelle: scouting 04-12 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen....

Aktuelles aus dem Pfadfindertreffpunkt November 2012...

Über den Pfadfinder-Treffpunkt Der Pfadfinder-Treffpunkt (www.pfadfindertreffpunkt.de) ist ein moderiertes Diskussions- und Informationsforum mit großer Bandbreite für Pfadfinder, aber auch Jungenschafter oder Zug- und Wandervögel. Neben einem großen Forumsbereich zu allgemeinen und spezifischen Pfadfindergebieten und einem Chat verfügt der Treffpunkt über die wohl umfangreichste Übersicht aller Pfadfinderbünde Deutschlands. Die „hitzigste“ Diskussionen im Oktober und November 2012: Eröffnung des Enno-Narten-Bau Die Jugendburg Ludwigstein feierte im September nach mehr als 40.000 Baustunden, die durch Angehörige der Jugendbewegung und unentgeltlich geleistet  wurden, die feierliche Eröffnung des Enno-Narten-Baus. Es handelt sich hierbei um das größte Strohballenhaus Deutschlands. Der Bau stand unter der Schirmherrschaft des Landrats des Werra-Meißner-Kreises und wurde für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsidee von der UNESCO als Modellprojekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Das Gebäude ist der Schritt in einen dritten Bebauungsring und das Ergebnis einer langen Wunschsammlung in den Jugendbünden. Eine geräumige und barrierefreie Selbstversorgerküche gibt es dort, eine große Werkstatt, ein Kaminfeuer,  ein Tonstudio und eine offene Sommerküche. Der Bau trägt den Namen des Wandervogels, der die Jugendburg 1920 ins Leben gerufen hat. Und unter anderem daran entzündete sich die Diskussion. Enno Narten (1889-1973) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten des frühen Wandervogels und maßgeblich beteiligt am Erwerb und Aufbau der Jugendburg Ludwigstein. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich gegen die Wiederbewaffnung und den Vietnamkrieg und wurde wegen ersterem aus der SPD ausgeschlossen. Die Kritiker an der Namensgebung bemängeln jedoch eine im Vorfeld fehlende Aufarbeitung der Biografie Enno Nartens in der Zeit zwischen 1933 und 1945. Als da wären seine Mitgliedschaft in der NSDAP, sein ehrenamtliches Engagement in der nationalsozialistischen “Kraft durch Freude”- Organisation, sein Vorsitz im “Niedersächsischen Heimatbund” sowie mögliche oder auch tatsächliche weitere Verstrickungen in das nationalsozialistische System. Die Berichterstattung in der (mindestens) rechtskonservativen Zeitung „Junge Freiheit“ über die Eröffnungsfeier stieß dann gleichfalls...