Leserbriefe scouting 02-12

Praxis Paragraphenreiterei für Pfadfinder Zu scouting 04-11, Seite 41 und scouting 01-12, Seite 6 Liebe Almi, ich freue mich über die elegante Korrektur des Artikels über das Urheberrecht. Nun ist so ziemlich alles richtig. Was bleibt, ist nun natürlich die Angst des Liederbuchmachers, der sich zum ersten Mal mit dem für ihn komplizierten Urheberrecht befasst, dass er etwas falsch machen könnte und dann womöglich strafrechtlicher Verfolgung unterliegt. Er wird vielleicht ganz den Mut verlieren und nichts mehr tun, und das wäre auch schade. Der rechtskundige Praktiker weiß natürlich, dass auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen und kein Staatsanwalt wegen falscher Rechtsnotiz oder fehlendem Rechteerwerb bei einem kleinen bündischen Lied zum Strafknüppel greifen wird. Aber in jedem Fall ist es gut, wenn das Bewusstsein von Recht und Unrecht auch im Bereich des geistigen Eigentums geschärft wird. Und man wird dem Liederbuchmacher in spe sagen können, dass er sich ja auch etwas helfen lassen könnte. Nur ein Wort ist in dem Artikel in scouting 01-12 daneben geraten: das Wort ,,Zwangslizenz“. Du beschreibst da einen Vorgang, wo ein Beauftragter (hier die GEMA) etwas tut, wozu er vom Inhaber eines Urheberrechtes beauftragt und berechtigt worden ist, nämlich an Stelle des Urhebers eine Lizenz zu erteilen. Das hat mit Zwang nichts zu tun, sondern ist einfaches Vertragsrecht. Dagegen gibt es den Begriffder Zwangslizenz durchaus im UrhG, nämlich im § 42 a (früher § 61). Der übt tatsächlich einen Zwang aus. Wenn nämlich irgendeinem Tonträgerhersteller das Nutzungsrecht zur gewerblichen Herstellung eines Werkes eingeräumt worden ist, muss es auch jedem anderen Hersteller eingeräumt werden (mit gewissen Beschränkungen). Wohlgemerkt: Nutzungsrecht an einem Werk, nicht an der Interpretation durch einen Interpreten. Diese Zwangslizenz wurde eingeführt, um eine Monopolisierung der Nutzung eines Werkes durch einen Tonträgerhersteller zu vermeiden. Aber das ist...

Pfadfinderblockhaus brannte vollständig nieder...

Wenn es nicht zum Verzweifeln wäre, würde sich fast die Einrichtung einer eigenen Scouting-Rubrik für abgebrannte Pfadfinderheime lohnen. Ende Mai ist wieder einmal ein Haus dieser Tragödie zum Opfer gefallen. In Erlangen brannte das vom BdP Stamm Asgard selbstgebaute und erst 15 Jahre alte Blockhaus ab. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt. Der Brand wurde kurz nach Mitternacht entdeckt. Als die Feuerwehr eintraf, standen das Gebäude und ein Anbauschuppen aber bereits völlig in Flammen und konnten nicht mehr gerettet werden. Durch die enorme Hitze wurden zudem mehrere in der Nähe stehende Wohnwagen und ein Motorbootanhänger beschädigt. Der Stamm freut sich sicherlich über Geldspenden! Konto Nr.: 89777  BLZ: 76350000  Sparkasse Erlangen Aus diesem traurigen Anlass heraus möchten wir all jenen Pfadfindergruppen, die (noch) stolzer Besitzer einer nicht dauerhaft bewohnten und vielleicht sogar abseits gelegenen Hütte sind, dringend anraten, mit der örtlichen Feuerwehr einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren, in dessen Rahmen eine Brandschutzberatung insbesondere in Hinsicht auf Brandstiftung erfolgen kann. Quelle: scouting...

Schülerinnen widmeten sich der Pfadfinderarbeit...

SSE heißt ausgeschrieben „Senior Seminar Experience“. Das System stammt aus den USA und ist dort zumindest an manchen Schulen eine Anforderung für den Highschool-Abschluss. Beim SSE  lernt man, ein Projekt zusammen mit einem kompetenten Partner aus Kommunen, sozialen Einrichtungen oder Wirtschaft zu organisieren und durchzuführen. Das Gymnasium in Wilhelmsdorf hat das für seine Oberstufe aufgegriffen. Der dortige SSE-Kurs richtet sich an die Schüler der Klasse 12, die Bewertung fließt in das mündliche Abitur mit ein. So schlossen sich zwei Schülerinnen im Rahmen des SSE-Projekts mit den Pfadfindern Royal Rangers, Stamm Illmensee und Stamm Ravensburg, sowie Mitarbeitern der Freien Christengemeinde Illmensee zusammen, um gemeinsam einen Erlebnistag für Kinder am Seefreibad auszurichten. Trotz Dauerregen folgten 50 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren der Einladung. Im Rahmen des Projekts sollten die Kinder raus in die Natur kommen und in Gemeinschaft Techniken zur Anwendung in freier Natur erlernen. Sie lernten Knoten zu knüpfen, erhielten Informationen über Erste Hilfe, lernten Karten zu lesen und einen Kompass zu gebrauchen und nutzten Kletter- und Seilbahnstation. Quelle:...

Höhenflug für mutige Pfadfinder...

Für ihren Bezirkstag hatten sich die Pfadfinder der Gelsenkirchener DPSG etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit dem Slogan „Pfadfinder – gefällt mir“ hatten sich 250 Kinder und Jugendliche anlocken lassen, welche an diversen Angeboten teilnahmen. So wurden interessante Orte, Firmen und Verbände besucht, es gab Führungen bei der Polizei, bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Lokalradio.  „Es geht darum, etwas Spannendes zu erleben, seine eigenen Grenzen kennen zu lernen, um Selbstentwicklung, aber auch um gruppendynamische Prozesse“, erklärte Cornelia Franz, Bezirksvorsitzende der DPSG Gelsenkirchen. Ganz Mutige konnten sich vom 50m hohen Turm der Heilig-Kreuz-Kirche abseilen, wobei sich ihnen eine herrliche Aussicht bot. Quelle:...

Buttersäure-Anschläge auf Gruppenräume des BDP...

Buttersäure ist eine bei Zimmertemperatur farblose Flüssigkeit, die im Wesentlichen den unangenehmen Geruch von Erbrochenem ausmacht. Ihre Dämpfe reizen die Augen sowie die Atemwege. Sie ist in Apotheken z.B. zur Behandlung von Warzen frei verkäuflich. Eben das wurde mehreren Gruppenräumen des Bundes Deutscher PfadfinderInnen in Mecklenburg-Vorpommern zum Verhängnis. Anfang Mai wurden dort zeitgleich in mehreren Städten entsprechende Anschläge auf Häuser von Mitgliedsgruppen verübt. Die Bundesleitung verortet die Täter im rechtsradikalen Milieu. Der BDP bezeichnet sich selbst als „ein antifaschistischer, antirassistischer, multikultureller, innovativer, basisdemokratischer, selbstbestimmter, keiner Partei und Erwachsenenorganisation angeschlossener Jugendverband“ und setzt sich in der Öffentlichkeit wahrnehmbar gegen Rechtsradikalismus ein. Quelle: Pressemitteilung des...