Kennst du das Gefühl ?

Kennst du das Gefühl? Das Gefühl, nach einem guten Gespräch neue Gedanken zu haben? Das Gefühl, einen Brief zu öffnen und sich über die liebevolle Art und den Inhalt so sehr zu freuen, dass du die Welt umarmen möchtest? Das Gefühl, morgens aus dem Zelt zu treten, während die Sonne scheint und deine Füße laufen über taunasses Gras? Das Gefühl, dich geborgen und beschützt unter vielen anderen zu fühlen, nicht alleine zu sein? Das Gefühl, dich auf den Boden zu legen, Sterne zu gucken und dich Gott nahe zu fühlen? Das Gefühl, wenn sich deine Stimme mit tausenden anderen zu einer vereint? Das Gefühl, fremden Menschen zu vertrauen? Das ist Taizé für mich.Taizé, ein Ort mitten in Frankreich, ein kleines Dorf in Burgund, in dem seit 1945 eine Gemeinschaft von Brüdern lebt, die das Evangelium als Grundlage ihres Lebens gewählt hat – und dazu einlädt, dies zu teilen. Und so befinden sich neben dem scheinbar verschlafenen Dörfchen unzählige Zelte, dicht an dicht. Viele tausende Jugendliche – selbst aus den entlegensten Winkeln der Welt – kommen hier zusammen, um die Osterwoche gemeinsam zu erleben! Der Austausch in den Gesprächsgruppen findet oft mit Händen und Füßen statt und auf eine fantastische Weise versteht man sich einfach sofort. Nirgendwo kann man so schnell, so leicht Beziehungen in die ganze Welt knüpfen, nirgends trifft man auf so viel Neugierde und Offenheit. Die gemeinsamen Gebete und der persönliche Glaube stehen hier im Mittelpunkt – doch auch das Erledigen von kleinen Arbeiten gehört zu dem Leben hier dazu. Taizé ist offen für Menschen jeder Konfession, für jeden Zweifel und jegliche Fragen – das einfache Leben und der geregelte Tagesablauf helfen, zur Besinnung und zur Ruhe zu kommen. Abends jedoch kann man diesen Ort noch einmal ganz anders erleben. So findet...

Eine Singerunde für den Frühling...

2008 ins Leben gerufen, waren unsere sogenannten Musikrunden, deren Name wir so wählten, damit verständlich wird, dass es noch um viel mehr geht, als nur das bloße Singen, nur für unsere Sippe bestimmt. Doch nach und nach entwickelte sich daraus ein etwas größeres Spektakel und am 18. Februar erreichte es seinen Höhepunkt. Da der Februar eine Jahreszeit ist, wo das Grau überwiegt und man aus diesem Grund anfängt, vom Sommer zu träumen, beschlossen wir, eine überbündische Singerunde zu veranstalten. Um einerseits mit Frühlingsgedanken dem Winter entgegenzuwirken und um andererseits die verschiedenartigen Bünde in Hessen kennenzulernen.Am frühen Abend sah es so aus, als ob es mal wieder eine kleine Singerunde im bekannten Kreis werden würde, doch nach und nach füllte sich der Raum mit verschiedenartigen Trachtfarben: rote (HMP), hellgrüne (HP), blaue (BdP) und graue (BPS) waren anwesend. 30-40 Pfadfinder hatten sich in den Räumlichkeiten der Heliandpfadfinderschaften zusammengefunden. Mit der Vorstellungsrunde und mit den Liederwünschen bekam man eine erste Gelegenheit, die anderen kennen zu lernen. Die kreativen Beiträge fanden begeisterten Anklang. Zwei von Michael Endes Gedichten wurden mit Gitarre und Gesang vorgestellt und die HP wurde von der HMP liebevoll auf den Arm genommen. („Die Fähigkeiten des HPlers reichen über laut rumbrüllen, sich gegenseitig zu verkloppen, in regelmäßigen Abständen einen Winterschlaf zu halten bis dahin, dass sie sich alle gleichzeitig auf einen undefinierbaren Gummiring stürzen.“) Natürlich durfte bei so einer Stimmung das Programm nicht fehlen. Es wurden Gruppen zusammengesetzt, wo immer mindestens einer von jedem Bund dabei war. Die Aufgabe lautete nun folgendermaßen: Die Gruppen mussten Improtheater spielen und sich so vorstellen. Die Schwierigkeit lag hierbei, darin drei abstruse Begriffe einzubauen, die sie erst auf der Bühne bekamen. Das hatte zum Beispiel eine etwas merkwürdige Diskussion bezüglich des Vegetarier-Seins in jeder Pfadfinderschaft zur Folge. Bei manchen...

Pfadfinder von gestern

Redakteure sind immer auf der Suche nach Neuigkeiten. Da diese nicht immer von allein ihren Weg in die Redaktion finden, wird fleißig im Internet recherchiert. Als dieses seinen Siegeszug antrat, wollten die Pfadfinder und Wandervögel natürlich nicht außen vor bleiben. Überall entstanden Homepages, mittlerweile ist es fast schon ungewöhnlich, eine Gruppierung nicht per Mausklick auffinden zu können. Doch die Begeisterung, mit der die Seiten anfänglich entstanden, ist nicht bei allen von Dauer gewesen. Irgendwelche enthusiastischen Programmierer hatten anno dazumal allerorten die Rubriken „Aktuelles“ oder „Termine“, „Berichte“ oder sogar „Fotos“ erschaffen. Rubriken, die wie dafür geschaffen sind, regelmäßig aktualisiert zu werden. So möchte man es als naiver Redakteur jedenfalls glauben. Fast harmlos die Terminübersicht der Christlichen Pfadfinderschaft Stamm Pfulo, die aus dem Jahr 2010 stammt. Ebenso jene vom Stamm Jörg von Schauenburg  aus der Pfadfinderschaft Süddeutschland. Immerhin steht oberhalb der Termine von 2010 die große Ankündigung, dass am 21. Mai 2011 die 60jährige Jubiläumsfeier anstehe. Ist ja auch nicht schlimm, wir haben ja erst Juni. Beim Deutschen Pfadfinder Bund e.V. Hohenstaufen / gegr. 1911, Stamm Alexander von Humboldt sind wir termintechnisch hingegen schon im Jahr 2009 steckengeblieben. Beim Pfadfinderbund Großer Jäger gibt es sogar einen eigenen Blog für die Termine – mit Eintragungen aus 2007 bis 2009. Bereits auf der Startseite der CP Dreieich heißt es ehrlich: Zuletzt aktualisiert am 30.07.2008. Warum es dann trotzdem eine Rubrik „Termine“ gibt (inklusive Tippfehler:„Sorry, aber dieses Board ist im Moment nicht verfügbar. Probier es bitte später wieder. es wird aktualisiert und auf den neusten stand gebracht und steht bald wieder zur Verfügung!“) bleibt wohl ein unlösbares Rätsel. Der Mädchenwandervogel Solveigh war 2008 in Kirgiztan und 2007 in Namibia. Das scheint seither nicht mehr übertroffen worden zu sein, denn Aktuelleres findet sich nicht. Fast dachte ich schon, die Krone...

1. Zugvogel-Sängerfest zu Dümpelfeld...

Immerhin 200 Eingeweihte waren in diesem Jahr der Einladung der Zugvögel vertrauend Anfang Mai nach Dümpelfeld gefahren. Damit erlebte dieser kleine Ort bei Adenau vorübergehend einen Zuwachs um fast 25% seiner Einwohnerschaft. Das Sängerfest des Zugvogels, welches jahrelang in dem ebenfalls zunächst unbekannten, schließlich aber überaus beliebten (nach dem Geschmack der Veranstalter aber eher zu beliebten),  „Ottenstein“ ein jährliches Stelldichein gab, war schließlich beendet worden, nur um wenig später doch wieder stattzufinden und jetzt nach Dümpelfeld umzusiedeln. Um keine erneute „Bündische Kirmes“ (O-Ton eines Zugvogels) loszutreten, gab es rigide Anmeldungsmodalitäten. So musste man sich vorher anmelden und bekam den Eintrittsbutton zugeschickt. Die ersten, die bei der Anmeldung berücksichtigt wurden, waren Singegruppen. „Uns geht es gerade um ebenjene, die sich einbringen, Spaß am Singen haben und das Fest bereichern“. Danach kamen die Anmeldungen von Gruppen, zuletzt die von Einzelpersonen. Die Anmeldezahl war strikt begrenzt. Doch es hat sich gelohnt. Der Plan der Zugvögel ist aufgegangen. Die musikalische Qualität ist gestiegen, die Nachwuchsgruppen waren endlich wieder erfolgreich dabei, die „bündischen Schlachtenbummler“ hatten sich zahlenmäßig deutlich dezimiert. Einen ungewohnten Anblick boten die Kohten und Jurten zwar beim Sportplatz des Dorfes und die Veranstaltungshalle verfügte über den Charme, den eine praktische Multifunktionshalle oft mit sich bringt und überhaupt stand man hier mitten im Dorf im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Dennoch: „Der beste Singewettstreit seit langem“ urteilten die Besucher und „Die Burschen sind in Ordnung“ befand der Ortsbürgermeister von Dümpelfeld nach der Veranstaltung und sagte auch direkt Entgegenkommen für das nächste Jahr zu. Dann weiß man ja jetzt wieder, was man im Mai zu tun hat – sofern man sich auf die Bühne traut. Vorderste Plazierungen Altersgruppe im Durchschnitt bis 18 Jahre: Schwaadlappe, Bergischer Orden, Zugvogel Tomburger, Saarland Altersgruppe im Durchschnitt über 18 Jahre: Tschaika, Berlin Alain Vogél Quintett, Bergischer...

Pfadfinder dürfen Schatz behalten...

Es ist mittlerweile ein Jahr vergangen, seitdem die Gruppe „Bensberger Tukane“ der Christlichen Pfadfinderschaft der Adventjugend (CPA) bei einer Waldkundschaft in einem Kellergewölbe eines zerfallenen Hauses einen echten Schatz fand. Vermutlich hatte ein Dieb hier ein sicheres Versteck vermutet und Uhren, Ketten und anderen Schmuck hinterlegt und dabei nicht mit der Abenteuerlust von Pfadfindern gerechnet. Deren Gruppenleiter staunte jedenfalls nicht schlecht, als er es bei einem Blick in das Gewölbe funkeln sah. Die Pfadfinder sicherten zunächst nur einen kleinen Teil der Beute, um dann am folgenden Tag mit Plastiktüten zurückzukehren und den Fund der Polizei zu übergeben. Doch diese konnte auch nach dem Ablauf eines Jahres noch nicht die Besitzer der Fundstücke ausfindig machen. Und so kam es, dass sich nun, ein Jahr nach dem Fund, die Tukane erneut im Polizeirevier einfanden, um den Schatz persönlich in Empfang zu nehmen. Reich werden sie dennoch nicht werden, denn sie entschlossen sich, einen Großteil für einen guten Zweck zu spenden. Quelle: scouting 02-11...