Wildes Zelten

Manche Gruppen tun es aus Überzeugung ausschließlich, andere vermeiden es gänzlich: Das „wilde“, d.h. unangemeldete Zelten in Kleingruppen insbesondere auf Wanderschaft. Einfach in der Natur zu übernachten, ist in Deutschland nicht durch ein „Jedermannsrecht“ zugesichert. Zelten ist allerdings, außer im Wald, in Naturschutz- oder ähnlichen Schutzgebieten, in keinem Bundesland explizit verboten. Voraussetzung zum legalen Übernachten ist zunächst, dass die geplante Schlafensstelle überhaupt betreten werden darf. Das ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt, sondern eine Angelegenheit der jeweiligen Landesnaturschutzgesetze. Dabei lässt sich ein gewisses Nord-Süd-Gefälle feststellen: So ist in Bayern, Baden-Württemberg, im Saarland und in Sachsen das Betreten der freien Landschaft jedermann gestattet, auf Privatgrund auch ohne Zustimmung des Grundeigentümers. Ausgenommen sind natürlich land- und forstwirtschaftlich und andersartig genutzte Flächen. In den nördlichen Bundesländern beschränkt sich die Betretungserlaubnis meist auf Pfade und Wege und ungenutzte Grundflächen, dort herrscht das so genannte Wegegebot. Diese einzelnen Gesetze der Bundesländer können von den kommunalen Verwaltungen durch Sonderregelungen eingeschränkt werden. Es reicht also nicht nur der Blick in die Ländergesetze, wer auf Nummer sicher gehen wollte, müsste sich theoretisch zusätzlich zu den Regelungen der jeweiligen Gemeinde erkunden. Beim Zelten auf Privatgrund stehen die Eigentumsrechte des Besitzers im Vordergrund. Das Gesetz unterscheidet außerdem zwischen Zelten und Biwakieren (Übernachten ohne Zelt). Das Biwakieren im Wald ist nicht grundsätzlich untersagt – hier bewegt man sich je nach Bundesland bzw. Kommune in einer rechtlichen Grauzone. Auch im Elbsandsteingebirge ist das Zelten strengstens verboten, das „Boofen“ unter Felsvorsprüngen wird hingegen an ausgewiesenen Plätzen toleriert. In einigen wenigen Bundesländern (z.B. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) erlauben die Landesnaturschutzgesetze nicht motorisierten Reisenden (Wanderer, Radfahrer, Kanufahrer etc.) eine einmalige Übernachtung im Zelt in freier Natur, sofern diese außerhalb von Naturschutzgebieten stattfindet. Für den Naturpark rund um die Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern ist vom Wildzelten ganz besonders abzuraten, denn hier greifen...

Engagement in Mexiko

Fünfzehn Monate verbringen fünf junge Erwachsene, darunter auch Stefan Puke vom DPSG Stamm Don Bosco aus Wolbeck, in Mexico. Sie absolvieren dort ihren Zivildienst bzw. ihr Freiwilliges Soziales Jahr unter der Trägerschaft des „Vereines für interkulturellen Austausch und Dialog mit Mexiko: Animo“. Untergebracht sind sie in den Pfarrhäusern der unterschiedlichen Gemeinden. Neben der Beteiligung am Gemeindeleben übernehmen sie verschiedenste soziale Aufgaben.Die derzeitige Heimat des Pfadfinders Stefan ist Tasquillo, ein Ort mit 16000 Einwohnern, der etwa drei Stunden nördlich von Mexiko-Stadt liegt. Er ist eine grüne Oase inmitten der von Kakteen übersäten mexikanischen Halbwüste. Die Pfarrgemeinde ist mit dem Zentrum und insgesamt 32 Dörfern eine große und lebendige Gemeinde. „Migration, Armut, Alkoholismus und Stand der Frau sind nur einige gesellschaftliche Probleme, die ich hier täglich sehe und die meine Arbeit beeinflussen“, so Stefan Puke, dessen Aufenthalt aus Spenden finanziert wurde. Während seines Zivildienstes gibt er vor Ort und in der Umgebung Englisch- und Deutschunterricht, führt die Kommunion- und Firmvorbereitung in mehreren Dörfern, leitet die Einheimischen zum pfleglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen an. Nebenbei verwandelt er ein verwahrlostes Stück Land in einen Garten mit Teich, einer kleinen Überdachung und einer Feuerstelle. Außerdem möchte er durch den Anbau von Tomaten, Zwiebeln, Zitronen und anderen Pflanzen die Familien vor Ort zur Rückkehr zur Selbstversorgung anleiten. Die stetig steigenden Lebensmittelpreise der Import-Lebensmittel schüren die Angst vor einer Hungersnot. Nebenbei arbeitet er außerdem an einem Liederbuch mit Liedern in Spanisch und der Indianersprache „hñähñu“. Im Vordergrund steht für den ihn jedoch die gemeinsame Zeit zum Spaß haben, Abenteuer erleben und Gemeinschaft leben. Außerdem gebe es „immer etwas zum Anpacken.“ Animo ist ein Verein, der von Jugendlichen gegründet wurde, die als Friedensdienstleistende im Rahmen der Bistumspartnerschaft Tula-Münster in Mexico gelebt und gearbeitet haben. In dieser Zeit erfuhren sie, wie bereichernd...

Streit um die Nutzung des ehem. Jugendzeltplatzes Freudenthal...

Die Deutsche Freischar ist für die CDU der Favorit für die Übernahme des Jugendzeltplatzes im Freudenthal bei Bergisch Gladbach. Die anstehenden Renovierungsarbeiten waren der Stadt zu hoch, ein Verkauf des Geländes wurde diskutiert (wir berichteten). Nun haben die regierenden Parteien beschlossen, das Gelände nicht zu verkaufen, sondern zu einem symbolischen Preis zu verpachten bzw. im Rahmen von Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen. Interessiert hatten sich neben der Freischar, die nach dem Verkauf ihres bisherigen Bundesheimes in Gifhorn über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, eine Gruppe der VCP, bei der jedoch eine Privatperson in Vorleistung treten würde. Während die CDU die Freischar favorisiert und einen entsprechenden Antrag in den Jugendhilfe- und den Finanzausschuss einbringen wird, möchte die SPD vor einer Entscheidung das Ergebnis der Verwaltungsprüfung abwarten. Die Pächter sollen gemäß CDU verpflichtet werden, den Platz in Stand zu setzen und während der gesamten Pachtzeit auch für andere Gruppen zum Preis von vier Euro pro Übernachtung zu Verfügung stellen. Unterdessen wurden Korruptionsvorwürfe laut, die Verwaltung habe das Gelände absichtlich verfallen lassen, um es gewinnbringend und ohne großes Aufsehen meistbietend unter der Hand verscherbeln zu können. Angebote von gemeinnützigen Übernahme-Interessenten hatte die Verwaltung der Politik gegenüber jedenfalls jahrelang verschwiegen. Quelle: scouting...

Hela 2008 – Stevninghus

Gut gelaunt und voller Tatendrang trafen wir uns am 11.10. um 10 Uhr vor unserer Blockhütte, um das Herbstlager 2008 im dänischen Stevninghus anzutreten. Dank den Eltern, die sich als Trägertaxen zur Verfügung gestellt hatten, trafen wir schon früh auf dem Lagerplatz kurz hinter der dänischen Grenze ein. Nach einer netten Einführung durch die einheimische Pfadfinderin Birgit bauten wir unsere Zelte auf. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Aufbauen der Küche, Holz sägen und in gemütlicher Runde am Lagerfeuer. Als wir am nächsten Morgen müde aus dem Zelt schauten, strahlte uns die Sonne entgegen. Wir machten uns eifrig an den Aufbau des Lagertors und des Fahnenmasts. Nachmittags machten wir einen Orientierungslauf rund um den Lagerplatz, an dem alle viel Spaß hatten. Montag sandten wir die Gruppen mit jeweils zwei Kartoffeln bewaffnet in die umliegenden Dörfer aus. Mit diesen sollten sie alle Zutaten für ein komplettes Menü zum Thema „Liebe“ ertauschen. Am Nachmittag wurden die Ergebnisse der Jury präsentiert. Dienstag war das Highlight des Lagers: Wir fuhren nach Aabenraa, wo wir zunächst die Stadt erkundeten und anschließend ins Schwimmbad gingen. Abends saßen wir, wie jeden Abend, am Lagerfeuer und spielten und sangen. Mittwoch bestritten wir den ganzen Tag einen erbitterten Kampf gegen die großen Rengentropfen, die ungnädig auf unsere Zelte trommelten. Donnerstag wurden die nötigen Vorbereitungen für das abendliche Thing getroffen und Laternen für die Verschönerung des festlich geschmückten Großzeltes gebastelt. Während dieser festlichen Zeremonie wurden neue Stände und Ämter ernannt und die Sieger der Lagerwettbewerbe bekanntgegeben. Am Freitagmorgen waren wir alle etwas übernächtigt und somit froh, dass wir länger als gewöhnlich schlafen konnten. Nach dem Frühstück spielten wir vergnügt einige Runden Mehl-Gotcha. Abends genossen wir den letzten Abend des wunderschönen Lagers, das in gleißendes Vollmondlicht getaucht in unserer Erinnerung verewigt wurde. Gut...

Ein Gruppenheim für Zugvögel

Die Trägerschaft für das Jugendheim in der Dorotheenstraße in Dinslaken hat der Orden der Geusen im Zugvogel Deutscher Fahrtenbund übernommen. Im Rahmen seines Jahresfestes stellte er das Projekt den rund 150 Besuchern vor. Der Orden ist dabei, das Haus mit seinen Mitteln neu zu gestalten und zu renovieren, natürlich alles in Eigenarbeit. Kaminzimmer und Küche sind bereits fertig, als nächstes steht die Renovierung des „Sängersaals“ auf dem Programm, in dem Veranstaltungen stattfinden werden. Das Gebäude steht auch anderen Gruppen zur Verfügung. www.ordendergeusen.de Der Zugvogel wurde 1953 unter der Führung von Alo Hamm (Trenk) gegründet. Der Zugvogel bekennt sich zur absoluten Gewaltlosigkeit und ist weder parteipolitisch, religiös noch standesmäßig gebunden. Quelle: scouting...