Einmal kam ein Wolf bis vor das Zelt...

Rußlandfahrt in die Taiga Mit der „Russian Union of Scouts“ pflegt die Solmser Pfadfinderschaft seit 1996 im Rahmen ihres gemeinsamen Dachverbandes WFIS eine Partnerschaft. Schon zwei Mal waren Gruppen zu einem gemeinsamen Lager an der Vetluga, einem Nebenfluß der Wolga, gefahren. Auch dieses Jahr zog es die Rover in ein gemeinsames Lager mit ihren russischen Partnern in der Taiga. In einer intensiven Vorbereitungsphase hatten sich die sieben Teilnehmer vorab mit dem Gastland beschäftigt. Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug über Moskau, wo sie in Begleitung ihrer zwei russischen Dolmetscher-Altpfadfindern eine Stadtbesichtigung machen konnten. Nächstes Ziel war Nishny Novgorod, etwas mehr als 400 Kilometer von Moskau entfernt. Mit dem Kleinbus nahm diese Fahrt glatte 10 Stunden in Anspruch. Dort traf man mit einer russischen Pfadfindergruppe zusammen und ging gemeinsam auf Erkundungstour. Quartier bezog man im Heim der Partnergruppe auf einem Schulgelände. Gemeinsam ging man auf Stadterkundung in der viertgrößten Stadt Rußlands – die alte Festungsanlage, ein historisches Dorf am Stadtrand, moderne und schön restaurierte Gebäude an der Prachtstraße. Mehr und mehr werden auch hier die Plattenbauten aus kommunistischer Zeit durch architektonisch ansprechende Neubauten ersetzt. Ein besonderes Erlebnis war dann der Besuch in einer orthodoxen Kirche. Mit der Eisenbahn, zu Fuß und schließlich per Armeetruck wurde dann die letzte Etappe der Anreise von nochmals 200 Kilometer absolviert. Im Taiga-Lager kamen dann 350 Pfadfinder aus Rußland und der Ukraine mit den Deutschen zusammen. Das Lagerprogramm umfaßte Spielwettkämpfe, Kanuausflüge, Lagerfeuer und eine Fahrt über 15 Kilometer in Kanus, sowie eine zehn Kilometer lange Wanderung durch die Taiga. Daneben gab es Ausflüge an Seen und in eine Fabrik für Holzsouvenirs. Im Lager herrschten eine Mückenplage, über 35 Grad Hitze und einmal kam ein Wolf an die Zelte der Pfadfinder. Abends saß man an den Lagerfeuern der Russen, sang und...

Phantasialand

Mehr als zwanzig Jahre ist es her, daß die Pfadfinder aus Brühl bei Köln als freiwillige Testpersonen in der Show von Jürgen von der Lippe anschaulich demonstrierten, was passiert, wenn man mit der Achterbahn im örtlichen Freizeitpark Phantasialand fährt und gleichzeitig versucht, Eis, Fritten mit Sauce oder Getränke zu konsumieren. Viel hat sich dort seither getan. Die in Themenbereiche gegliederten und vielfach ausgezeichneten Attraktionen des Parks bilden eine Mischung aus schnellen, aufregenden und langsamen, gemütlichen Fahrgeschäften, sowie Spielbereiche speziell für Kinder. Seit 2004 bietet das Zeltlager „Smokey’s Digger Camp“ auch Indianertipis zum Übernachten vor Ort. Neben seinen Fahrgeschäften bietet das Phantasialand auch verschiedene ausgezeichnete Shows und eine vielseitige Gastronomie. Bei einem Besuch vor Ort trifft man, obgleich die Meinungen darüber, ob der Besuch eines Freizeitparks wirklich pfadfindergemäß ist, sicherlich geteilt sind, immer wieder auf Pfadfindergruppen, die sich ebenso amüsieren, wie alle anderen. Vorangemeldete Gruppen erhalten Rabatt auf den Eintrittspreis. Eine Preisreduzierung unter der Vorlage der JULEICA ist leider nicht möglich. Allerdings: Nahrungsverzehr ist auf den Fahrgeräten wohlbegründet immer noch nicht gestattet. www.phantasialand.de Quelle: scouting...

Luxemburgisch-Senegalesische Freundschaft...

Ein ganz besonderes Projekt: Seit vielen Jahren helfen die Lëtzebuerger Guiden et Scouten aus Luxemburg beim Aufbau des „Centre international de formation pratique“ (CIFOP) im Camp Andandoo bei Mhobo im Senegal. Auf dem Gelände befindet sich eine mittlerweile gut funktionierende Berufsschule, an der jährlich etwa 140 senegalesische Studenten ihr Abschlußexamen vor allem in den Ausbildungsbereichen Mechanik, Metallkonstruktion , Bauwesen und Schreinerei ablegen können. Nach 20 langen Jahren der fruchtbaren Entwicklungszusammenarbeit zwischen senegalesischen und luxemburgischen Pfadfindern war nunmehr die Zeit gekommen, das CIFOP autonom funktionieren zu lassen. Doch um dieses Jubiläum gebührend zu begehen und das Feierliche mit dem Nützlichen zu verbinden, wurden nochmals in einem Arbeitseinsatz die existierenden schulischen Ausbildungsinfrastrukturen verbessert, verschiedene Schulgebäude renoviert sowie ein Schlafsaal mit sanitären Einrichtungen gebaut, damit das CIFOP in Zukunft während der Sommerferien von Jugendlichen als Ferienkolonie genutzt werden kann. Auf der Tagesordnung stand für die diesjährig 101 angereisten Luxemburger Pfadfinder und 110 „Eclaireurs et Eclaireuses du Sénégal“ (EEDS) also Mörtel mischen, Schulzimmer streichen und Bäume auf dem weitläufigen, 51 Ha großen CIFOP-Areal anpflanzen, um somit einen Beitrag gegen die zunehmende Desertifikation zu leisten. Durch diese Aufforstung wurde eine Fläche von knapp 10 ha begrünt und damit revalorisiert – 8 luxemburgische Förster setzten deshalb in Mboro ihr Fachwissen im Sinne der „Agroforestry“ ein. Außerdem wurde für einen besseren Umgang mit dem Rohstoff „Holz“ gesorgt, indem eine Lichtung neu bepflanzt, ein botanischer Lehrpfad angelegt und ein Obstgarten geschaffen wurden. Andandoo (wolof für: „zusammen einen Weg beschreiten“) heißt aber mehr als nur Bauen, Ackern und Anstreichen – wie es bei Pfadfindern üblich ist, wurden die gelebte Solidarität, das gegenseitige Kennenlernen und das interkulturelle Miteinander groß geschrieben: Ausflüge in Naturparks, interreligiöse Zeremonien zwischen Moslems und Katholiken, Zusammensitzen am Lagerfeuer rundeten das Programm ab. Trotz der jetzt erfolgten „Abnabelung“ werde die Berufsschule...

Belgische Pfadfinder vergaßen das Aufräumen...

Bei Ankunft des Vortrupps war Flexibilität gefordert. Der Lagerplatz in Genua, auf dem die Pfadfinder vom Stamm Schwarzer Panther BdP Pfullendorf ihre Zelte aufschlagen wollten, glich bei Ankunft eher einer Abladestelle von Unrat. Belgische Pfadfinder hatten bei ihrer Abreise offensichtlich das Aufräumen vergessen.  Zwei Tage nahmen die Ordnungs­maßnahmen in Anspruch, ehe das erfolgreiche Sommerlager seinen Lauf nehmen konnte. Quelle: scouting...

VCP Landeslager

Mit dem Motto »inti suyo – Volk der Sonne« befaßte sich das diesjährige VCP-Landeslager auf dem Schachen in Münsingen-Buttenhausen mit der Geschichte der Inka. Den 1000 Jugendlichen aus mehr als siebzig Ortsgruppen des VCP sowie Pfadfindern aus sechs Gastländern wurden neben Lagerfeuerabenden, Sporttagen und Planspielen auch Kanufahrten auf der Lauter und Ausflüge ins Münsinger Freibad geboten. Im Mittelpunkt standen aber die Workshops zur Vorbereitung des großen Sonnenfestes. Quelle: scouting...