Verarzten verboten?

Falls sich einer von euren Gruppenmitgliedern doch mit heißen Fett verbrannt haben sollte, ist es klar, daß die Stelle möglichst lange in kaltem Wasser gekühlt werden sollte. Vielleicht habt ihr sogar eine kühlende Salbe zur Hand und könntet auf die Idee kommen, diese zu verwenden. Aber wußtet ihr, daß es selbst Sanitätern ohne Rücksprache mit einem Arzt untersagt ist, Salben gleich welcher Art oder Medikamente (auch verschreibungsfreie) zu verabreichen? Die Gefahr von unerkannten Allergien lauert nach Ansicht des Gesetzgebers überall. Und das gilt auch auf Großfahrt und in der finnischen Pampa. Gruppenführern ist deshalb zu empfehlen, sich vor der Fahrt von den Eltern schriftlich geben zu lassen, unter welchen Allergien ihr Kind leidet, welche Erkrankungen es häufiger hat, welche Medikamente das Kind dagegen nimmt und diese Medikamente sollte das Kind dann von den Eltern mitgegeben bekommen und selbständig einnehmen. Bei Verletzungen sind die Eltern grundsätzlich zu informieren. Eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Sorgeberechtigten und den Betreuungspersonen, die es dem Jugendleiter bei Bagatellverletzungen erlaubt, selbst zu handeln, ohne sofort einen Arzt aufzusuchen oder eine telefonische Rückfrage in Akutfall, wird nicht von allen Juristen als ausreichend erachtet. Die Expertenempfehlung des Chefarztes der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes lautet hierzu: „Um unser eingesetztes Personal nicht unnötig in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen, möchte ich von meiner Seite an alle appellieren, keine Medikamente auf Sanitätseinsätzen mitzuführen, es sei denn, ein verantwortlicher Arzt ist mit dabei, bzw. übernimmt die Verantwortung für diesen speziellen Einsatz.“ Einen Vorteil hat das ganze: Der Stamm spart sich die Kosten für den Medikamentenkasten und der Gruppenführer muß ihn nicht mehr schleppen. Quelle: scouting 04-07 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Neues von den Nordlichtern

Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Pfadfinderverbandes (DPV) vom 22./23. September wurde der Pfadfinder & Pfadfinderinnenbund Nordlicht als neuer Mitgliedsbund aufgenommen. Damit wurde das beiderseitige Interesse an einer dauerhaften Zusammenarbeit besiegelt. Bereits am Pfingstwochenende waren die Nordlichter der Einladung des DPV gefolgt und nahmen am „Exploris“-Lager teil. Das vergangene Jahr verlief für die Nordlichter ausgesprochen erfolgreich. So konnten vor allem die Mädchen sich über regen Zuwachs freuen: Es kamen Gruppen in Volksdorf, Rissen, Tostedt, Altona und Blankenese hinzu. Der Pfadfinder & Pfadfinderinnenbund Nordlicht ist 2002 als eigenständiger Bund gegründet worden und hat ca. 140 Mitglieder. Die Nordlichter-Stämme sind aus dem DPBH hervorgegangen. Sie gehören der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Pfadfinderverbände (AHP) an und haben den Ring Schleswig-Holsteinischer Jungendbünde (RSHJB) mitgegründet. Mehr über die Nordlichter gibt es unter http://www.pbnl.de zu erfahren. Quelle: scouting 04-07...

Herbstlager der Nordlichter

Unser Herbstlager war für dieses Jahr leider die letzte Bundesfahrt im Zelt. Wir hatten alle voll viel Spaß, trotz des nicht perfekten Wetters. Wir, das sind die Pfadis vom Pfadfinder und Pfadfinderinnenbund Nordlicht aus Hamburg und Drumherum. Dieses Herbstlager ging es nach Vossbarch (VCP) in der Nähe von Norderstedt.Wir, mein Stamm Ambronen und die Mädchen von den Minas Tirith, sind von Altona mit der Bahn gefahren und von dort, nachdem wir am Bahnhof zufällig noch andere Pfadfinder getroffen haben, noch 20 Minuten zu Fuß zum Lagerplatz. Als wir dort ankamen haben alle ihre Zelte aufgebaut. Nach dem Morgenkreis ging es am nächsten Tag mit dem Geländespiel los, welches von einigen Teilnehmern der Gruppenleiterschulung vorbereitet wurde. Jede Gruppe mußte zu verschiedenen Posten und dort Aufgaben lösen. Zum Beispiel haben wir zwei äußerst trotteligen Pfadfindern (natürlich nur gespielt) Knoten beigebracht. Zwischen der ersten und der zweiten Runde gab es etwas Warmes zu Essen. Eigentlich sollte es gleich weitergehen, aber wer konnte denn ahnen, daß einige Gruppen zwei Stunden zum Essen brauchen. Danach gab es wieder Posten mit neuen Aufgaben. In einer Feierstunde am Abend wurden einige Pfadfinder aufgenommen und danach Preise in Fahrtissimo, einem Spiel, in dem unsere Horten jedes Jahr möglichst viele Meilen für unternommene Fahrten sammeln, verliehen. Am Sonntag gab es noch mal richtig Action, weil als besonderes Ereignis eine alte Kohte abgebrannt wurde, um die Gefahren von Feuer in der Kohte zu zeigen. Dafür kam extra die Feuerwehr um aufzupassen. Die Kohte brannte erstaunlicherweise schon nach kurzer Zeit ungefähr 10 Minuten lang. Aber solange immer aufgepaßt wird, ist ein Feuer in der Kohte natürlich kein Problem. Nach dem Abbau war unsere letzte Fahrt im Zelt mit allen zusammen auch schon vorbei! Arne (14 Jahre), Stamm Ambronen PBNL Quelle: scouting...

Oberbürgermeisterin übergibt den Bonner Mühlenstumpf an Pfadfinder...

Ein halbes Jahrzehnt hielten die Bemühungen der Pfadfinder um den Erwerb des Mühlenstumpfes in Bonn-Auerberg an, jetzt erfolgte endlich die feierliche Übergabe durch die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Nach fünfjährigem hin und her konnten die Mädchen vom Hag Rheintöchter und die Jungen des Stammes Rheingold aus dem DPB endlich ihre Erbpachturkunde in Empfang nehmen.Bei dem denkmalgeschützten Mühlenstumpf  handelt es sich um ein letztes Relikt einer jahrhundertealten Bau – und Techniktradition. Schon um 1620 stand an dieser Stelle eine  Bockwindmühle, welche später durch eine Holländische Turmwindmühle ersetzt wurde. Ihr Betrieb wurde 1899 eingestellt und die Aufbauten um die Zeit des ersten Weltkrieges niedergelegt. Der massive Unterbau diente in der Folgezeit als Eiskeller, Lager, Werkstatt und auch als Stall. Vor Jahrzehnten wurde er zugemauert, um einer weiteren Zerstörung vorzubeugen. Durch die Initiative des Deutschen Pfadfinderbundes bietet sich die Möglichkeit, den Stumpf wieder sinnvoll zu nutzen und ihn dadurch dauerhaft zu erhalten. Die Liste der anstehenden Bauarbeiten ist lang. Das Dach muß ausgetauscht werden, das im Hang liegende Gebäude zwecks Trockenlegung freigegraben werden, Wasser und Stromanschlüsse fehlen, eine Zwischendecke wird eingezogen und dann fehlt immer noch der Innenausbau. „Bis vor wenigen Minuten dachte ich, ich übergebe euch heute ein wertvolles Geschenk. Aber jetzt weiß ich, daß es nur eine gute Grundlage ist“, so sagte die Oberbürgermeisterin fast entschuldigend, nachdem ihr die anstehenden Bauarbeiten geschildert wurden. Optimisten in der Gruppe gehen davon aus, daß der Mühlenstumpf in zwei Jahren fertig gestellt ist und dann als Gruppenraum den 80 Jugendlichen zur Verfügung steht. Bis dahin werden rund 100.000 € investiert worden sein, die ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Pfadfinder und ihres regen Fördervereines sind hierbei selbstverständlich nicht berücksichtigt. Finanziell gefördert wird das Vorzeigeobjekt durch die Stiftung Mensch, die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die Bürgerstiftung Bonn und zahlreiche Einzelspenden. Aktuelle Informationen zum Projektstand finden sich...

Addio Mafia in Corleone

In der einstigen Hochburg der „Paten“ in der sizilianischen Stadt Corleone wächst der Widerstand gegen die Mafia. Für die Vergabe öffentlicher Aufträge werden mittlerweile Anti-Mafia-Prüfungen der Unternehmen verlangt, Ladenbesitzer weigern sich, Schutzgeld zu zahlen, und Jugendliche aus ganz Italien helfen in den Sommerferien auf konfiszierten Mafia-Landgütern. Mit dabei sind Rover der italienischen Pfadfinderorganisationen. Zusammen mit Studenten und anderen Freiwilligen sind sie im Geburtshaus des Paten Bernardo Provenzano untergebracht, das die Polizei vor einigen Jahren beschlagnahmt hat. In dem Sommer-Camp arbeiten die jungen Idealisten vormittags auf den Feldern, die den Mafia-Bossen weggenommen wurden. Nachmittags erklären ihnen Vertreter der Anti-Mafia-Kommission, Politiker oder auch Angehörige von Opfern die Mechanismen der organisierten Kriminalität. Veranstaltet werden diese Sommerkurse von der Kooperative „Lavoro e non solo“ (Arbeit und nicht nur das), die das ganze Jahr über die Felder bestellt, die einst in den Händen der Mafiosi waren. Mehr als 300 Teilnehmer haben sich für diesen Sommer in Corleone angemeldet, viermal so viel wie beim ersten Mal vor drei Jahren. www.lavoroenonsolo.it Quelle: scouting...