Sporenschildkröte auf Abwegen

Katrin Moschitz aus Windfus bei Reichshof-Eckenhagen glaubte ihren Augen nicht: Beim Ausritt durch den heimischen Forst kreuzte plötzlich eine 60 Zentimeter große und 25 Kilogramm schwere Schildkröte ihren Weg. Sofort informierte sie die örtliche Waldjugend, die dann auch mit einer ganzen Truppe losmarschierte, um das Tier einzufangen und ins Heim zu transportieren, wo das Fundstück liebevoll erstversorgt wurde. Der Kölner Zoo und der Affen- und Vogelpark Eckenhagen standen beratend zur Seite, bis der Besitzer des Tieres gefunden werden konnte: Das Tier war aus seinem Gewächshaus ausgebüchst. Quelle: scouting 04-06...

Glück im Unglück: Pfadfinder finden geraubte Handtasche...

Bei einem Raub in der Bad Schwartauer Elisabethstraße wurde eine 46-jährige zunächst zu Boden geschubst, dann entrissen ihr zwei maskierten Personen die Handtasche. Darin befand sich eine zwar nur geringe Menge Bargeld, jedoch sämtliche persönlichen Papiere der Geschädigten.Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ. Die Frau verletzte sich durch den Sturz schwer an der Schulter und mußte stationär in der Uniklinik aufgenommen werden. Am nächsten Morgen wurde durch einen 16-jährigen Bad Schwartauer Pfadfinder im Rahmen der Aktion „sauberer Wald“ die Handtasche der Frau gefunden. Es fehlte lediglich das Bargeld, alle Papiere befanden sich glücklicherweise noch in der Handtasche. Die Kriminalpolizeiaußenstelle Bad Schwartau hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: scouting 04-06...

Schweizer Pfadi in Zürich-Oerlikon: Umzug nach 75 Jahren...

Im Jahr 1931 wurde das Pfadiheim an der Andreasstraße eröffnet. Seinerzeit gab es dort noch Felder und Wiesen. Ein idealer Ort für Gruppenstunden und Geländespiele. Ganz anders die heutige Situation: Bürogebäude und Wohnsiedlungen schränkten die Pfadfinder immer stärker ein. Geländespiele waren schon lange nicht mehr möglich.Außerdem entsprach das Heim nicht mehr den heutigen Standards, es war für die mittlerweile 3000 Pfadfinder zu klein geworden und auch nicht mehr komfortabel genug. Der Stiftungsrat verkaufte schweren Herzens das alte Areal und wurde bei der Suche nach einem neuen Domizil im Ortsteil Fluntern nahe des Zoos fündig. Im Oktober wurde das alte Pfadiheim dann feierlich verabschiedet. Aktive, aber auch ehemalige Pfadfinder, deren Kinder und Enkel waren mit dabei: Die Kleinen konnten draußen Esel reiten oder Schlangenbrot backen, während ihre Eltern im Pfadiheim bei alten Filmen in Erinnerungen schwelgten. Das neue Pfadfihaus in Fluntern wird am 23. Juni 2007 eingeweiht. „Dieser Abschied fällt nicht leicht“, gibt Dany Waldner zu, der Präsident des Stiftungsrates. „Aber wir haben die Aktiven gefragt, und die Jungen waren klar für den Umzug.“ Nicht zuletzt auch deshalb, weil in unmittelbarer Nähe des neuen Hauses ein Wald ist. So haben die Pfadfinder zumindest das wieder, was sie einst auch an der Andreasstrasse hatten: unberührte Natur. Oerlikon, ein seit 1934 in Zürich eingemeindeter Ort, ist einer der am schnellsten wachsenden Stadtteile Zürichs. Quelle: scouting...

Krach um Touristenbähnchen auf Hochheimer Friedhof beigelegt...

Heiß ging es her im Vorfeld des diesjährigen „Tag des offenen Friedhofs“ in Hochheim bei Worms. Um auch gehbehinderten älteren Menschen den Besuch des Hochheimer Friedhofs zu ermöglichen, hatte ein Stadtdezernent den Vorschlag gemacht, das üblicherweise bei Stadtrundfahrten eingesetzte „Nibelungenbähnchen“ über den Friedhof fahren zu lassen. Selbst eigene Parteifreunde, aber auch Heimat- und Kulturverein sowie der Ortsbeirat reagierten entsetzt über diesen pietätlosen Vorschlag. Auch der Hinweis, daß es auch jetzt schon für entsprechende Besucher erlaubt sei, mit dem Auto auf den Gottesacker zu fahren und daß mit einem elektrisch betriebenen Friedhofsbetriebswagen für Senioren oder Gehbehinderte eine zusätzlich Möglichkeit zum Besuch geboten werden könnte, konnte die erhitzten Gemüter nicht beruhigen. Als dann auch noch mit juristischen Schritten gedroht wurde, wurde der Vorschlag für das Nibelungenbähnchen zurückgezogen.Und die Senioren und Senioren? Dies übernahmen die evangelischen Pfadfinder, welche die Besucher mit Rollstühlen über den Friedhof begleiteten. Ein Engagement, das allenthalben so gelobt wurde, daß sich schließlich auch die beiden „Hauptkampfhähne“ (Dezernent und Ortsvorsteher) am Rollstuhlschieben beteiligten. Neben drei Rollstühlen von der Friedhofsverwaltung waren noch drei weitere von dem Verein „Lebenshilfe“ zur Verfügung gestellt worden. Das Nibelungenbähnchen kam dann auch noch zum Einsatz : Als „Shuttle“ vom Hauptbahnhof zur Hochheimer Höhe. Quelle: scouting...

Kulturschock: Auf Fahrt in Pakistan...

Selten zuvor hat einer von uns eine so große Reise angetreten. Aber genug Fahrtenroutine steckte schon in uns, um zuzusagen und zu denken „Ach, das wird schon alles gut gehen…“. Jonathan Stock vom Stamm Möwe hatte uns eingeladen zur Pakistanfahrt 2006. Natürlich hatten wir Angst und Respekt vor der Fremde, aber die Neugier siegte. Und so hatten wir die seltene Gelegenheit, ein Land, das direkt auf der „Achse des Bösen“ liegt und von dem oft in den Nachrichten die Rede ist, näher kennenzulernen. Ja, wir hatten Respekt vor diesem Land. Aber alles kam anders als befürchtet. Freundliche Pakistanis empfingen uns in einem Land, das für mich eher mit dem Mond oder mit dem Mars zu vergleichen war, als mit irgendeinem anderen Land, würde man mich danach fragen. Einfach alles war anders. Das Essen, das Wetter, der Straßenverkehr, die Insekten, die Schwärme riesiger Fledermäuse, die Menschen, die Einkaufsläden. Es war der totale Kulturschock. Fast überhaupt keine Frauen haben wir in den ersten Tagen gesehen. Regelmäßig schallte aus Megaphonen der Ruf der Muhezzins; durch die Großstädte genauso wie durch die spärlich besiedelten Täler. Nach sechs Tagen Reis mit Lamm hat mein Magen aufgegeben. Beim Autofahren bekommt man nicht wie in Deutschland einen steifen Rücken und einen wundgesessenen Arsch, nein, man kriegt Scheuerstellen vom hin und her geschleudert werden und Beulen am Kopf. Die Straßenverhältnisse in den Bergen sind so Angst einjagend, daß man sich manchmal fragt, ob man nicht gerade träumt. Wir waren zwei Wochen wandern in dieser fremden Welt und drei Wochen habe wir uns umgeschaut und, wie man so schön sagt, Land und Leute kennen gelernt. Wie soll ich in wenigen Worten das beschreiben, was wir erlebt haben? Ich mache es einfach so: Würde man mich in meinem nächsten Leben wieder fragen, ob ich...